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Kleinboot-DM in Köln zum Abschluss der Frühjahrsselektion

Die nationale Ausscheidung biegt auf die Zielgerade. Am Wochenende wird bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln der erste Titel des Jahres im Frauen-Zweier verliehen. Neben der Platzierung schaut Bundestrainer Thomas Affeldt mit großem Interesse insbesondere auch auf die Zeiten im Vergleich zu den anderen Bootsklassen. „Ich erhoffe mir, dass unsere stärksten Zweier wie zuletzt schon bei der Langstrecke und beim Ergometertest in Leipzig auch über die 2.000 Meter auf dem Wasser im Verhältnis zu den anderen, international erfolgreichen Disziplinen der vergangenen Jahre gut liegen.“

Schließlich trifft sich am Fühlinger See in Köln zum Abschluss der Frühjahrsausscheidung die gesamte deutsche Ruderelite: Riemen-Ruderer(innen), Skuller(innen), Leichtgewichte in verschiedenen Altersklassen. Wie es Tradition ist, fangen die Riemenruderinnen mit dem Frauen-Zweier an. Zum Favoritenkreis zählen hier Kathrin Marchand/Kerstin Hartmann, die Sieger der Leipzig-Langstrecke, Ronja Schütte/Julia Lepke und Anne Becker/Michaela Schmidt. Den Angriff auf die vorderen Plätze kann auch von den U23-Zweiern Miriam Davids/Sara Davids und Elisaveta Sokolkova/Marisa Staelberg erwartet werden.

Auch die Olympia-erfahrenen Katrin Reinert (mit Charlotte Reinhardt) und Constanze Siering (mit Alexandra Höffgen) wollen es mit ihren jüngeren Partnerinnen ebenso wissen wie Sophie Paul/Ulrike Törpsch. Insgesamt haben 19 Zweier für Köln gemeldet, darunter mit Frauke Hacker/Johanna te Neues auch eine ganz neue, frische Kombination. Beide fuhren vor drei Wochen bei der Langstrecke in Leipzig noch im Einer. Sie alle wollen sich empfehlen für einen der begehrten Plätze im Frauenachter und Zweier ohne, die bei der EM in Belgrad (30. Mai bis 1. Juni) an den Start geschickt werden.

Einen ersten Eindruck über die Verfassung der Ruderinnen wird es am Freitag ab 15.30 Uhr in den Vorläufen geben. Am Samstag folgen die Hoffnungsläufe (ab 11 Uhr) und die Halbfinal-Rennen (ab 16.30 Uhr), ehe es am Sonntag ab 10.35 Uhr zu den mit Spannung erwarteten Finalrennen kommen wird.

Die Zweier-Besetzungen des Frauen-Riemen-Kaders für die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln:

  • Kathrin Marchand / Kerstin Hartmann (RTHC Bayer Leverkusen / Ulmer RC „Donau“)
  • Ronja Schütte / Julia Lepke (Essen Werdener RC / Rostocker RC)
  • Anne Becker / Michaela Schmidt (HRV Böllberg Nelson)
  • Miriam Davids / Sara Davids (Crefelder RC)
  • Elisaveta Sokolkova / Marisa Staelberg (Lauinger RSC Donau / Crefelder RC)
  • Constanze Siering / Alexandra Höffgen (RV „Emscher“ Wanne-Eickel-Herten / Neusser RV)
  • Charlotte Reinhardt / Katrin Reinert (RV Dorsten / Heilbronner RG „Schwaben“)
  • Sophie Paul / Ulrike Törpsch (SV Energie Berlin / Pirnaer RV)
  • Johanna te Neues / Frauke Hacker (Crefelder RC / ORC Rostock)

Die Spannung steigt, es geht auf die Renndistanz!

Nach dem Saisonauftakt in Leipzig steigt die Vorfreude auf die erste Regatta über 2000m in diesem Jahr am kommenden Wochenende in Köln, die gleichzeitig auch die Deutsche Kleinbootmeisterschaft ist.

Letzte Woche wurde noch einmal ordentlich trainiert und am vergangenen Wochenende ging es nach Köln zum Training, um die Strecke für nächste Woche zu testen. Es wurden einige Strecken gefahren, um für dieses Wochenende optimal vorbereitet zu sein. Sara und ich haben in den letzten Wochen gut trainiert und uns sehr gefreut, dass der Osterhase uns am vergangenen Wochenende nicht vergessen hatte, sondern uns auch in Köln besucht hat.

In der Uni kommt das Semester so langsam ins Laufen und erste Referate meinerseits müssen bald gehalten werden, aber bis es soweit ist wird sich jetzt erst mal auf das kommende Wochenende konzentriert. Die Spannung steigt langsam, denn es geht endlich auf die Renndistanz.

Deshalb ist diese Woche auch Erholung angesagt, d.h. es geht in die Regenerationsphase mit einer Einheit am Tag.

Also wer hier meinen Eintrag liest kann am Wochenende gerne nach Köln zum Fühlinger See kommen und spannende Rennen sehen! Wir würden uns alle über eine volle Tribüne freuen.

Liebe Grüße,

Miriam

6000-Meter bis zum Ziel: Leipziger Langstrecke mit Erfolgen abgeschlossen

Am 06. April 2014 startete das Team Frauenachter in verschiedenen, teilweise neuen Zweierkombinationen bei der Leipziger Langstrecke. Bei allgemein guten Bedingungen und einem am Vortag erfolgreichen Ergometertest begaben sich die Ruderinnen am Sonntagmorgen aufs Wasser. Insgesamt 9 Zweierpaare aus dem Team-Frauenachter kämpften sich über die 6000 Meter Distanz bis ins Ziel.

Durchsetzen konnten sich nach einem anfänglichen Kopf-an-Kopf-gegen Ronja Schütte und Julia Lepke das Duo Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand. Diese Zweierpaarung war für die Siegerinnen noch neu, erst zwei Wochen trainierten sie vorher zusammen.

,,Für mich war es sehr spannend, die Langstrecke mit Kathrin zu fahren. Nachdem ich über fünf Jahre mit meiner ehemaligen Partnerin Marlene Sinnig bei der Langstrecke angetreten bin und man perfekt aufeinander eingestellt war, war dies eine völlig neue Situation“, berichtete Kerstin Hartmann. „Es hat aber ziemlich gut funktioniert und vor allem auf dem letzten Kilometer konnten wir noch einmal gut hochziehen. Das hat Spaß gemacht!“, freut sich die Siegerin.

Auch Ronja Schütte ist mit dem zweiten Platz sehr zufrieden. Gemeinsam mit Partnerin Julia Lepke ist sie ein gutes Rennen gefahren. „Ich denke wir können mit diesem Wochenende zufrieden sein. Es sind am Samstag auf dem Ergo viele Bestwerte gefahren worden. Das freut mich sehr. Ich selber habe mich zwar im Vergleich zum Eingangstest vor Weihnachten etwas verbessern können, bin aber noch nicht da, wo ich schon mal war und wieder hin will“, berichtet Ronja Schütte, auch im Hinblick auf die Kleinbootmeisterschaften in Köln. „Die Langstrecke lief dafür ziemlich gut. Zwar sind Kathrin und Kerstin auf der zweiten Streckenhälfte etwas davongezogen, doch bin ich damit zufrieden, wie das Boot lief. Wir haben unseren ökonomischen Ruderschlag gefunden“, so Ronja Schütte zum Rennen.

In drei Wochen steht der nächste Wettkampf an, hier müssen alle Sportlerinnen sich im Zweier bei der Deutschen Kleinbootmeisterschaft in Köln beweisen.

Saisonauftakt in Leipzig

Am Wochenende startete endlich die neue Saison mit dem ungeliebten Ergotest über 2000m und die Langstrecke in den teilweise neuen Zweierkombinationen über 6000m.

Leipzig
Leipzig

Nach der letzten harten Trainingswoche und der 4km Vorbelastung am Sonntag, begann die Woche deutlich entspannter als sonst. Das Trainingspensum wurde stark reduziert und es stand nur noch eine Einheit pro Tag auf dem Programm. Ich konnte am Dienstag meine letzte Klausur für dieses Semester schreiben und mich auf was Wochenende konzentrieren.

Nur einige wenige Wasserkilometer sammelten wir noch, um mit einem guten Gefühl im Kleinboot anzureisen. Mittwochs stand dann noch die 1000m Ergometervorbelastung mit Laktat an, die ein guter Anhaltspunkt für den Test am Samstag sein sollte. Für mich lief es ganz gut und der Laktatwert war nicht sehr hoch. Dennoch bleibt eine gewisse Unsicherheit, ob man die Zeit auch auf der doppelten Distanz halten kann. Die restliche Zeit der Woche, in der ausnahmsweise kein Training sondern ausdrücklich Erholung auf dem Programm stand, war entspannt und angespannt zugleich, da das Wochenende immer näher rückte.

Freitags reisten wir nachmittags in Leipzig an, bauten die Boote auf und fuhren ins Hotel, um uns noch ein wenig auszuruhen, da die Nacht nur kurz werden würde. Da der Ergometertest am Samstag schon um acht Uhr auf dem Plan stand, mussten wir sehr früh raus. Die Anspannung kurz vor dem Start war allen anzumerken und ich wollte es nur noch schnell hinter mich bringen. Keine sieben quälenden Minuten nach dem ersten Start war es für mich vorbei und ich konnte mich völlig fertig, aber glücklich über eine neue, deutliche Bestzeit freuen. Mit zahlreichen neuen Bestwerten in der Tasche und insgesamt einem sehr starken und zufriedenen Frauenteam verließen wir die Halle, noch bevor viele andere überhaupt gestartet waren und freuten uns über ein ausgiebiges und leckeres zweites Frühstück. Bevor es dann zur letzten Einheit im Zweier vor der Langstrecke ging, hatten wir einige ruhige Stunden auf unseren Zimmern im Hotel und der ein oder andere konnte etwas Schlaf nachholen.

Nach dieser kurzen Erholungsphase fanden wir uns am Sonntag früh am Start ein, um mit den Frauenzweiern die Langstrecke zu eröffnen. Die Bedingungen waren gut, das Rennen hart, da der Ergotest noch in den Knochen steckte. Mein Rennen verlief durchwachsen und endete nicht mit der gewünschten Platzierung. Kathrin & Kerstin konnten vor Ronja & Julia und Anne & Michaela gewinnen. Schnell wurden nach dem Rennen die Boote abgebaut und nach der Siegerehrung ging es  wieder nach Hause.

Der anstrengende Saisonstart war vorbei und die erste Standortbestimmung für diese Saison war absolviert. In drei Wochen folgt die Kleinbootmeisterschaft als weitere wichtige Regatta.