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Eine normale Woche als Steuerfrau

Da diese Woche nun wirklich nichts Spannendes passiert ist, gibt mir das die Möglichkeit, euch mal etwas konkreter zu erzählen, wie meine Woche als Steuerfrau so aussieht.

Montag: Ergo fahren und Lernen haben den Tag voll und ganz ausgefüllt.

Dienstag: Manchmal müssen die Ausleger vom Boot an- oder abgebaut, Dollen ausgetauscht oder einfach ein bisschen Bootspflege betrieben werden. Darum kümmere ich mich, wenn die Mädels Zweier fahren oder Krafttraining machen. Heute auch mit der Hilfe von unserem Trainer Trampas.

Mittwoch: Nach einer Runde Ergo fahren sind wir nach dem Frühstück auch im Achter raus.

Ergo fahren mit Alex und Ronja
Ergo fahren mit Alex und Ronja

Donnerstag: Fahrrad fahren und Lernen für die Uni.

Freitag: Um die Gewichte der Mädels zu überprüfen, gehen alle einmal auf die Waage und dann notiere ich die Gewichte. Nach einer Zweier Einheit dürfen wir bei Sylvia, unsere Aerobic-Lehrerin, noch ein paar fiese aber effektive Bein- und Bauchübungen lernen. Mein Lieblingssport neben dem Rudern, das liegt aber natürlich nur an Sylvi

Bei der Gymnastik
Bei der Gymnastik

Samstag: Da wir genügend Mädels sind, fahren wir mit zwei Achter unsere Belastungen auf dem Wasser. Beim Ablegen ist es noch trocken aber nach zwei Kilometern fängt es an zu schneien. Desto stärker und dichter es schneit, desto schwieriger wird es für mich, die Strecke zu erkennen. Zum Glück kennen wir den Kanal ja ganz gut!!!

Sonntag: Nach zwei Wochen ziemlich harten Trainingsblog gibt es einen Tag mit individuellen Trainingszeiten! Sehr erholsam!

(Es sind natürlich nicht alle Trainingseinheiten notiert! )

Also, bleibt fleißig! Wir sind es…

Saisonauftakt in Leipzig

Am Wochenende startete endlich die neue Saison mit dem ungeliebten Ergotest über 2000m und die Langstrecke in den teilweise neuen Zweierkombinationen über 6000m.

Leipzig
Leipzig

Nach der letzten harten Trainingswoche und der 4km Vorbelastung am Sonntag, begann die Woche deutlich entspannter als sonst. Das Trainingspensum wurde stark reduziert und es stand nur noch eine Einheit pro Tag auf dem Programm. Ich konnte am Dienstag meine letzte Klausur für dieses Semester schreiben und mich auf was Wochenende konzentrieren.

Nur einige wenige Wasserkilometer sammelten wir noch, um mit einem guten Gefühl im Kleinboot anzureisen. Mittwochs stand dann noch die 1000m Ergometervorbelastung mit Laktat an, die ein guter Anhaltspunkt für den Test am Samstag sein sollte. Für mich lief es ganz gut und der Laktatwert war nicht sehr hoch. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, ob man die Zeit auch auf der doppelten Distanz halten kann. Die restliche Zeit der Woche, in der ausnahmsweise kein Training sondern ausdrücklich Erholung auf dem Programm stand, war entspannt und angespannt zugleich, da das Wochenende immer näher rückte.

Freitags reisten wir nachmittags in Leipzig an, bauten die Boote auf und fuhren ins Hotel, um uns noch ein wenig auszuruhen, da die Nacht nur kurz werden würde. Da der Ergometertest am Samstag schon um acht Uhr auf dem Plan stand, mussten wir sehr früh raus. Die Anspannung kurz vor dem Start war allen anzumerken und ich wollte es nur noch schnell hinter mich bringen. Keine sieben quälenden Minuten nach dem ersten Start war es für mich vorbei und ich konnte mich völlig fertig, aber glücklich über eine neue, deutliche Bestzeit freuen. Mit zahlreichen neuen Bestwerten in der Tasche und insgesamt einem sehr starken und zufriedenen Frauenteam verließen wir die Halle, noch bevor viele andere überhaupt gestartet waren und freuten uns über ein ausgiebiges und leckeres zweites Frühstück. Bevor es dann zur letzten Einheit im Zweier vor der Langstrecke ging, hatten wir einige ruhige Stunden auf unseren Zimmern im Hotel und der ein oder andere konnte etwas Schlaf nachholen.

Nach dieser kurzen Erholungsphase fanden wir uns am Sonntag früh am Start ein, um mit den Frauenzweiern die Langstrecke zu eröffnen. Die Bedingungen waren gut, das Rennen hart, da der Ergotest noch in den Knochen steckte. Mein Rennen verlief durchwachsen und endete nicht mit der gewünschten Platzierung. Kathrin & Kerstin konnten vor Ronja & Julia und Anne & Michaela gewinnen. Schnell wurden nach dem Rennen die Boote abgebaut und nach der Siegerehrung ging es  wieder nach Hause.

Der anstrengende Saisonstart war vorbei und die erste Standortbestimmung für diese Saison war absolviert. In drei Wochen folgt die Kleinbootmeisterschaft als weitere wichtige Regatta.

Sabaudia, wir kommen

Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt
Der Lago di Sabaudia: Nach dem Team Deutschland-Achter wird das Team Frauenachter dort für zwei Wochen sein Trainingslager aufschlagen. Foto: Stefan Weigelt

Das bereits zweite Trainingslager des Frauenachters in 2014

„Die Saison steht vor der Tür.“ Bundestrainer Thomas Affeldt wirkte kurz vor der Abreise voller Tatendrang, ebenso wie die Ruderinnen aus dem Team Frauenachter. 16 Athletinnen plus Steuerfrau Laura Schwensen heben am heutigen Donnerstag ab Richtung Italien, um für die nächsten Wochen ihr Trainingslager in Sabaudia aufzuschlagen. Nach dem Trainingscamp zum Jahreswechsel in Sevilla ist es bereits zweite intensive Zusammenkunft der Ruderinnen im Hinblick auf die mit Spannung erwartet Saison.

„Wir werden in Sabaudia hauptsächlich im Achter und in den Zweiern trainieren“, sagte Affeldt, der sich bereits gestern auf den Weg gemacht hat. Zusammen mit Bootsmeister Markus Schmitz fährt er den Bootstransport von Dortmund ins knapp 1.600 Kilometer entfernte italienische Küstenstädtchen Sabaudia. Und er hat sich einiges vorgenommen: „Im Herbst und im bisherigen Winter haben wir schon ein gutes Trainingspensum geschafft. Jetzt gilt es, auch diesen Lehrgang zu nutzen: In Sabaudia werden wir wie in Sevilla den Umfang um 20 bis 30 Prozent steigern.“

Diese Ruderinnen sind im Trainingslager in Sabaudia mit den Bord: Ronja Schütte, Julia Lepke, Kathrin Marchand, Constanze Siering, Katrin Reinert, Kerstin Hartmann, Anne Becker, Michaela Schmidt, Miriam Davids, Sara Davids, Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffken, Sophie Paul, Ulrike Törpsch, Johanna te Neues, Clara Redetzki und Steuerfrau Laura Schwensen. Das Training leiten Thomas Affeldt und Werner Nowak. Unterstützend dabei sind Gerold Heyden für die Leistungsdiagnostik und Trainingssteuerung sowie die Physiotherapeutin Gudrun Krampe. In den ersten Tagen werden die Trainingseinheiten auch von DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock begleitet.

Mit dabei sind für die ersten neun Tage auch die drei Skullerinnen Carina Bär, Lisa Schmidla und Marlene Sinnig vom Dortmunder Stützpunkt. Sie fliegen dann früher zurück, weil sie am 7. März mit insgesamt neun Skulerinnen nach Australien fliegen, um dort ein Trainingslager mit abschließender Teilnahme am ersten Weltcup der Saison zu bestreiten. Zudem treffen die Ruderinnen in Sabaudia in der ersten Woche auch noch auf die Leichtgewichts-Ruderer des DRV, die parallel ihr Frühjahrs-Trainingslager aufgeschlagen haben. Der Lago di Sabaudia wird also wieder einmal fest in deutscher Hand sein.

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau“

Lepke/Schütte siegen bei Dortmunder Langstrecke

„Wir haben ein ordentliches Kleinboot-Niveau erreicht.“ Thomas Affeldt, Trainer des Teams Frauenachter blickt nach der Langstrecke in Dortmund zuversichtlich auf die Saison 2014. Er führte zum großen Teil neue Zweier-Paarungen zusammen, die sich nach etwa fünf-wöchiger Vorbereitung über die sechs-Kilometer-Strecke einen spannenden Wettkampf boten. „Die ersten fünf Zweier kamen innerhalb von 20 Sekunden ins Ziel. Das ist ordentlich“, so der Trainer.

Schnellste waren Julia Lepke und Ronja Schütte. Die Beiden, die bei der WM in Chungju zusammen im Vierer saßen, benötigten 23:45 Minuten für die Strecke auf dem Dortmund-Ems-Kanal. Gefolgt von der Kombination Katrin Reinert/Kerstin Hartmann. Kerstin Hartmann fand wieder mit ihrer alten Partnerin aus Juniorenzeiten, Katrin Reinert, zusammen, nachdem Marlene Sinnig sich dazu entschieden hatte, sich im Skullbereich zu versuchen und mit Langstrecken-Platz sieben auch auf Anhieb den Anschluss schaffte. Reinert, die nach zweijähriger Pause wieder voll im Training steht, und Hartmann waren 2006 zusammen schon Junioren-Weltmeister und U23-Vize-Weltmeister im Zweier.

Dritte bei der Dortmunder Langstrecke wurden die Hallenserinnen Anne Becker und Michaela Schmidt, die genauso als eingefahrene Kombination an den Start gegangen waren wie die Zwillinge Miriam und Sara Davids. Die U23-Vize-Weltmeisterinnen dieses Jahres waren zeitgleich mit Constanze Siering/Kathrin Marchand, die schon 2012 zusammen fuhren, Vierte. Siering ist nach einjähriger Pause zurück im Team, während die Jura-Studentin Lisa Kemmerer wegen der intensiven Vorbereitung auf das Staatsexamen eine Pause einlegt.

Insgesamt zog Thomas Affeldt eine zufriedene Zwischenbilanz: „Wir sind bei unserem Neuaufbau im Team Frauenachter wieder ein paar Schritte vorangekommen. Auch die Tatsache, dass insgesamt 19 Zweier gerade auch mit vielen jungen Sportlerinnen am Start waren, zeigt, dass wir eine verbesserte Nachwuchssituation haben.“ Jetzt gilt es in den Wintermonaten weiter an der Entwicklung der neuen Mannschaft zu arbeiten. Dazu sind zwei Trainingslager geplant: Vom 30. Dezember bis zum 12. Januar geht es ins spanische Sevilla und vom 20. Februar bis zum 7. März steht das zweite Trainingslager in Sabaudia/Italien an.

Zweier ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Ronja Schütte/Julia Lepke 23:45 Minuten, 2. Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 23:53, 3. 3. Anne Becker/Michaela Schmidt 23:55, 4. Miriam Davids/Sara Davids und Constanze Siering/Kathrin Marchand 24:05.

Vierer ohne Steuerfrau, 6 Kilometer: 1. Kathrin Marchand/Constanze Siering/Katrin Reinert/Kerstin Hartmann 21:43 Minuten, 2. Ronja Schütte/Julia Lepke/Anne Becker/Michaela Schmidt 21:52, 3. Miriam Davids/Sara Davids/Alex Höffgen/Sophie Paul 22:06.