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Deutsche Kleinbootmeisterschaften – Endlich wieder Regattafeeling!

Die Saison ist zwar schon vor gut zwei Wochen losgegangen, aber mal ehrlich – die 6km sind eine unnötige Qual. Worum es wirklich geht, sind 2000m! Genau auf dieser Distanz mussten wir uns am Wochenende (15. – 17.4.16) bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften (DKM) in Köln beweisen. Da die A-Seniorinnen beim Welt Cup in Varese waren (siehe Artikel „Welt Cup Varese“), kamen die meisten Boote aus dem U23-Bereich.

Da Köln vom Ruderleistungszentrum nicht allzu weit weg ist, waren wir bereits ein Wochenende früher an der Regattastrecke am Fühlinger See und haben dort trainiert. Genauer gesagt sind wir Belastungen gefahren,um in den Regattamodus zu kommen. Wir waren leider alle noch etwas träge, da wir ja erst eine Woche davor die Langstrecke in Leipzig gefahren waren. Das steckte uns zum Teil noch in den Knochen. Zum anderen werden 2000m frequenter und spritziger gefahren als 6000m Langstreckendistanz – das Training musste also angepasst werden, was eine anstrengende Umstellung ist. Aber auch eine Umstellung, die Spaß macht! Anders als in den Jahren zuvor, haben wir nur samstags und nicht ein ganzes Wochenende in Köln trainiert – dafür war der Abstand zwischen der Langstrecke und der DKM zu gering. Irgendwann müssen wir auch mal ein Päuschen machen. Die Belastungen jedenfalls haben uns alle wach gerüttelt und heißt gemacht auf die Regatta!

Die Strecke in Köln kann eine sehr schöne und faire sein – wenn es den Wind nicht gäbe. Der kam am Regattawochenende so ziemlich von überall, eine sehr unangenehme Angelegenheit. Umso unangenehmer für uneingefahrene Zweier, wie wir sie sind: Alle Dortmunder U23-Frauen-Zweier wurden im Winter neu zusammen gesetzt. Die Kombinationen Anna und Pia so wie Sophie und Caro konnten zusätzlich durch Krankheiten nicht optimal trainieren. Ein riesiger Föhn über der Strecke macht es da nicht besser…

Lisa und Julia im Vorlauf - das allererste Rennen der Regatta!
Lisa und Julia im Vorlauf – das allererste Rennen der Regatta!

Die Rennen verliefen dem enstsprechend durchwachsen. Anna und Pia können mit ihrem 8. Platz sicherlich zufrieden sein: Die beiden haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert. Pia riemt auch erst seit ein paar Monaten, da ist ein insgesamt 7. Platz unter den reinen U23-Zweiern ein top Ergebnis! Sophie und Caro konnten sich ins A-Finale rudern. Dort mussten sie leider alle Boote ziehen lassen. Anica und Franziska konnten den Wettkampf nicht wie ünlich beginnen: Anica hatte mit einer Abiturprüfung länger zu schaffen gehabt als gedacht. So musste das Duo den Vorlauf sausen lassen. Glücklicherweise durften sie den Hoffnungslauf trotzdem mitfahren und haben sich dort ins C-Fianale gerudert. Lisa und ich haben es  ins A-Finale geschafft. Das Finalrennen warunser bestes Rennen der Regatta! Für eine Medaille hat es am Ende nicht gereicht. Ärgerlich, zumal wir als Langstreckensieger an den Start gegangen sind und auch im Rennen anfangs noch auf einem Medaillenrang lagen. Mit einem 4. Platz können wir uns nichts kaufen – die Platzierung an sich ist aber gut, auch in Hinblick auf die Nominierung für die U23 WM.

Der nächste Schritt ist ein Trainingswochenende im Achter gefolgt von einem Trainingswochenende im Vierer. Warum das ganze Großbootgefahre? In drei Wochen starten wir bei der Internationalen Regatta in Gent!

Bis dahin – haltet die Ohren steif,

Eure Julia

 

Tünnes & Schäl und die Meisterschaft

Diese Woche begann sehr ruhig. Während der Osterfeiertage konnten wir uns alle von dem anstrengenden Vortest erholen und Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Da ich ein echt kölsches Mädel bin ließ ich es mir nicht nehmen zusammen mit Conny meiner Heimatstadt mal wieder einen Besuch abzustatten und ihr auch die Namensgeber meines Bootes zu zeigen. Wer Tünnes & Schäl nicht kennt – sie sind zwei Figuren aus dem Hänneschen Puppentheater, vergleichbar mit Dick & Doof. 

Erholung hin, Erholung her. Training stand trotzdem an und da Kerstin die Woche in Ulm war musste ich unter der Woche ein paar Runden im Einer drehen, was aber bei schönstem Ruderwetter nun wirklich keine Qual war.

Auch im Krankenhaus wollte ich mich diese Woche blicken lassen. Im Rahmen meines Medizinstudiums muss ich zur zeit Praktika auf verschiedenen Stationen machen und diese Woche stand der Bereich HNO an. Nachdem ich Donnerstag also meinen Kommilitonen in die Nase und die Ohren geguckt hatte und keine manifesten Krankheiten entdecken konnte, machte ich mich beruhigt wieder auf den Weg nach Köln – Deutsche Kleinbootmeisterschaft!

Für mich eine besondere Meisterschaft, da ich in Köln nicht nur rudern gelernt habe, sondern hier auch 2008 meinen ersten deutschen Meistertitel erringen konnte (im JF A 4-/8+).
Die letzten Trainingseinheiten im Zweier gaben Kerstin und mir ein gutes Gefühl und so gingen wir zuversichtlich und freudig an den Start. Vom Vorlauf über das Halbfinale konnten wir uns technisch nochmal deutlich steigern und so stand am Sonntag früh das A-Finale an. Mein Verein war zahlreich vertreten und hat so laut geschrien, dass wir zum einen gewonnen haben, ich mich zum anderen aber auch frage, ob ich den ein oder anderen vielleicht nächste Woche mit einer Stimmbandparese im Krankenhaus auf der HNO-Station sehe? 😉 Danke für die Anfeuerungsrufe an dieser Stelle!

Glücklich am Siegersteg
Foto: Oliver Quickert, www.rudern.de

In einem guten Rennen haben Kerstin und ich es also geschafft unserer Favoritenrolle gerecht zu werden und sind in Tünnes & Schäl in Köln deutscher Meister im Zweier geworden. Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können. Überglücklich genossen wir die Siegerehrung und den Rest des Tages – ich ließ ihn mit meinen Eltern zusammen im Brauhaus bei einem Kölsch ausklingen und freue mich nun auf das Achtertraining und die kommende Saison!

Bis dahin, Marchi

Die Spannung steigt, es geht auf die Renndistanz!

Nach dem Saisonauftakt in Leipzig steigt die Vorfreude auf die erste Regatta über 2000m in diesem Jahr am kommenden Wochenende in Köln, die gleichzeitig auch die Deutsche Kleinbootmeisterschaft ist.

Letzte Woche wurde noch einmal ordentlich trainiert und am vergangenen Wochenende ging es nach Köln zum Training, um die Strecke für nächste Woche zu testen. Es wurden einige Strecken gefahren, um für dieses Wochenende optimal vorbereitet zu sein. Sara und ich haben in den letzten Wochen gut trainiert und uns sehr gefreut, dass der Osterhase uns am vergangenen Wochenende nicht vergessen hatte, sondern uns auch in Köln besucht hat.

In der Uni kommt das Semester so langsam ins Laufen und erste Referate meinerseits müssen bald gehalten werden, aber bis es soweit ist wird sich jetzt erst mal auf das kommende Wochenende konzentriert. Die Spannung steigt langsam, denn es geht endlich auf die Renndistanz.

Deshalb ist diese Woche auch Erholung angesagt, d.h. es geht in die Regenerationsphase mit einer Einheit am Tag.

Also wer hier meinen Eintrag liest kann am Wochenende gerne nach Köln zum Fühlinger See kommen und spannende Rennen sehen! Wir würden uns alle über eine volle Tribüne freuen.

Liebe Grüße,

Miriam