Schlagwort-Archive: Katrin Reinert

Heute kann es regnen, stürmen oder schnein…

All das hat es in der letzten Woche ausgiebig getan, was uns zum einen ungemütliche Rudereinheiten auf dem Wasser aber auch viel Zeit auf den ungeliebten Ruder- und Rad-Ergometern beschert hat. Das ist nicht das, wofür wir Leistungssport machen, aber es macht uns alle hoffentlich noch stärker, damit wir im Sommer im entscheidenden Moment die Bugspitze vorne haben können.

Und doch gab es auch jede Menge „Sonnenschein“. Vier Geburtstagskinder hatten wir diese Woche: die Davids-Zwillinge am Montag, Ulrike Törpsch am Mittwoch – und ich dazwischen. Das bedeutet viel Geburtstagkuchen und gute Laune. Ich habe meinen Ehrentag sehr genossen und mich über den leckeren Schokokuchen und die lieben Aufmerksamkeiten von den Mädels gefreut. Das kann kein Regen, Sturm oder Ergofahren vermiesen 😉

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Um so mehr freue ich mich, wenn die Sonne dann doch mal durch kommt und wir – so wie gestern – mit drei Frauenachtern über den Dortmunder Kanal rauschen!

eure Katrin

Sonnige Aussichten in Duisburg

Hallo zusammen!

Mal wieder viel passiert in der letzten Woche! Über Allem stand die Vorbereitung auf die „internationale“ Regatta in Duisburg, die am Wochenende stattfand, jedoch für uns nicht wirklich international war. Bis auf einen niederländischen U23 Vierer hatten auch im Achter leider keine ausländischen Gegner gemeldet.

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Die Woche begann mit einem trainingsfreien Tag, etwas eher Ungewöhnliches. Ich genieße solche freien Tage vor Wettkämpfen und versuche mich auszuruhen und Kraft für das Wochenende zu sammeln. Dienstag und Mittwoch ging es in die Vierer, die Samstag in Duisburg starten sollten. Donnerstag wurden nochmal die Achterbesetzungen trainiert.

Auch außerhalb des Trainings musste ich mich vergangene Woche sehr viel mit Muskeln beschäftigen: Donnerstag fand
das Muskeltestat im Präpärationskurs in der Uni statt, eine mündliche Prüfung. Der trainingsfreie Tag war also wie fürs Lernen gemacht, genauso wie die Abende nach Training und Uni. Ich wusste, dass ich mich voll auf die Regatta konzentrieren könnte, wenn ich bestehen würde. So war es dann zum Glück auch und nach dem Testat fiel mir ein großer Stein vom Herzen.

Nachdem wir in Duisburg nochmal in die Vierer gestiegen waren, fühlten wir uns gut vorbereitet für das kommende Rennen. Ich durfte mit Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann und Katrin Reinert zusammen rudern, was für mich natürlich toll war. Als jüngste und unerfahrenste Ruderin im Boot merkt man, wie sehr man von den älteren profitiert und lernt. Wir sind ein gutes Rennen gefahren, jedoch leider mit ca. einer Länge Rückstand 2. geworden. Der Abstand nach vorne hat uns geärgert, das war etwas viel. Umso mehr motiviert war ich für die kommenden Rennen im Achter.

Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass ich am Sonntag im ersten Achter mitfahren durfte. Es war meine Premiere im Frauenachter und dementsprechend war ich sehr aufgeregt. Aber ab dem Startsignal verlief (fast) alles wie nach Plan. Wir gewannen das Rennen mit einem guten Abstand vor dem zweiten Achter und das Rennen hat echt Spaß gemacht.
Nach den Rennen vom Wochenende können wir mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung für die Europameisterschaften in Belgrad in der nächsten Woche gehen. Ich freue mich!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche, bis bald!

Eure Charly

P.S.: In den folgenden Tagen und Wochen werden wir euch nach und nach unser Team anhand von Steckbriefen vorstellen. Es lohnt sich mal reinzuschauen!

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Bewerbertraining mit der Telekom – eine etwas andere Trainingseinheit

Letzten Freitag hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe gemeinsam mit der Deutschen Telekom Sporthilfe-Athleten zum Bewerbertraining auf der CeBIT eingeladen. Constanze und ich, die BWLer aus unserem Team, sind der Einladung gefolgt und haben für „die Karriere nach der Karriere“ trainiert.

Als Leistungssportler hat man kaum die Möglichkeit, einen „perfekten“ Lebenslauf für den „perfekten“ Berufseinstieg vorzuweisen. Viele der BWL-Kommilitonen, mit denen ich angefangen habe, haben bereits ihren Master in der Tasche, eine Reihe an Praktika bei attraktiven Arbeitgebern absolviert und stehen mittlerweile voll im Beruf – da kann ich nicht mithalten. Ich bin am Ende von meinem Wirtschaftsstudium und würde später gerne etwas in Richtung Unternehmensberatung machen. Aber wie schafft man den Sprung vom Ruderboot in die Berufswelt? Was, wenn man das Studium nicht in Regelstudienzeit mit einem Einser-Abschluss an einer Top-Uni absolviert hat, sondern die Zeit im Wesentlichen mit Training und Regeneration vom Training verbracht hat?

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat diese Herausforderung, vor der viele deutsche Spitzensportler stehen, erkannt und unterstützt Leistungssportler beim Einstieg ins Berufsleben nach ihrer sportlichen Laufbahn in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft. Die Deutsche Telekom ist einer dieser Partner. Zwei sehr nette und sehr kompetente Experten aus der Recruiting-Abteilung der Telekom haben uns am Freitag gezeigt, worauf es bei Bewerbungen ankommt – angefangen vom Anschreiben bis hin zum Assessment Center. Es war echt interessant von den Bewerber-Auswahl-Profis zu hören, worauf es ihnen ankommt, wenn sie z.B. neue Mitarbeiter für die Telekom einstellen.

Die wichtigste Message für mich war: Stell dein Licht nicht unter den Scheffel! Wenn man tagtäglich in einem Umfeld trainiert, in dem eigentlich nur Medaillen zählen und man ständig dem „schneller, besser, stärker“ nachstrebt, vergisst man schnell, was man eigentlich leistet und geleistet hat – auch wenn man keine Olympische Goldmedaille gewonnen hat. Auch wenn ich durch das Rudern nicht gelernt habe, wie man ein Unternehmen vor der Insolvenz rettet, scheint es doch viele Arbeitgeber zu geben, die das Durchhaltevermögen, den Teamgeist und den Ehrgeiz aus dem Sport zu schätzen wissen. Vielleicht findet sich ja auch bald ein Sponsor für unser Team, der diese Werte zu schätzen weiß…

Der Ausflug nach Hannover hat sich auf jeden Fall gelohnt und hat mir Mut und Vorfreude auf das Berufsleben gemacht. Bevor ich aber gegen Mitbewerber um einen potentiellen Arbeitsplatz antrete, freue ich mich, noch eine Weile auf dem Wasser gegen/mit Ruderkolleginnen um Medaillen zu kämpfen 🙂

Sabaudia, wir kommen

Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt
Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt

Das bereits zweite Trainingslager des Frauenachters in 2014

„Die Saison steht vor der Tür.“ Bundestrainer Thomas Affeldt wirkte kurz vor der Abreise voller Tatendrang, ebenso wie die Ruderinnen aus dem Team Frauenachter. 16 Athletinnen plus Steuerfrau Laura Schwensen heben am heutigen Donnerstag ab Richtung Italien, um für die nächsten Wochen ihr Trainingslager in Sabaudia aufzuschlagen. Nach dem Trainingscamp zum Jahreswechsel in Sevilla ist es bereits zweite intensive Zusammenkunft der Ruderinnen im Hinblick auf die mit Spannung erwartet Saison.

„Wir werden in Sabaudia hauptsächlich im Achter und in den Zweiern trainieren“, sagte Affeldt, der sich bereits gestern auf den Weg gemacht hat. Zusammen mit Bootsmeister Markus Schmitz fährt er den Bootstransport von Dortmund ins knapp 1.600 Kilometer entfernte italienische Küstenstädtchen Sabaudia. Und er hat sich einiges vorgenommen: „Im Herbst und im bisherigen Winter haben wir schon ein gutes Trainingspensum geschafft. Jetzt gilt es, auch diesen Lehrgang zu nutzen: In Sabaudia werden wir wie in Sevilla den Umfang um 20 bis 30 Prozent steigern.“

Diese Ruderinnen sind im Trainingslager in Sabaudia mit den Bord: Ronja Schütte, Julia Lepke, Kathrin Marchand, Constanze Siering, Katrin Reinert, Kerstin Hartmann, Anne Becker, Michaela Schmidt, Miriam Davids, Sara Davids, Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffken, Sophie Paul, Ulrike Törpsch, Johanna te Neues, Clara Redetzki und Steuerfrau Laura Schwensen. Das Training leiten Thomas Affeldt und Werner Nowak. Unterstützend dabei sind Gerold Heyden für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung sowie die Physiotherapeutin Gudrun Krampe. In den ersten Tagen werden die Trainingseinheiten auch von DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock begleitet.

Mit dabei sind für die ersten neun Tage auch die drei Skullerinnen Carina Bär, Lisa Schmidla und Marlene Sinnig vom Dortmunder Stützpunkt. Sie fliegen dann früher zurück, weil sie am 7. März mit insgesamt neun Skulerinnen nach Australien fliegen, um dort ein Trainingslager mit abschließender Teilnahme am ersten Weltcup der Saison zu bestreiten. Zudem treffen die Ruderinnen in Sabaudia in der ersten Woche auch noch auf die Leichtgewichts-Ruderer des DRV, die parallel ihr Frühjahrs-Trainingslager aufgeschlagen haben. Der Lago di Sabaudia wird also wieder einmal fest in deutscher Hand sein.

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau“

Lepke/Schütte siegen bei Dortmunder Langstrecke

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau erreicht.“ Thomas Affeldt, Trainer des Teams Frauenachter blickt nach der Langstrecke in Dortmund zuversichtlich auf die Saison 2014. Er führte zum großen Teil neue Zweier-Paarungen zusammen, die sich nach etwa fünf-wöchiger Vorbereitung über die sechs-Kilometer-Strecke einen spannenden Wettkampf boten. „Die ersten fünf Zweier kamen innerhalb von 20 Sekunden ins Ziel. Das ist ordentlich“, so der Trainer.

Schnellste waren Julia Lepke und Ronja Schütte. Die Beiden, die bei der WM in Chungju zusammen im Vierer saßen, benötigten 23:45 Minuten für die Strecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Gefolgt von der Kombination Katrin Reinert/Kerstin Hartmann. Kerstin Hartmann fand wieder mit ihrer alten Partnerin aus Juniorenzeiten, Katrin Reinert, zusammen, nachdem Marlene Sinnig sich dazu entschieden hatte, sich im Skullbereich zu versuchen und mit Langstrecken-Platz sieben auch auf Anhieb den Anschluss schaffte. Reinert, die nach zweijähriger Pause wieder voll im Training steht, und Hartmann waren 2006 zusammen schon Junioren-Weltmeister und U23-Vize-Weltmeister im Zweier.

Dritte bei der Dortmunder Langstrecke wurden die Hallenserinnen Anne Becker und Michaela Schmidt, die genauso als eingefahrene Kombination an den Start gegangen waren wie die Zwillinge Miriam und Sara Davids. Die U23-Vize-Weltmeisterinnen dieses Jahres waren zeitgleich mit Constanze Siering/Kathrin Marchand, die schon 2012 zusammen fuhren, Vierte. Siering ist nach einjähriger Pause zurück im Team, während die Jura-Studentin Lisa Kemmerer wegen der intensiven Vorbereitung auf das Staatsexamen eine Pause einlegt.

Insgesamt zog Thomas Affeldt eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir sind bei unserem Neuaufbau im Team Frauenachter wieder ein paar Schritte vorangekommen. Auch die Tatsache, dass insgesamt 19 Zweier gerade auch mit vielen jungen Sportlerinnen am Start waren, zeigt, dass wir eine verbesserte Nachwuchssituation haben.“ Jetzt gilt es in den Wintermonaten weiter an der Entwicklung der neuen Mannschaft zu arbeiten. Dazu sind zwei Trainingslager geplant: Vom 30. Dezember bis zum 12. Januar geht es ins spanische Sevilla und vom 20. Februar bis zum 7. März steht das zweite Trainingslager in Sabaudia/Italien an.

Zweier ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Ronja Schütte/Julia Lepke 23:45 Minuten, 2. Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 23:53, 3. 3. Anne Becker/Michaela Schmidt 23:55, 4. Miriam Davids/Sara Davids und Constanze Siering/Kathrin Marchand 24:05.

Vierer ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Kathrin Marchand/Constanze Siering/Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 21:43 Minuten, 2. Ronja Schütte/Julia Lepke/Anne Becker/Michaela Schmidt 21:52, 3. Miriam Davids/Sara Davids/Alex Höffgen/Sophie Paul 22:06.