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Ausblick: Deutsche Junioren-/Jahrgangsmeisterschaften U17 und U23

Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag (23.-26.06.) finden in Hamburg neben den Deutschen Juniorenmeisterschaften die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der U17 und U23 statt. Ursprünglich sollten die Nachwuchs-Titelkämpfe in Essen auf dem Baldeneysee stattfinden, der jedoch von einer massiven Verkrautung befallen ist, und somit für ihre Austragung nicht mehr in Frage kommt. Die Hansestadt sprang jedoch kurzfristig ein und bietet insgesamt 616 gemeldeten Booten und ihren Athlet/innen unter anderem die Chance sich für den Saisonhöhepunkt, die U19- und U23-Weltmeisterschaften in Rotterdam/Niederlande (21.-28.08.), zu qualifizieren. Die Titelkämpfe beginnen am Donnerstag mit den Vorläufen, gehen am Freitag über die Hoffnungsläufe über die Semi-Finals und erste Endläufe bis zu den großen Finals am Sonntag.  Für den U23- Frauen Riemenbereich geht es wiederum im Zweier Ohne, Vierer Ohne und Achter zur Sache.

Frauen Zweier Ohne

Da für das Rennen des Frauen Zweier Ohne nur 4 Boote gemeldet sind, findet am Freitag um 11:10Uhr ein Bahnverteilungsrennen satt, das Finale wiederum startet am Samstag um 11:03Uhr. Frauke Hacker (Rostock)/ Leah Labudde (Greifswald), die seit Herbst immer wieder gute Leistungen zeigen, werden unter anderem von Anna Brendel (Minden)/Pia Greiten (Osnabrück) herausgefordert und müssen sich erneut beweisen. Der Sieger des Finals wird den DRV in dieser Bootsklasse auf den U23- Weltmeisterschaften in Rotterdam Ende August vertreten.

Frauen Vierer Ohne

Auch im Vierer-Ohne finden nur ein Bahnverteilungsrennen sowie ein Finale statt. Der Start des Bahnverteilungsrennens ist am Freitag um 14:00Uhr, der des Finals am Samstag um 13:52Uhr. Hier müssen sich die Anwärterinnen auf den U23-Achter sowie die auf den Vierer-Ohne unter Beweis stellen und ihrer möglichen Favoritenrolle gerecht werden. Die an den Start gehenden Kombinationen ergeben sich aus den Ranglisten im Kleinboot sowie aus den Ergebnissen der Internationalen Regatta in Ratzeburg. Ob Sophie Oksche (Ingolstadt)/Carolin Dold (Greifswald)/ Laura Prieß (Rostock)/ Elisaveta Sokolkova (Lauingen) den Angriffen von unter anderem Friederike Reißig (Mainz)/Sina Kühne (Dresden)/Alyssa Meyer (Berlin)/Stella Bleich (Potsdam) stand halten können ist mit Spannung zu erwarten.

Frauen Achter

Nach getaner Arbeit im Vierer Ohne kommt es zum Finalen Showdown im Achter. Start ist am Sonntag um 17:05. Allen Riemerinnen wird die Chance gegeben sich im Großboot unter Beweis zu stellen und es bleibt spannend, ob sich der gesetzte Achter dieses Mal im ersten- und einzigen- Rennen durchsetzen kann.

Am Samstag und Sonntag gibt es einen Live-Stream auf dem von 8:45 bis 17:45 unter folgendem Link die Rennen verfolgt werden können:

http://sportdeutschland.tv/rudern/deutsche-juniorenmeisterschaften-hamburg

Die Liveergebnisse lassen sich unter diesem Link finden:

http://www.stoebehh.de/Hamburg/Ergebnisse.htm

Wir freuen uns auf spannende Titelkämpfe!

Internationale Ratzeburger Ruderregatta

Internationale Ratzeburger Ruderregatta / Bildung U23 Nationalmannschaft

Den letzten Schliff vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften holte sich der U23-Nachwuchs dieses Wochenende auf der 57. Internationalen Ratzeburger Ruderregatta, die dort traditionell auf dem Küchensee stattfand. Bei sommerlichen Temperaturen und Sonnenschein griffen die Damen hauptsächlich in Vierern und Achtern in das Renngeschehen ein und brachten in wechselnden Kombinationen den Küchensee zum kochen. Einen guten Start erwischte am Samstag der Vierer in der Besetzung Baloghy/Cosack/Stöhner und Spanke, die sich gegen die internationale Konkurrenz aus Frankreich und Polen mit einem Start-Ziel-Sieg durchsetzen konnte. Im Zweier Ohne siegte die Kombination Labudde/Hacker, die sich bereits im Herbst auf der Langstrecke in Dortmund in den A-Bereich hinein gerudert hatten, souverän sowohl im Vorlauf als auch im darauffolgenden Finale. Den zweiten Rang erruderte sich die Kombination Wesselmann/Beckendorff, die im Vorlauf noch hinter den drittplatzierten des Tages Schanze/Bliemel landete. Im Achter sorgte unter anderem ein verbogenes Schwert für eine knappe Niederlage des favorisierten Achters. Die Besetzung Dold/Prieß/Sokolkova/Oksche/Meyer/Kühne/Reißig/Bleich/St. Hillemann musste sich mit 2sec dem zweiten Auswahlachter geschlagen geben; schwor sich jedoch für das Rennen am nächsten Tag mehr Mut und Kampfgeist, sowie ein intaktes Schwert. Am Sonntag war das Vierer Feld gefüllter und wurde im Ziel von der Kombination Taeuber/Barz/Wesselmann/Beckendorff angeführt. Zwei Sekunden dahinter kamen Lange/Meyer/Kühne/Kirstein über die Ziellinie. Im Zweier Ohne gewannen Labudde/Hacker wie am Tag zuvor sehr deutlich vor Schanze/Bliemel und einer Kombination aus Frankreich. Nach Umbesetzungen beider Mannschaften konnte der favorisierte Achter in der Besetzung Dold/Oksche/Sokolkova/Bleich/Brendel/Greiten/Reißig/Prieß/St. Hillemann seiner Rolle gerecht werden und siegte mit einem Vorsprung von 7sec vor dem zweiten Auswahlboot und weiteren 19sec vor einem polnischen Boot.

In 3 Wochen finden die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg statt, welche ursprünglich in Essen auf dem Baldeneysee ausgetragen werden sollten, jedoch wegen starker Algen und Wasserpflanzen abgesagt werden mussten. Die Regatta dient dem Deutschen Ruderverband als Nominierungswettkampf für die U23-Nationalmannschaft. Es werden spannende Rennen um die begehrten Tickets für die WM Ende August in Rotterdam erwartet. Bis dahin heißt es für alle Athleten: „Gesund bleiben!“.

Hartmann/Marchand lösen Olympia-Ticket

Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand haben das Olympia-Ticket gelöst. Das Duo belegte im B-Finale bei den Weltmeisterschaften einen hervorragenden zweiten Platz und schaffte damit als siebtes Boot der DRV-Flotte die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Rio.

„Beste Performance“

Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand im Ziel.
Erschöpft, aber glücklich: Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand im Ziel.

„Das war ein richtig gutes Rennen. Auf allen Teilstücken haben wir uns zu den Rennen vorher noch verbessert. Sie haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert und im B-Finale die beste Performance hingelegt. Ich bin stolz auf die Beiden, aber wer ist das heute nicht“, sagte Trainer Werner Nowak hocherfreut. Hartmann/Marchand belegten auf der ersten Streckenhälfte den fünften Rang und fuhren dann vorbei an den Booten aus den Niederlanden, Frankreich und Polen vor auf Rang zwei. Nur der Zweier aus Rumänien war schneller.

Marchand kollabierte kurzzeitig im Ziel

Akrobatische Leistung: Kerstin Hartmann musste das Boot allein in den Steg steuern, weil ihre Partnerin kollabiert war
Akrobatische Leistung: Kerstin Hartmann musste das Boot allein in den Steg steuern, weil ihre Partnerin kollabiert war

Der Zweier gab alles. Im Ziel erlitt Kathrin Marchand einen Kreislaufkollaps und wurde mit einem Begleitboot an einen Steg gefahren und medizinisch versorgt. Wenig später ging es ihr aber schon besser, während Kerstin Hartmann anfangs allein und dann mit Unterstützung von Sophie Paul das Boot Richtung Sattelplatz manövrierte.

Nowak: „Besser geht es in der Kürze der Zeit nicht“
Zufrieden war Trainer Nowak über die Entwicklung des Zweiers, der erst Mitte Juli zusammengesetzt wurde. „Besser geht es in der Kürze der Zeit nicht. Ich glaube, das der Zweier mit einer längeren Vorbereitung und mehr Wettkämpfen durchaus im A-Finale hätte mitfahren können. Das ist aber Spekulation. Das Ergebnis mit dem achten Platz geht voll in Ordnung“, so der Trainer.

Der Frauenachter kam im B-Finale nicht über den vierten Platz hinaus. Hier gewann Rumänien vor Australien und China. Gold ging an den favorisierten Achter aus den USA. Die weiteren Medaillen gewannen Neuseeland (Silber) und Kanada (Bronze). Die weiteren Olympiaplätze sicherten sich Großbritannien als Vierter und Russland (5.). Der holländische Achter muss als Sechster im WM-Finale ebenso in die olympische Nachqualifikation wie Rumänien, Australien, China und eben Deutschland.

Der Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul
Der Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul

An der erhofften Medaille vorbei fuhr der Vierer ohne Steuerfrau. Im Finale der nicht-olympischen Bootsklasse belegten Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul den undankbaren vierten Platz. Zwar gelang es ihnen, Irland deutlich hinter sich zu lassen, an den Chinesinnen (Bronze) kamen sie aber trotz aller Bemühungen nicht vorbei. Gold ging an die USA, Silber an Großbritannien.

Frauenachter ernüchtert: Sechster im Hoffnungslauf

Platz sechs im Hoffnungslauf – mehr war für den Frauenachter nicht drin. Damit ist eingetroffen, was zu befürchten war. Das weibliche Großboot verpasste den Einzug in den Endlauf und damit die Chance, das Olympia-Ticket auf direktem Weg zu ergattern. Die Frauen müssen auf die zweite Chance in der Nachqualifikation im kommenden Jahr setzen. Denn nur fünf der sechs Finalisten schaffen es bei der WM in Aiguebelette auf direktem Weg nach Rio 2016.

Im Ziel lag der Frauenachter eine Länge auf Australien und China zurück.
Im Ziel lag der Frauenachter mit einer Bootslänge auf Australien und China zurück.

Das Großboot geriet wie schon im Vorlauf früh in Rückstand. Den Kampf um die begehrten Finalplätze machten schließlich Großbritannien, Russland und Rumänien unter sich aus. Nicht gut ins Rennen kamen neben dem deutschen Frauenachter auch Australien und China. „Auf den ersten 500 Metern handeln wir uns den entscheidenden Rückstand ein“, meinte Trainer Thomas Affeldt. Im Ziel waren es schließlich über neun Sekunden auf das britische Siegerboot sowie eine Länge auf die fünftplatzierten Australierinnen. „Nun gilt es, die Wunden zu lecken. Und im kleinen Finale wollen wir versuchen, China und Australien einen Fight zu liefern“, so Affeldt.

Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul im Bahnverteilungsrennen
Der Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul im Bahnverteilungsrennen.

Heute erst ist der Vierer ohne Steuerfrau in die WM eingestiegen, da in dieser Bootsklasse nur fünf Boote gemeldet haben. Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul belegten im Bahnverteilungsrennen den vierten Platz hinter den USA, Großbritannien und China. Das Boot aus Irland wurde Fünfter. Das war ein erster Vorgeschmack auf das Finale am Freitag. Nach den Ergebnissen vom heutigen ersten Vergleich sind China und Irland zu schlagen, um eine Medaille gewinnen zu können.

Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand treffen im morgigen Zweier-Halbfinale (Start: 10.00 Uhr) auf Frankreich, Kanada, die Niederlande, die USA und Südafrika. Die ersten drei Boote erreichen das Finale.