Schlagwort-Archive: Melanie Hansen

Ankunft in Rotterdam

Während Kathrin und Kerstin ihre verbleibende Zeit in Rio genießen sind auch wir Vierermädels wieder auf Reisen gegangen. Unser lang erwartetes Ziel war die Willem-Alexander Baan bei Rotterdam.

Vergangenen Montag absolvierten wir aber erst noch das Relationsrennen auf dem Ratzeburger Küchensee gegen den U23 Vierer. Leider kamen wir in diesem Testrennen noch nicht so schnell ins Rutschen, sodass wir nun umso mehr dem Vorlauf entgegen fiebern um endlich unser ganzes Können auszupacken. Vor unserer Abreise nach Rotterdam durften wir uns aber noch einmal einen Tag zu Hause erholen. Da dies für mich nach Mainz mit mehr Fahrerei als Erholung einher gegangen wäre, hat Charly mich kurzfristig netterweise zu sich nach Dortmund eingeladen. Bei einem entspannten Sonnen-Frühstück auf dem Balkon über den Dächern Dortmunds fühlte sich diese kleine Auszeit fast nach einem 24h Urlaub an. Danke Charly an dieser Stelle noch einmal für die Einladung!

Zelt

Nach Ankunft in Rotterdam erkundeten wir zunächst den Austragungsort des größten Ruderleistungssportevents aller Zeiten. Die Willem-Alexander Baan. Zum ersten Mal finden hier die Ruderweltmeisterschaften aller Altersklassen gemeinsam statt. Für mich war es ein erfreuliches Wiedersehen mit dieser tollen Anlage, denn bereits letztes Jahr startete ich hier mit meinem Universiade-Vierer bei der Holland-Bekker Regatta. Diese sehr moderne Strecke ist besonders bekannt für ihren meist kontinuierlichen Seitenwind aber bislang konnten wir uns ganz gut mit den Bedingungen im Training anfreunden. Sehr abenteuerlich empfinde ich persönlich allerdings die ungewohnten Massen an Bootslagern und dazugehörigen Athleten, durch die auf dem Bootsplatz und auf dem Wasser ein unheimliches Gewusel entsteht. Bislang leisten die Organisatoren aber alle Arbeit um einen geordneten Trainingsablauf zu gewährleisten.

Ablegen

Gestern haben wir den Besuch der Eröffnungsfeier mit einer Hafenrundfahrt und einem kleinen Stadtbummel durch Rotterdam verbunden. So begeistert wir von dieser interessanten Stadt waren umso enttäuschter mussten wir uns von der Eröffnungsfeier dieses Events zeigen.

Charly+me

Trotzdem habe ich große Hoffnung, dass die Stimmung während der Regatta wesentlich ansprechender sein wird. Bereits während meiner U23 WM in Amsterdam als auch letztes Jahr an selber Stelle überzeugten die Niederländer mich, dass sie wissen wie eine Regatta veranstaltet wird. Ich freue mich also neben den Rennen auf eine tolle, begeisternde Stimmung und ein breites Angebot für die Besucher. Da Rotterdam ja nicht allzu weit entfernt ist lade ich alle Fans des deutschen Ruderns herzlich ein diesem vielversprechenden Event beizuwohnen und vor allem uns lautstark anzufeuern. Ich bin sicher ein Besuch wird lohnenswert sein  🙂

4-

Nun beginnt die intensivere Zeit der Rennvorbereitung. Wir wollen intensive, starke und entschlossene Rennen fahren und vor allem, auch nach dem Frust der verpassten Olympiaqualifikation, Freude an dem haben was wir dabei machen.

Vorfreudige Grüße von eurer Lea

PS. Herzlichen Dank an Clara für die super lieben Glücksbringer!!

Vom Umbruch zur Routine

Vergangene Woche war für mich und den Frauenvierer eine von vielen Trainingswochen auf dem Weg zur nicht-olympischen WM in Rotterdam Ende August.

Nachdem sich Alex Höffgen aus persönlichen Gründen gegen die Teilnahme an der WM entschieden hatte, hatten wir ohne große Probleme Ersatz gefunden: Ronja Schütte, welche ja auch mit uns im Frauenachter für die Olympiaqualifikation saß, erklärte sich bereit ab sofort mit Lea Kühne, Melanie Hansen und mir den Vierer für die WM vorzubereiten. Nachdem wir uns ein paar Einheiten aneinander gewöhnt hatten, konnten wir weitere Fortschritte machen.

Die Woche verlief trainingstechnisch ziemlich normal ab. Oft machen wir einen „zweieinhalb-Tage-Rhythmus“. Das bedeutet, dass wir 2 Tage hintereinander „durchtrainieren“, also 2-3 Einheiten am Tag machen. Das könnte zum Beispiel so aussehen: morgens Rudern, mittags Rumpfkräftigung und Dehnung, nachmittags noch einmal rudern. Die Einheiten im Ruderboot dauern in der Regel etwa 90 Minuten. Alternativ könnte statt einer Rudereinheit auch Krafttraining auf dem Plan stehen, was ungefähr gleich viel Zeit in Anspruch nimmt. Am dritten Tag steht dann nur eine lange Einheit an, danach maximal noch eine kurze Ausdauereinheit, etwa auf dem Rad oder laufend oder einfach nur Gymnastik. Der Nachmittag ist frei und dient der Regeneration, damit man am nächsten Tag einigermaßen erholt in den nächsten „zweieinhalb-Tage-Zyklus“ starten kann.

Ganz nach diesem Rhythmus war also das Training der letzten Woche geplant, bis auf eine Ausnahme: ein trainingsfreier Sonntag, ein eher seltene Begebenheit… Umso mehr kann man einen freien Tag genießen. Ich nutzte die Zeit um ab Samstagnachmittag meine Familie in Köln zu besuchen, sowas kommt im Leben eines Leistungssportlers leider oft zu kurz.

Soweit von mir – aus der vergangenen Woche gibt es nicht viel zu berichten. Ich freue mich schon auf Donnerstag, denn ab dann werden Lea, Melanie, Ronja, unser Trainer Ralf und ich wieder in Dortmund vereint sein um den Vierer weiter voranzubringen. Es ist noch ein weiter Weg bis zur WM, aber fünf Wochen gehen schneller um als man denkt. Wir halten uns also ran!

Ich wünsche allen Lesern eine schöne Woche!

Liebe Grüße

Eure Charly

 

Foto: Vierertraining aus der Sicht unseres Trainers Ralf vom Motorboot aus