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„Heißer April“: Kampf um Plätze in Nationalbooten

19 Frauen-Zweier haben gemeldet. Das Bewerberfeld ist groß und die nationale Ausscheidung um die Besetzung der Nationalmannschaftsboote spannend wie lange nicht mehr. Die Ruderinnen aus dem Team Frauenachter messen sich erstmals an diesem Wochenende in Leipzig. Zunächst am Samstag über die 2.000 Meter auf dem Ergometer, tags darauf auf der Sechs-Kilometer-Langstrecke. Ende April steht dann der Zweier-Test über die internationale Wettkampfdistanz von 2.000 Metern in Köln an. Es wird also, egal wie das Wetter mitspielt, in jedem Fall ein heißer April.

„Mit sieben Zweiern, die wir aus den Trainingslagern heraus gebildet haben, und zwölf weiteren U23-Zweiern haben wir ein größeres Meldefeld als in den Jahren zuvor“, freut sich Bundestrainer Thomas Affeldt über die Vielzahl an Bewerberinnen für die Rollsitze in den Booten, die letztlich zur Europameisterschaft und zu den Weltmeisterschaften geschickt werden. Von den sieben Zweier aus dem A-Kader wurden im letzten Trainingslager in Sabaudia nochmals drei Zweier umbesetzt.

Neu zusammen fahren seit erst einigen Wochen: Kathrin Marchand/Kerstin Hartmann, Constanze Siering/Alexandra Höffgen und Charlotte Reinhardt/Katrin Reinert. Länger eingefahren sind hingegen Ronja Schütte/Julia Lepke (Foto), die Sieger der Herbst-Langstrecke in Dortmund, die U23-Vize-Weltmeisterinnen Miriam Davids/Sara Davids, Anne Becker/Michaela Schmidt und Sophie Paul/Ulrike Törpsch. „Der Ausgang bei der Langstrecke jetzt und dann auch bei der Deutschen Meisterschaft ist offen. Es sind mehrere Zweier, die sich auf einem guten Niveau bewegen“, sagte Affeldt vor dem Leipzig-Wochenende.

Für „sehr wichtig“ stuft der Trainer den Ergometer-Test am Samstag ein und hält mit seinen Erwartungen an die Sportlerinnen aus dem Team Frauenachter nicht hinter dem Berg: „Physisch haben wir Verbesserungsbedarf. Ich erwarte einen klaren Aufwärtstrend und dass sie ihr individuelles Leistungsvermögen signifikant steigern.“

Die Zweier-Besetzungen des A-Kaders für die DRV-Langstrecken-Regatta in Leipzig:

  • Ronja Schütte / Julia Lepke (Essen Werdener RC / Rostocker RC)
  • Kathrin Marchand / Kerstin Hartmann (RTHC Bayer Leverkusen / Ulmer RC „Donau“)
  • Constanze Siering / Alexandra Höffgen (RV „Emscher“ Wanne-Eickel-Herten / Neusser RV)
  • Charlotte Reinhardt / Katrin Reinert (RV Dorsten / Heilbronner RG „Baden“)
  • Miriam Davids / Sara Davids (Crefelder RC)
  • Anne Becker / Michaela Schmidt (HRV Böllberg Nelson)
  • Sophie Paul / Ulrike Törpsch (SV Energie Berlin / Pirnaer RV)

Die Spannung für Leipzig steigt

Dies war die letzte richtige Trainingswoche vor unserer Langstrecke, die nächstes Wochenende in Leipzig stattfinden wird. Es ist dabei üblich, dass sich jede Mannschaft individuell vorbereitet, um in bester Form an den Start gehen zu können. Dabei hatte ich mit meiner zweier Partnerin, Elisaveta Sokolkova schon alles durchgeplant. Wir haben in den letzten Wochen unseren Zweier-ohne sehr gut trainieren können. Leider bin ich noch einmal krank geworden und das hat uns in unserer Planung zurückgeworfen, sodass uns jetzt einige Zweier-Einheiten fehlen. Da wir uns eigentlich sehr viel im Zweier-ohne bewegen wollten.  Außerdem kommt es erschwerend dazu, dass mein Studium seit dem 17. März schon angefangen hat. Ich studiere an der Hochschule Niederrhein an der das Semester früher anfängt als an den Universitäten.

In den letzten Trainingseinheiten konnten wir unseren Zweier noch stabilisieren und Samstag früh hatten wir noch einmal die Möglichkeit Achter zu fahren. Die Kraft des Achters und die Dynamik wollen wir in unseren Zweier mitnehmen. Mittlerweile trainieren soviele Frauen regelmäßig am Stützpunkt Dortmund, dass wir in zwei Achtern rausfahren konnten.

Obwohl wir Startschwierigkeiten in dieser Woche hatten, haben wir  das Beste aus der Situation herausgeholt. Dies spiegelte sich auch in den Strecken wieder, die wir am Samstag als Vorbelastung für Leipzig gefahren sind. Ich denke wir können mit einem guten Gefühl der Langstrecke nächstes Wochenende entgegen blicken. Dabei erhoffen wir uns eine gute Platzierung im U23 Bereich!

Danke für die Fotos vom Achterfahren an Laura vom RC Hansa Dortmund!