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Vom Umbruch zur Routine

Vergangene Woche war für mich und den Frauenvierer eine von vielen Trainingswochen auf dem Weg zur nicht-olympischen WM in Rotterdam Ende August.

Nachdem sich Alex Höffgen aus persönlichen Gründen gegen die Teilnahme an der WM entschieden hatte, hatten wir ohne große Probleme Ersatz gefunden: Ronja Schütte, welche ja auch mit uns im Frauenachter für die Olympiaqualifikation saß, erklärte sich bereit ab sofort mit Lea Kühne, Melanie Hansen und mir den Vierer für die WM vorzubereiten. Nachdem wir uns ein paar Einheiten aneinander gewöhnt hatten, konnten wir weitere Fortschritte machen.

Die Woche verlief trainingstechnisch ziemlich normal ab. Oft machen wir einen „zweieinhalb-Tage-Rhythmus“. Das bedeutet, dass wir 2 Tage hintereinander „durchtrainieren“, also 2-3 Einheiten am Tag machen. Das könnte zum Beispiel so aussehen: morgens Rudern, mittags Rumpfkräftigung und Dehnung, nachmittags noch einmal rudern. Die Einheiten im Ruderboot dauern in der Regel etwa 90 Minuten. Alternativ könnte statt einer Rudereinheit auch Krafttraining auf dem Plan stehen, was ungefähr gleich viel Zeit in Anspruch nimmt. Am dritten Tag steht dann nur eine lange Einheit an, danach maximal noch eine kurze Ausdauereinheit, etwa auf dem Rad oder laufend oder einfach nur Gymnastik. Der Nachmittag ist frei und dient der Regeneration, damit man am nächsten Tag einigermaßen erholt in den nächsten „zweieinhalb-Tage-Zyklus“ starten kann.

Ganz nach diesem Rhythmus war also das Training der letzten Woche geplant, bis auf eine Ausnahme: ein trainingsfreier Sonntag, ein eher seltene Begebenheit… Umso mehr kann man einen freien Tag genießen. Ich nutzte die Zeit um ab Samstagnachmittag meine Familie in Köln zu besuchen, sowas kommt im Leben eines Leistungssportlers leider oft zu kurz.

Soweit von mir – aus der vergangenen Woche gibt es nicht viel zu berichten. Ich freue mich schon auf Donnerstag, denn ab dann werden Lea, Melanie, Ronja, unser Trainer Ralf und ich wieder in Dortmund vereint sein um den Vierer weiter voranzubringen. Es ist noch ein weiter Weg bis zur WM, aber fünf Wochen gehen schneller um als man denkt. Wir halten uns also ran!

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Woche!

Liebe Grüße

Eure Charly

 

Foto: Vierertraining aus der Sicht unseres Trainers Ralf vom Motorboot aus