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Frauenachter-Vorlauf auf Mittwoch verschoben

Konzentriert trugen die Ruderinnen aus dem Frauenachter ihre Riemen zum Ablegesteg. Wenige Minuten später kamen sie genauso bepackt wieder zurück. Die Rennen auf der Bosbaan in Amsterdam wurden gut eine halbe Stunde vor dem Vorlauf abgesagt. Der WM-Start des Frauenachter wurde um einen Tag verschoben. Der seitliche Gegenwind war der Fairness-Kommission der FISA zu stark geworden, so dass sie keinen fairen Ablauf der Rennen mehr gewährleistet sah. Das Rennen wurde neu angesetzt und findet jetzt am morgigen Mittwoch um 13:46 Uhr statt.

Törpsch/Paul verpassen das Halbfinale

Sophie Paul und Ulrike Törpsch im Zweier
Sophie Paul und Ulrike Törpsch im Zweier

Gerudert wurde heute aber schon vorher. Platz vier im Hoffnungslauf für den Zweier ohne Steuerfrau reichte aber nicht zum erhofften Weiterkommen: Sophie Paul und Ulrike Törpsch verpassten knapp den Einzug ins Halbfinale. Im rein mit europäischen Booten besetzten Hoffnungslauf kamen sie hinter den Zweiern aus Russland, Serbien und der Ukraine ins Ziel. Letztlich fehlten drei Sekunden auf die drittplatzierten Ukrainerinnen. „Der Start war okay, aber bei 1.000 Metern war der Knackpunkt. Da waren die Ukrainerinnen stärker. Die Lücke wurde zu groß, diese konnten wir hinten raus nicht mehr schließen“, sagte Ulrike Törpsch.

Damit bleibt Paul/Törpsch nur der C-Endlauf, in dem am Donnerstag erneut auf Italien und Frankreich treffen und um die Plätze 13 bis 15 fahren. „Da werden wir vorne fahren“, meinte Törpsch, die 2011 auf der Amsterdamer Bosbaan U23-Weltmeisterin im Doppelvierer geworden war. Generell ist sie froh, mit ihrer Partnerin für die nächste Saison WM-Erfahrung sammeln zu können: „Es macht hier mega Spaß zu rudern, auch wenn die Bedingungen schwierig sind.“

Vierer im Vorlauf auf Platz fünf

Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering im Vierer
Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering im Vierer

Zuvor war der Vierer ohne Steuerfrau nicht über den fünften Platz im Vorlauf hinausgekommen. Im Fünf-Boote-Feld lief für Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering schon bei den ersten Schlägen nichts zusammen. „Das war kein richtiges Rennen. Wir haben uns bemüht, aber uns fehlte das aggressive, bissige Schieben. Es fehlte einfach der letzte Biss“, sagte Siering, deren Crew zu keinem Zeitpunkt ins Rennen fand und weit abgeschlagen hinter den USA, China, den Niederlanden und der Ukraine ins Ziel kam.

Jetzt muss das Quartett schnell den Schalter umlegen und die Köpfe frei bekommen. Denn schon am Mittwoch um 16.48 Uhr haben die vier Ruderinnen die zweite und letzten Chance, das Finale zu erreichen. Im Hoffnungslauf treffen sie auf die Niederlande, Kanada, Italien, die Ukraine und Irland. Nur die Plätze eins und zwei qualifizieren sich noch für den Endlauf am Freitag. „Wir wollen alles geben, aber es wird verdammt schwer“, sagte Siering.

Paul/Törpsch zum WM-Start Vorlauf-Vierte

Sophie Paul und Ulrike Törpsch sind als erste Ruderinnen aus dem Team Frauenachter in die Ruder-Weltmeisterschaften gestartet. Im Zweier-Vorlauf belegten sie bei starkem Schiebewind Platz vier hinter den Zweiern aus Südafrika, Neuseeland und Australien. „Sie sind gut in den Wettkampf reingekommen, haben konzentriert gearbeitet und das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Das war nicht einfach bei starkem Wind und Welle“, sagte Coach Werner Nowak zufrieden. Den italienischen Zweier hatten sie auf der Strecke bis ins Ziel stets hinter sich gelassen.

Bei 15 gemeldeten Zweiern gilt es nun im Hoffnungslauf, den Sprung unter die besten zwölf zu schaffen. Nowak ist zuversichtlich, dass Paul/Törpsch es schaffen, das Halbfinale zu erreichen. „Sie haben bei den schwierigen Bedingungen Selbstvertrauen geschöpft für die kommenden Aufgaben. Ich bin guter Dinge“, so Nowak, der eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Trainingslager in Ratzeburg und dem dortigen Relationsrennen feststellte. Schließlich ist die WM der erste internationale Wettkampf des Duos, das auch als Ersatz für die beiden Mannschaftsboote, den Achter und den Vierer, bereitsteht.

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Der Vierer beim morgentlichen Training

Am morgigen Montag treten Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering zum Vorlauf im Vierer ohne Steuerfrau an. Gegner sind hier die Vierer aus den USA, den Niederlanden, China und der Ukraine. Die Plätze eins und zwei erreichen direkt das Finale.

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Der Frauenachter bereitet sich auf den WM-Auftakt vor.

Für Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann, Ronja Schütte, Charlotte Reinhardt, Julia Lepke, Michaela Schmidt, Anne Becker, Katrin Reinert und Laura Schwensen steht der WM-Auftakt mit dem Frauenachter erst am Dienstag auf dem Programm. Der Frauenachter trifft um 17.14 Uhr auf die USA, Weißrussland, China, Großbritannien und die Niederlande.

Die WM kann kommen: Bootsbesetzungen stehen fest

Die Bootsbesetzungen für die Weltmeisterschaften in Amsterdam stehen fest. Zu Beginn des Trainingslagers in Ratzeburg haben dies die Trainer Thomas Affeldt und Werner Nowak in enger Abstimmung mit Cheftrainer Marcus Schwarzrock festgelegt.

Dass der Frauenachter in der Besetzung vom Weltcup in Luzern auch in Amsterdam an den Start gehen wird, war nach dem guten Abschneiden auf dem Rotsee (Platz vier) klar. Katrhin Marchand, Kerstin Hartmann, Ronja Schütte, Charlotte Reinhardt, Julia Lepke, Michaela Schmidt, Anne Becker, Katrin Reinert und Laura Schwensen sind zu Wochenbeginn nun auch offiziell vom Deutschen Ruderverband für den Frauenachter nominiert worden. Elf Achter haben für die WM gemeldet, so dass man sich schon jetzt auf einen spannenden Kampf um die sechs Finalplätze freuen darf.

Der Vierer ohne Steuerfrau tritt in der Besetzung Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering an. Im Gegensatz zu Luzern rücken Sara Davids und Alexandra Höffgen nach ihrem erfolgreichen Abschneiden bei der U23-WM (Bronze mit dem Achter) in den Vierer. Hier sind zehn Boote gemeldet, darunter auch die Top-Nationen USA und Kanada.

Für den Zweier ohne Steuerfrau und als Ersatz für die beiden Mannschaftsboote stehen Sophie Paul und Ulrike Törpsch bereit. Die endgültige Entscheidung über die Nominierung für einen Start im Zweier erfolgt aber erst nach den Relationsrennen am Samstag, weil die Beiden zusammen im Zweier noch keinen internationalen Start in dieser Saison hatten.

WM-Vorbereitung läuft gut – ab morgen in Ratzeburg

Der erste Teil der Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften in Amsterdam (24.-31. August) ist geschafft. 14 Ruderinnen plus Steuerfrau aus dem Team Frauenachter haben 16 Tage lang am Ruderleistungszentrum Dortmund „das volle Pensum gut durchgezogen“, wie Bundestrainer Thomas Affeldt seinen „Mädels“ zum Ende der sogenannten „UWV“ (unmittelbare Wettkampfvorbereitung) bescheinigte. „Wir sind sehr gut durchgekommen und hatten keine Krankheitsprobleme.“ So hatten die Trainer Affeldt und Werner Nowak am vergangenen Freitag auch mal für eine verdiente Abwechslung gesorgt: Die Rennradeinheit führte am Dortmunder Phoenixsee vorbei, wo die Sportlerinnen eine ausgedehnte Pause an einer Eisdiele einlegen durften.

Blick in den Kraftraum: Der Frauenachter bereitet sich auf die WM in Amsterdam vor
Blick in den Kraftraum: Der Frauenachter bereitet sich auf die WM in Amsterdam vor

Dortmund wurde als Ort für das Trainingslager ausgesucht, weil hier einige Ruderinnen noch gute Möglichkeiten hatten, neben den Trainingseinheiten Klausuren zu schreiben. „Das war stressfrei und hat nicht zu Überforderungen geführt“, so Affeldt. Außerdem war über die direkte Anbindung des Olympiastützpunkts Westfalen eine gute Unterstützung in der Leistungsdiagnostik gewährleistet. Zudem wurde das anfängliche Problem der von der Brücke in den Ems-Kanal springenden Schwimmer nach einem Zeitungsartikel in den Ruhr Nachrichten verringert. „Wir hatten das Gefühl, dass der öffentliche Appell geholfen hat und die Schwimmer mehr am Ufer geblieben sind. Ansonsten hatten wir sehr gute Bedingungen auf dem Wasser“, meinte Affeldt.

Mit der Entwicklung des Frauenachters, der unverändert in der Besetzung vom Weltcup in Luzern (4. Platz) weiterfährt, ist der Bundestrainer zufrieden. „Die ersten Fortschritte waren unmittelbar vor und in Luzern zu spüren, jetzt haben wir die rudertechnische Zusammenarbeit noch weiter stabilisiert, so dass wir auch mehrere Trainingseinheiten in Folge gut hinbekommen haben“, sagte der Trainer und ergänzte: „Auch zum Ende, als sie müde wurden, hat sich das Niveau gehalten.“

Kathrin Marchand an der Essensausgabe im Ruderleistungszentrum Dortmund
Kathrin Marchand an der Essensausgabe im Ruderleistungszentrum Dortmund

Zu Beginn waren es zwölf Ruderinnen (plus Steuerfrau Laura Schwensen), in der letzten Woche kamen Sara Davids und Alexandra Höffgen dazu. Die Beiden hatten mit dem U23-Achter WM-Bronze in Varese gewonnen – und zwar mit gerade einmal neun Hundertstel Sekunden vor Australien (Gold ging an die USA, Silber an Großbritannien). „Die Rechnung ist aufgegangen. Gut, dass wir die Beiden mitgeschickt haben“, freute sich Affeldt über den Bronze-Erfolg. Trainiert wurde der U23-Achter, der jetzt schon zum dritten Mal in Folge mit einer WM-Medaille heimkehrte, von Friedrich-Wilhelm Bücker. Die Entwicklung stimmt im Nachwuchsbereich also auch…

Am Dienstag – nach zweitägiger Verschnaufpause – trifft sich das Team Frauenachter wieder in Ratzeburg. Dort findet der zweite Teil der WM-Vorbereitung mit der kompletten Nationalmannschaft statt. Zunächst steht ein Ausdauertest auf dem Ergometer an, übers Wochenende folgen Trainingseinheiten im Messboot. „Danach beginnt mit der Schnelligkeitsarbeit die wettkampfspezifische Vorbereitung auf die WM“, sagte Affeldt.

Luzern von der anderen Seite – Nadine, Nora, Josi und Elke als Regattatouristen

Hallo ihr Lieben,

Hier ein kleiner Nachtrag zu Luzern. Elke, Nadine, Nora und Josi (alles ehemalige Mitglieder des Teams Frauenachter) haben uns dort tatkräftig unterstützt und einen kleinen Bericht dazu für euch verfasst, den wir euch nicht vorenthalten wollen. An dieser Stellen wollen wir uns noch mal bei allen deutschen Fans, die in Luzern am Ufer gestanden und uns angefeuert haben, ganz herzlich bedanken! Wir werden in den nächsten Wochen in Ratzeburg weiter kräftig daran arbeiten euch in Amsterdam ein spannendes und gutes Rennen zeigen zu können. Nun wünsche ich euch aber viel Spaß beim Lesen von Elkes Bericht:

Der Ruderweltcup in Luzern ist traditionell eine sehr beliebte Regatta zum Zuschauen. Auch ich stand seit meinem Austritt aus der aktiven Zeit schon oft dort am Ufer und kämpfte immer mit gemischten Gefühlen: Einerseits vermisst man, Teil der Mannschaft zu sein; inklusive Rundumversorgung und einem klar definierten Ziel vor Augen. Andererseits ist man aber auch wirklich froh, sich den Stress nicht mehr antun zu müssen: schnell hat man verdrängt, wie schmerzhaft ein Rennen sein kann, oder wie anstrengend und nervenzerreibend ein Trainingslager…

Darum also: Ein Hoch auf unser „Leben danach“!

Freitag Nachmittag traf ich (Elke Hipler) wie verabredet Nadine (Schmutzler) und Nora (Wehrhahn) im gemütlichen Backpackers am Vierwaldstätter See in Luzern, und nach einem Wiedersehens-Freuden-Drink schlenderten wir noch in die Stadt um zu schauen ob es den Mr. Pickwick´s Pub an der Reuss noch gibt (natürlich gibt es ihn noch, und es wird diesen ersten Anlaufpunkt in Luzern für „Ruderer und Anhang“ wohl für immer geben!).

Samstag dann schmissen wir unseren ambitionierten Plan, auf den Pilatus zu steigen, angesichts der Wetterlage hin. Stattdessen rollerten wir lässig auf unseren geliehenen Tretrollern (Scooter) zum Rotsee, wo wir mit Josi (Wartenberg) auf eine weitere „Ehemalige“ aus dem Team Frauenachter trafen. Den Nachmittag schauten wir also, wie sich „unsere“ Ruderer/innen so schlagen. Besonderes Augenmerk liegt natürlich immer auf den Mädels aus dem „Team Frauenachter“. Die beiden Vierer und der Achter hatten jeweils nur ein „Bahnverteilungsrennen“.

Am Sonntag dann standen wir wieder pünktlich zu den Finals am Ufer, Nora hatte sogar ihre Deutschland-Fahne dabei. Meistens war es ziemlich spannend! Als der Frauenachter die Strecke herunterdonnerte, waren die deutschen Fans eindeutig die lautesten. Wirklich schade, dass es auf dem letzten Teilstück des Rennens nicht mehr für einen Platz auf dem Podium gereicht hat. Aber ein „SEHR ordentliches Rennen“ (unser Fazit) war das auf jeden Fall!! Mädels, bleibt dran!!

Und wir… werden nächstes Jahr auf jeden Fall mit einer größeren Gruppe Ex-Team-FrauenachterINNEN anreisen!

Elke Hipler

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