Schlagwort-Archive: Constanze Siering

Bewerbertraining mit der Telekom – eine etwas andere Trainingseinheit

Letzten Freitag hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe gemeinsam mit der Deutschen Telekom Sporthilfe-Athleten zum Bewerbertraining auf der CeBIT eingeladen. Constanze und ich, die BWLer aus unserem Team, sind der Einladung gefolgt und haben für „die Karriere nach der Karriere“ trainiert.

Als Leistungssportler hat man kaum die Möglichkeit, einen „perfekten“ Lebenslauf für den „perfekten“ Berufseinstieg vorzuweisen. Viele der BWL-Kommilitonen, mit denen ich angefangen habe, haben bereits ihren Master in der Tasche, eine Reihe an Praktika bei attraktiven Arbeitgebern absolviert und stehen mittlerweile voll im Beruf – da kann ich nicht mithalten. Ich bin am Ende von meinem Wirtschaftsstudium und würde später gerne etwas in Richtung Unternehmensberatung machen. Aber wie schafft man den Sprung vom Ruderboot in die Berufswelt? Was, wenn man das Studium nicht in Regelstudienzeit mit einem Einser-Abschluss an einer Top-Uni absolviert hat, sondern die Zeit im Wesentlichen mit Training und Regeneration vom Training verbracht hat?

Die Stiftung Deutsche Sporthilfe hat diese Herausforderung, vor der viele deutsche Spitzensportler stehen, erkannt und unterstützt Leistungssportler beim Einstieg ins Berufsleben nach ihrer sportlichen Laufbahn in Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft. Die Deutsche Telekom ist einer dieser Partner. Zwei sehr nette und sehr kompetente Experten aus der Recruiting-Abteilung der Telekom haben uns am Freitag gezeigt, worauf es bei Bewerbungen ankommt – angefangen vom Anschreiben bis hin zum Assessment Center. Es war echt interessant von den Bewerber-Auswahl-Profis zu hören, worauf es ihnen ankommt, wenn sie z.B. neue Mitarbeiter für die Telekom einstellen.

Die wichtigste Message für mich war: Stell dein Licht nicht unter den Scheffel! Wenn man tagtäglich in einem Umfeld trainiert, in dem eigentlich nur Medaillen zählen und man ständig dem „schneller, besser, stärker“ nachstrebt, vergisst man schnell, was man eigentlich leistet und geleistet hat – auch wenn man keine Olympische Goldmedaille gewonnen hat. Auch wenn ich durch das Rudern nicht gelernt habe, wie man ein Unternehmen vor der Insolvenz rettet, scheint es doch viele Arbeitgeber zu geben, die das Durchhaltevermögen, den Teamgeist und den Ehrgeiz aus dem Sport zu schätzen wissen. Vielleicht findet sich ja auch bald ein Sponsor für unser Team, der diese Werte zu schätzen weiß…

Der Ausflug nach Hannover hat sich auf jeden Fall gelohnt und hat mir Mut und Vorfreude auf das Berufsleben gemacht. Bevor ich aber gegen Mitbewerber um einen potentiellen Arbeitsplatz antrete, freue ich mich, noch eine Weile auf dem Wasser gegen/mit Ruderkolleginnen um Medaillen zu kämpfen 🙂

Erste Woche in Sabaudia ist geschafft!

Zweiertraining in Sabaudia
Zweiertraining in Sabaudia

Wir haben uns überlegt, es wäre schön Euch einen besseren Einblick in unseren Trainingsalltag geben zu können und wollen dazu einen Blog auf unserer Homepage etablieren. Das laufende Trainingslager in Italien nehmen wir als Anlass für einen Start! In nächster Zeit werden wir auch noch das Design von frauenachter.de  auffrischen und freuen uns auf eine aktuellere und lebendigere Homepage.

Ergo mit Meerblick
Ergo mit Meerblick

Mittlerweile haben wir die erste Hälfte des Trainingslagers hinter uns gebracht. Bisher hatten wir Glück mit dem wechselhaften Wetter, sodass die Zeit beinahe verflogen ist und das Training erfolgreich absolviert werden konnte. Samstagvormittag mussten wir zum ersten Mal aufs Ergo ausweichen, weil es draußen auf dem See für Achtertraining zu windig und nass war. Mit Meerblick von der Terrasse unseres Strandhotels gestalteten sich die Neunzig Minuten Ergo aber durchaus ertragbar. Die für Samstag geplanten Strecken im Achter haben wir auf Sonntag verschoben und hoffen auf bessere Bedingungen.

Gesellschaftsspiele gegen die Langeweile
Gesellschaftsspiele gegen die Langeweile
Strand - Hoffen auf gutes Wetter ;)
Strand – Hoffen auf gutes Wetter 😉

 

Nach getaner Arbeit ist im Trainingslager auch in der Freizeit noch (manchmal) etwas los. Ein paar Runden Cranium wurden schon gespielt, Spaziergänge am Strand und kleinere Ausflüge gemacht.  Freitag Abend sind wir in großer Runde, gemeinsam mit den leichten deutschen Männern, Pizza essen gegangen. Seit Samstag haben wir das Hotel allerdings ganz für uns, die leichten Männer sind abgereist und auch die russischen Ruderer sind zurzeit nicht mehr hier.

Für die verbleibenden Trainingstage sind wir vor allem durch die gute Verpflegung in unserem Stammhotel gewappnet. Unser Lieblingskellner Genaro lässt es uns an nichts fehlen und versorgt uns hervorragend mit italienischer Pasta, Eis und Cappuccino.

Wir erwarten also eine weitere erfolgreiche Trainingswoche hier in Italien und hoffen, dass das Wetter sich in den nächsten Tagen wieder stabilisiert.

 

Sabaudia, wir kommen

Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt
Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt

Das bereits zweite Trainingslager des Frauenachters in 2014

„Die Saison steht vor der Tür.“ Bundestrainer Thomas Affeldt wirkte kurz vor der Abreise voller Tatendrang, ebenso wie die Ruderinnen aus dem Team Frauenachter. 16 Athletinnen plus Steuerfrau Laura Schwensen heben am heutigen Donnerstag ab Richtung Italien, um für die nächsten Wochen ihr Trainingslager in Sabaudia aufzuschlagen. Nach dem Trainingscamp zum Jahreswechsel in Sevilla ist es bereits zweite intensive Zusammenkunft der Ruderinnen im Hinblick auf die mit Spannung erwartet Saison.

„Wir werden in Sabaudia hauptsächlich im Achter und in den Zweiern trainieren“, sagte Affeldt, der sich bereits gestern auf den Weg gemacht hat. Zusammen mit Bootsmeister Markus Schmitz fährt er den Bootstransport von Dortmund ins knapp 1.600 Kilometer entfernte italienische Küstenstädtchen Sabaudia. Und er hat sich einiges vorgenommen: „Im Herbst und im bisherigen Winter haben wir schon ein gutes Trainingspensum geschafft. Jetzt gilt es, auch diesen Lehrgang zu nutzen: In Sabaudia werden wir wie in Sevilla den Umfang um 20 bis 30 Prozent steigern.“

Diese Ruderinnen sind im Trainingslager in Sabaudia mit den Bord: Ronja Schütte, Julia Lepke, Kathrin Marchand, Constanze Siering, Katrin Reinert, Kerstin Hartmann, Anne Becker, Michaela Schmidt, Miriam Davids, Sara Davids, Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffken, Sophie Paul, Ulrike Törpsch, Johanna te Neues, Clara Redetzki und Steuerfrau Laura Schwensen. Das Training leiten Thomas Affeldt und Werner Nowak. Unterstützend dabei sind Gerold Heyden für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung sowie die Physiotherapeutin Gudrun Krampe. In den ersten Tagen werden die Trainingseinheiten auch von DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock begleitet.

Mit dabei sind für die ersten neun Tage auch die drei Skullerinnen Carina Bär, Lisa Schmidla und Marlene Sinnig vom Dortmunder Stützpunkt. Sie fliegen dann früher zurück, weil sie am 7. März mit insgesamt neun Skulerinnen nach Australien fliegen, um dort ein Trainingslager mit abschließender Teilnahme am ersten Weltcup der Saison zu bestreiten. Zudem treffen die Ruderinnen in Sabaudia in der ersten Woche auch noch auf die Leichtgewichts-Ruderer des DRV, die parallel ihr Frühjahrs-Trainingslager aufgeschlagen haben. Der Lago di Sabaudia wird also wieder einmal fest in deutscher Hand sein.

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau“

Lepke/Schütte siegen bei Dortmunder Langstrecke

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau erreicht.“ Thomas Affeldt, Trainer des Teams Frauenachter blickt nach der Langstrecke in Dortmund zuversichtlich auf die Saison 2014. Er führte zum großen Teil neue Zweier-Paarungen zusammen, die sich nach etwa fünf-wöchiger Vorbereitung über die sechs-Kilometer-Strecke einen spannenden Wettkampf boten. „Die ersten fünf Zweier kamen innerhalb von 20 Sekunden ins Ziel. Das ist ordentlich“, so der Trainer.

Schnellste waren Julia Lepke und Ronja Schütte. Die Beiden, die bei der WM in Chungju zusammen im Vierer saßen, benötigten 23:45 Minuten für die Strecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Gefolgt von der Kombination Katrin Reinert/Kerstin Hartmann. Kerstin Hartmann fand wieder mit ihrer alten Partnerin aus Juniorenzeiten, Katrin Reinert, zusammen, nachdem Marlene Sinnig sich dazu entschieden hatte, sich im Skullbereich zu versuchen und mit Langstrecken-Platz sieben auch auf Anhieb den Anschluss schaffte. Reinert, die nach zweijähriger Pause wieder voll im Training steht, und Hartmann waren 2006 zusammen schon Junioren-Weltmeister und U23-Vize-Weltmeister im Zweier.

Dritte bei der Dortmunder Langstrecke wurden die Hallenserinnen Anne Becker und Michaela Schmidt, die genauso als eingefahrene Kombination an den Start gegangen waren wie die Zwillinge Miriam und Sara Davids. Die U23-Vize-Weltmeisterinnen dieses Jahres waren zeitgleich mit Constanze Siering/Kathrin Marchand, die schon 2012 zusammen fuhren, Vierte. Siering ist nach einjähriger Pause zurück im Team, während die Jura-Studentin Lisa Kemmerer wegen der intensiven Vorbereitung auf das Staatsexamen eine Pause einlegt.

Insgesamt zog Thomas Affeldt eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir sind bei unserem Neuaufbau im Team Frauenachter wieder ein paar Schritte vorangekommen. Auch die Tatsache, dass insgesamt 19 Zweier gerade auch mit vielen jungen Sportlerinnen am Start waren, zeigt, dass wir eine verbesserte Nachwuchssituation haben.“ Jetzt gilt es in den Wintermonaten weiter an der Entwicklung der neuen Mannschaft zu arbeiten. Dazu sind zwei Trainingslager geplant: Vom 30. Dezember bis zum 12. Januar geht es ins spanische Sevilla und vom 20. Februar bis zum 7. März steht das zweite Trainingslager in Sabaudia/Italien an.

Zweier ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Ronja Schütte/Julia Lepke 23:45 Minuten, 2. Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 23:53, 3. 3. Anne Becker/Michaela Schmidt 23:55, 4. Miriam Davids/Sara Davids und Constanze Siering/Kathrin Marchand 24:05.

Vierer ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Kathrin Marchand/Constanze Siering/Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 21:43 Minuten, 2. Ronja Schütte/Julia Lepke/Anne Becker/Michaela Schmidt 21:52, 3. Miriam Davids/Sara Davids/Alex Höffgen/Sophie Paul 22:06.