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Letzte nationale Standortbestimmung in München

Nach einigen Wochenenden mit Training und Regatten in Zweier, Vierer und Achter wurden am vergangenen Wochenende die Boote benannt, die sich ab dem 21. Juni in München einfinden, um bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U23 an den Start zu gehen. (Infos zur DM)

Direkt im Anschluss geht es dann für die Nationalmannschaft, die am Samstag, den 24. Juni, endgültig nominiert wird, ins Vorbereitungstrainingslager nach Ratzeburg, wo den Mannschaften der letzte Feinschliff verliehen wird.

 

Deutsche Kleinbootmeisterschaften – Endlich wieder Regattafeeling!

Die Saison ist zwar schon vor gut zwei Wochen losgegangen, aber mal ehrlich – die 6km sind eine unnötige Qual. Worum es wirklich geht, sind 2000m! Genau auf dieser Distanz mussten wir uns am Wochenende (15. – 17.4.16) bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften (DKM) in Köln beweisen. Da die A-Seniorinnen beim Welt Cup in Varese waren (siehe Artikel „Welt Cup Varese“), kamen die meisten Boote aus dem U23-Bereich.

Da Köln vom Ruderleistungszentrum nicht allzu weit weg ist, waren wir bereits ein Wochenende früher an der Regattastrecke am Fühlinger See und haben dort trainiert. Genauer gesagt sind wir Belastungen gefahren,um in den Regattamodus zu kommen. Wir waren leider alle noch etwas träge, da wir ja erst eine Woche davor die Langstrecke in Leipzig gefahren waren. Das steckte uns zum Teil noch in den Knochen. Zum anderen werden 2000m frequenter und spritziger gefahren als 6000m Langstreckendistanz – das Training musste also angepasst werden, was eine anstrengende Umstellung ist. Aber auch eine Umstellung, die Spaß macht! Anders als in den Jahren zuvor, haben wir nur samstags und nicht ein ganzes Wochenende in Köln trainiert – dafür war der Abstand zwischen der Langstrecke und der DKM zu gering. Irgendwann müssen wir auch mal ein Päuschen machen. Die Belastungen jedenfalls haben uns alle wach gerüttelt und heißt gemacht auf die Regatta!

Die Strecke in Köln kann eine sehr schöne und faire sein – wenn es den Wind nicht gäbe. Der kam am Regattawochenende so ziemlich von überall, eine sehr unangenehme Angelegenheit. Umso unangenehmer für uneingefahrene Zweier, wie wir sie sind: Alle Dortmunder U23-Frauen-Zweier wurden im Winter neu zusammen gesetzt. Die Kombinationen Anna und Pia so wie Sophie und Caro konnten zusätzlich durch Krankheiten nicht optimal trainieren. Ein riesiger Föhn über der Strecke macht es da nicht besser…

Lisa und Julia im Vorlauf - das allererste Rennen der Regatta!
Lisa und Julia im Vorlauf – das allererste Rennen der Regatta!

Die Rennen verliefen dem enstsprechend durchwachsen. Anna und Pia können mit ihrem 8. Platz sicherlich zufrieden sein: Die beiden haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert. Pia riemt auch erst seit ein paar Monaten, da ist ein insgesamt 7. Platz unter den reinen U23-Zweiern ein top Ergebnis! Sophie und Caro konnten sich ins A-Finale rudern. Dort mussten sie leider alle Boote ziehen lassen. Anica und Franziska konnten den Wettkampf nicht wie ünlich beginnen: Anica hatte mit einer Abiturprüfung länger zu schaffen gehabt als gedacht. So musste das Duo den Vorlauf sausen lassen. Glücklicherweise durften sie den Hoffnungslauf trotzdem mitfahren und haben sich dort ins C-Fianale gerudert. Lisa und ich haben es  ins A-Finale geschafft. Das Finalrennen warunser bestes Rennen der Regatta! Für eine Medaille hat es am Ende nicht gereicht. Ärgerlich, zumal wir als Langstreckensieger an den Start gegangen sind und auch im Rennen anfangs noch auf einem Medaillenrang lagen. Mit einem 4. Platz können wir uns nichts kaufen – die Platzierung an sich ist aber gut, auch in Hinblick auf die Nominierung für die U23 WM.

Der nächste Schritt ist ein Trainingswochenende im Achter gefolgt von einem Trainingswochenende im Vierer. Warum das ganze Großbootgefahre? In drei Wochen starten wir bei der Internationalen Regatta in Gent!

Bis dahin – haltet die Ohren steif,

Eure Julia

 

Erster Leistungsnachweis in Leipzig

Die Rudersaison ist eröffnet! Mit der Frühjahrslangstrecke vergangenes Wochenende leitet der Deutsche Ruderverband (DRV

) traditionell die Wettkampfsaison ein. Am Samstag wird traditionell ein 2000m-Ergometertest gefahren: Hier wird die pure Kraft und Ausdauer der Sportler getestet. Sonntags geht es dann noch in den Kleinbooten – also im Zweier Ohne – auf die 6000m-Langstreckendistanz. Weil sich die A-Seniorinnen auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten, nutzen nur die B-Seniorinnen (U23) diese Überprüfung.

In den letzten Tagen vor diesem Wochenende sind wir noch kurze Einheiten auf dem Wasser und dem Ergometer gerudert. Da es am Stützpunkt einige krankheitsbedingte Ausfälle gab, bin ich für die Langstrecke einen eher spontanen Zweier mit Anna Brendel gefahren. Die eher überschaubaren Kilometer, die wir noch in Dortmund auf dem Kanal absolviert hatten, halfen uns trotzdem in einen akzeptablen Ruderschlag zu finden. Die Einheiten auf dem Ergometer sind mir relativ leicht von der Hand gegangen, wodurch ich ein gutes Gefühl für den 2000m-Test hatte. Dazu hat auch eine Vorbelastung beigetragen, die am Dienstag vor dem Regattawochenende auf dem Trainingsplan stand. Um etwas Ablenkung vom bevorstehenden Wochenende zu haben, habe ich mittwochs meine Kommilitonen zu einem Essen bei mir in der WG eingeladen. Am Donnerstag sind Anna und ich die letzte Einheit gerudert und haben dann das Boot verladen. Freitags stand dann nur noch eine kurze Ergometereinheit an. Nach dem Mittagessen am Stützpunkt ging es dann gesättigt und mit guter Laune direkt nach Leipzig. Den Anreisetag haben wir bei einem Italiener ausklingen lassen, wobei man die Anspannung vor dem entscheidenden Ergotest am Tag darauf den Sportlern anmerkte.

Der Ergotest wurde dieses Jahr in der Sportfakultät der Universität Leipzig gefahren. Normalerwiese steht dafür eine einfache Sporthalle zur Verfügung, in der das Warm-Up und der Ergotest in einer Halle stattfinden – sehr zu unserem Leid. Die Sportfakultät bietet genug Platz, um alles zu trennen, was uns sehr entgegen kommt. Trotzdem: Die neuen Örtlichkeiten mussten wir erstmal finden… Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den Eingang dann doch und konnten uns auf den Wettkampf vorbereiten. Für mich verlief der Test ziemlich gut: Ich konnte eine neue persönliche Bestzeit aufstellen! Wie es bei solchen Wettkämpfen ist, wurde von uns allen einiges abverlangt. Leider sind Manche hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Deshalb ging es mit gemischten Gefühlen zur Unterkunft zurück, wo wir die Mittagszeit für eine kurze Erholungspause nutzten. Am Nachmittag sind wir zur Regattastrecke gefahren, um ein letztes Mal vor dem Rennen im Zweier aufs Wasser zu gehen. Auch der Wettergott schien glücklich, dass wir den ungeliebten Ergometertest hinter uns gebracht hatten: Er beglückwünschte uns mit strahlendem Sonnenschein und wenig Wind. Diese Wetterbedingungen sollten sich auch am Sonntag fortsetzten. Ein Highlight dieses Tages war das Abendessen in der Leipziger Innenstadt. Ich besuchte mit Anna, Lisa, Julia und deren Bekannten einen kleinen Burgerladen – cooles Ambiente und leckeres Essen.

 

Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt
Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt

Am Sonntag begann der Tag an der Regattastrecke mit einem kleinen Bootscheck, wobei Anna und ich unsere Dollen schmierten. Ich selbst war sehr gespannt, wie wir uns als neue Kombination im Vergleich zu den anderen Booten einordnen würden. Insgesamt sind elf Frauenzweier die 6000m Renndistanz gefahren. Im Ziel angekommen, war ich dann einfach nur noch froh, eines der für mich schlimmsten Wochenenden hinter mich gebracht zu haben. Erfreulicherweise kamen wir sogar auf den 3. Platz. Auf dem zweiten Rang ordneten sich Clara Redetzki und Anne Becker als einzige A-Kombination ein. Doch am schnellsten waren dieses Wochenende Julia Barz und Lisa Sokolkova unterwegs. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Siegerehrung SF 2- A/B
Siegerehrung SF 2- A/B