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Erster Leistungsnachweis in Leipzig

Die Rudersaison ist eröffnet! Mit der Frühjahrslangstrecke vergangenes Wochenende leitet der Deutsche Ruderverband (DRV

) traditionell die Wettkampfsaison ein. Am Samstag wird traditionell ein 2000m-Ergometertest gefahren: Hier wird die pure Kraft und Ausdauer der Sportler getestet. Sonntags geht es dann noch in den Kleinbooten – also im Zweier Ohne – auf die 6000m-Langstreckendistanz. Weil sich die A-Seniorinnen auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten, nutzen nur die B-Seniorinnen (U23) diese Überprüfung.

In den letzten Tagen vor diesem Wochenende sind wir noch kurze Einheiten auf dem Wasser und dem Ergometer gerudert. Da es am Stützpunkt einige krankheitsbedingte Ausfälle gab, bin ich für die Langstrecke einen eher spontanen Zweier mit Anna Brendel gefahren. Die eher überschaubaren Kilometer, die wir noch in Dortmund auf dem Kanal absolviert hatten, halfen uns trotzdem in einen akzeptablen Ruderschlag zu finden. Die Einheiten auf dem Ergometer sind mir relativ leicht von der Hand gegangen, wodurch ich ein gutes Gefühl für den 2000m-Test hatte. Dazu hat auch eine Vorbelastung beigetragen, die am Dienstag vor dem Regattawochenende auf dem Trainingsplan stand. Um etwas Ablenkung vom bevorstehenden Wochenende zu haben, habe ich mittwochs meine Kommilitonen zu einem Essen bei mir in der WG eingeladen. Am Donnerstag sind Anna und ich die letzte Einheit gerudert und haben dann das Boot verladen. Freitags stand dann nur noch eine kurze Ergometereinheit an. Nach dem Mittagessen am Stützpunkt ging es dann gesättigt und mit guter Laune direkt nach Leipzig. Den Anreisetag haben wir bei einem Italiener ausklingen lassen, wobei man die Anspannung vor dem entscheidenden Ergotest am Tag darauf den Sportlern anmerkte.

Der Ergotest wurde dieses Jahr in der Sportfakultät der Universität Leipzig gefahren. Normalerwiese steht dafür eine einfache Sporthalle zur Verfügung, in der das Warm-Up und der Ergotest in einer Halle stattfinden – sehr zu unserem Leid. Die Sportfakultät bietet genug Platz, um alles zu trennen, was uns sehr entgegen kommt. Trotzdem: Die neuen Örtlichkeiten mussten wir erstmal finden… Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den Eingang dann doch und konnten uns auf den Wettkampf vorbereiten. Für mich verlief der Test ziemlich gut: Ich konnte eine neue persönliche Bestzeit aufstellen! Wie es bei solchen Wettkämpfen ist, wurde von uns allen einiges abverlangt. Leider sind Manche hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Deshalb ging es mit gemischten Gefühlen zur Unterkunft zurück, wo wir die Mittagszeit für eine kurze Erholungspause nutzten. Am Nachmittag sind wir zur Regattastrecke gefahren, um ein letztes Mal vor dem Rennen im Zweier aufs Wasser zu gehen. Auch der Wettergott schien glücklich, dass wir den ungeliebten Ergometertest hinter uns gebracht hatten: Er beglückwünschte uns mit strahlendem Sonnenschein und wenig Wind. Diese Wetterbedingungen sollten sich auch am Sonntag fortsetzten. Ein Highlight dieses Tages war das Abendessen in der Leipziger Innenstadt. Ich besuchte mit Anna, Lisa, Julia und deren Bekannten einen kleinen Burgerladen – cooles Ambiente und leckeres Essen.

 

Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt
Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt

Am Sonntag begann der Tag an der Regattastrecke mit einem kleinen Bootscheck, wobei Anna und ich unsere Dollen schmierten. Ich selbst war sehr gespannt, wie wir uns als neue Kombination im Vergleich zu den anderen Booten einordnen würden. Insgesamt sind elf Frauenzweier die 6000m Renndistanz gefahren. Im Ziel angekommen, war ich dann einfach nur noch froh, eines der für mich schlimmsten Wochenenden hinter mich gebracht zu haben. Erfreulicherweise kamen wir sogar auf den 3. Platz. Auf dem zweiten Rang ordneten sich Clara Redetzki und Anne Becker als einzige A-Kombination ein. Doch am schnellsten waren dieses Wochenende Julia Barz und Lisa Sokolkova unterwegs. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Siegerehrung SF 2- A/B
Siegerehrung SF 2- A/B

Wer zuletzt lacht….

Hallo ihr Lieben,

Nach langer Sommerpause und unregelmäßigem Einträgen, melden wir uns nun endlich wieder regelmäßig zu Wort.

In den vergangenen Wochen ist viel passiert. Unser Weg nach Rio begann letzte Woche mit Ergotest und Langstrecke in Dortmund, sowie harten Entscheidungen und nimmt nun in Sevilla mit viel Training seinen Lauf. Mit unserem neuen Bereichstrainer Ralf Müller – mit dem wir bereits 2012 erfolgreich die Nachqualifikation für die Olympischen Spiele erreichen konnten
– und Werner Nowak alias Trampas als Trainerduo, sowie 18 Athletinnen sind wir am Mittwoch nach Sevilla angereist. Diese 18 Athletinnen bilden den erweiterten Kaderkreis, aus dem sich in den nächsten Wochen der Zweier, der Achter und die Ersatzleute bilden werden. An dieser Stelle möchten wir uns noch mal bei allen, die uns in den vergangenen drei Jahren auf dem Weg begleitet haben und jetzt nicht in diesem Kreis dabei sind, bedanken. Ihr habt die Gruppe mit viel Herzblut, Schweiß und Kraft unterstützt und ihr Leben gegeben.

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Miri, Leah, Sara und Melle bleiben zurück, Gudrun und Frauke leisten seelischen Beistand

Dass bei einer Anreise nach Sevilla das ein oder andere Gepäck mal auf der Strecke bleibt, sind wir von den vergangen Jahren ja gewohnt. Diese Anreise stand jedoch wahrlich unter keinem guten Stern. Zunächst mussten wir in Düsseldorf vier unserer Mitstreiterinnen schon am check-in zurück lassen, da Reisebüro und Airline Kommunikationsschwierigkeiten hatten und die vier Mädels bei der Airline nicht im System auftauchten. Nach vielem Hin und Her und telefonischen Engagement von Annika Wing, Laura und dem Reisebüro konnte für die vier noch für den Tag ein anderer Flug gefunden werden. Nachdem jede von uns anderen froh war, problemlos eingecheckt zu haben, wurde unsere Freude darüber schnell gedämpft. Kurz nachdem unser Flugzeug die Parkposition verlassen hatte, standen wir nämlich schon wieder. Unser Vorderreifen war beschädigt und wir mussten auf Hilfe warten.

Ausharren im Flieger
Ausharren im Flieger
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Vermisstenanzeigen für unsere Taschen

Knapp 2 Stunden später fanden wir uns also wieder im Flughafengebäude und warteten auf einen Ersatzflug. Dank eines 6 € Gutscheins konnte der gröbste Hunger gestillt und die Gemüter etwas besänftigt werden. Unsere vier Kolleginnen befanden sich derweil schon im Anflug auf Barcelona. Eine Stunde und ein repariertes Flugzeug später konnten wir dann auch endlich abheben und uns auf dem Weg gen Spanien machen. In Barcelona gab es dann beim Umsteigen ein großes Hallo, denn die Reisegruppe aus Düsseldorf war wieder vereint. Am Ende
waren die vier Mädels, die wir am Anfang der Reise noch bemitleidet hatten, da es zunächst so schien als müssten sie einen Tag später Anreisen, die Gewinnerinnen. Im Gegensatz zu uns anderen aus Düsseldorf angereisten konnten sie in Sevilla ihre Taschen vom Band heben. Wie heißt es so schön? Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.

Nun sind alle wieder mit Koffern ausgestattet und alles nimmt seinen geregelten Gang. Die ersten Einheiten auf dem Wasser sind absolviert, Kraft-, Stabi- und Radeinheiten standen auch schon auf dem Programm. Der Fokus liegt bei unserer täglichen Arbeit ganz klar auf dem Achter, da wir dort eine große Aufgabe vor uns haben, der wir uns mit Spaß an der Sache, Willen und konzentrierter Arbeit widmen. Die ersten Einheiten im Achter machen dazu Mut.

Nun wünsche ich euch noch einen schönen zweiten Advent und hoffe, dass euch auch der Nikolaus besucht hat.

Liebe Grüße

Ronja

Erster Wettkampf der Saison 2015

Am Wochenende startete endlich die neue Saison mit einem Ergotest über 2000m und die Frühjahrslangstrecke im Zweier ohne über 6000m.

Der Trainingsplan der letzten Woche war sehr übersichtlich, da am Wochenende der erste Wettkampf nach dem Wintertraining in Leipzig anstand und wir uns erholen durften. Wir sind nur noch zu kurzen Einheiten im Zweier aufs Wasser gegangen und haben am Mittwoch die letzte Belastung auf dem Ergo absolviert. Kerstin und ich haben die freie Zeit nach dem Training genutzt und unser Boot gepflegt. Da mit Wasser und Spüli nicht viel auszurichten war, haben wir es poliert und neuer Rollschienen eingebaut, da die alten nicht mehr sauber zu bekommen waren. Am Donnerstag nach der Rudereinheit und letzten Startübungen, sowie Schlägen in Rennfrequenz haben wir die Boote verladen.

Die Anspannung vor dem ersten Wettkampf wurde größer und am Freitag nach einer kurzen Ergoeinheit ging es mit den Bussen nach Leipzig. Am Abend gingen Kerstin und ich früh schlafen, da der Start am Samstagmorgen für uns in der ersten Gruppe um 8:30 war. Wir sind als Frauen Riemen Gruppe jeweils die Ersten, die den Ergometertest fahren und dann am Sonntag auch die Langstrecke eröffnen. Ich finde das gut, denn dann hat man den Test früh hinter sich, während andere noch immer auf ihren Start warten müssen. Mit vielen neuen Bestzeiten und insgesamt 11 Riemerinnen, die unter 7 Minuten gefahren sind, war die Stimmung nach dem Test gut. Die schnellsten waren Michaela Schmidt und Constanze Duell  mit 6:49,3 Min. Ich war mit meinem Wert nicht ganz so zufrieden, weil ich mich fit gefühlt habe und gerne Bestwert gefahren wäre, aber 0,9 sec über dieser Zeit geblieben bin.

Nach nur einem Nachmittag Pause und einem kurzen Einrudern auf dem Kanal bei Sonnenschein und relativ warmen Temperaturen, ging es Sonntag früh los zur Langstrecke. Das Wetter wurde schlechter und es regnete als wir auf dem Weg zum Start waren. Der Wind stand schiebend in der Strecke. Da Kerstin und ich mit der Startnummer 3 ins Rennen gegangen waren, durften wir als eines der ersten Päärchen die Ziellinie überqueren und das Wettkampfwochenende beenden. Ich war super kaputt, aber sehr glücklich, als wir später am Steg erfuhren, dass wir die schnellste Zeit gefahren waren. Zusammen mit den Davids Zwillingen Miriam und Sara (3. Platz), sowie mit Anne Becker und Julia Wärmer (2.Platz) durften wir zum Abschluss des Wochenendes noch zur Siegerehrung. Ich bin sehr zufrieden mit diesem ersten Wettkampf, aber jetzt gilt der Fokus der Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg.

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Siegerehrung am Sonntag

 

Eure Alex

Training, Ergo, Zweier

ZweiertrainingDie letzte Woche war für uns die letzteintensive Trainingswoche, bevor es nun in die Regenerations- und Wettkampfphase geht.

Da im Moment Semesterferien sind und ich keine Famulaturen machen muss, kann ich mich voll und ganz auf das Training einlassen. Davon stand auch eine ganze Menge an. Da wir in Leipzig erst über das Ergo rutschen dürfen und dann im Zweier antreten, haben wir auch beides vorbereitet. Mittwoch mit Ergostrecken und Sonntag mit einer längeren Belastung im Zweier. Jetzt sind wir bestmöglichst vorbereitet auf den ersten Wettkampf nach dem Winter!

Auch ohne Uni gibt es allerdings genug schöne Dinge, die man in seiner Freizeit machen kann. Ich nutze die Semesterferien immer, um mich mehr mit meinen ‚außer-Ruder-Freunden‘ zu treffen, die sonst leider viel zu oft hinten anstehen müssen.

Das Highlight in dieser dann doch sehr anstrengenden Woche war allerdings der Sonntag. Thomas hatte Einsehen mit uns und uns nach dem zweiten Frühstück freigegeben, so dass ich die Gelegenheit nutzte und mich direkt in den Zug gesetzt habe um meinen Freund in Köln zu besuchen. Gemeinsam waren wir dann im Schokoladenmuseum und haben vollbepackt mit Pralinen einen Spaziergang an den Krahnenhäuser vorbei entlang am Rhein gemacht. Solche Sonntage sind ja leider auch viel zu schön und viel zu selten.

Fast erholte Grüße

Eure Marchi

Eine ganz normale Woche…

Nachdem wir letzte Woche ein Großbootwochenende hatten, lag der Fokus diese Woche darauf, die Zweier für die Langstrecke fit zumachen. Da meine Partnerin Ulrike Törpsch an diesem Wochenende aber nicht nach Dortmund kommen konnte, war es für uns beide nicht möglich Zweier zu fahren. Das bedeutete für mich, die meiste Zeit im Einer aufs Wasser zugehen. Ein großes Problem war das für mich nicht, da ich so die Möglichkeit hatte, mich mal ganz alleine auf meine Schwachstellen zu konzentrieren. Nichts desto trotz bin ich ganz froh, dass wir nächste Woche wieder Zweier fahren können, denn auf die Dauer ist Einerfahren doch ganz schön einsam…

Die Strecken, welche wir jeden Sonntag fahren, sollten diese Woche eigentlich in den Zweiern für die Langstrecke gefahren werden. Das fiel aber ins Wasser ( im wahrsten Sinne des Wortes), denn Dauerregen und Eiseskälte ließen die Trainer kurzerhand umentscheiden, sodass das gesamte Team die Trainingsbelastung auf dem Ergo absolvieren musste. Das war aber nicht weiter schlimm, da neben der Langstrecke auch noch ein Ergotest ansteht.

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Durch das viele Einerfahren, war ich auch flexibler was die Trainingszeiten betrifft, was mir diese Woche einiges erleichtert hatVor zwei Wochen habe ich nämlich erfahren, dass mein Studiengang ausläuft und ich bereits im nächsten Semester mein Staatsexamen anmelden muss. Das bedeutet jetzt für mich ein bisschen öfter zur Uni zu gehen, meine Hausarbeiten, die ich schon länger vor mir herschiebe endlich in Angriff zu nehmen und meine Fachpraktika in Bio und Deutsch zu absolvieren. Nach diesem kleinen Schock habe ich nun neue Motivation, das Ganze in Angriff zu nehmen… 😉

Liebe Grüße und eine schöne Woche

Johanna