Archiv der Kategorie: U23

Die Saison kann beginnen

Hallo ihr Lieben,
Der Frühling ist da und die neue Saison steht in den Startlöchern, da kribbelt es uns richtig in den Fingern, Armen und Beinen. Während sich unsere U23 Frauen auf die anstehenden Kleinbootmeisterschaften vorbereiten, geht es für uns nächste Woche nach Varese zum ersten World Cup. Traditionell organisiert der Stützpunkt Dortmund am Wochenende vor den Kleinbootmeisterschaften ein gemeinsames Streckenfahren für Skuller und Riemer aus der Region. Es werden am Samstag 500m, 1000m und am Sonntag 1500 oder 2000m gefahren. Dies dient dazu den Körper auf die hohen Frequenzen und die Belastung einzustellen, sowie zu testen, ob die Abstimmung schon passt und wo vielleicht noch Reserven liegen.

Bevor wir selber an den Start gehen, schauen wir den anderen bei der Arbeit zu
Bevor wir selber an den Start gehen, schauen wir den anderen bei der Arbeit zu

Der Zweier hat sich bei den Strecken der U23 Mädels mit eingeklinkt und Ralf hat für uns einen Vierer mit Steuermann als Gegner organisiert. Da Charly diese Woche krank war, ist Stella eingesprungen. Frauke hat das Wochenende genutzt, um ihr Allroundtalent unter Beweis zu stellen, denn am Donnerstag zur ersten Einheit konnte Stella nicht da sein und so hat Frauke ihre gewohnte Seite (Backbord) verlassen und ist auf Steuerbord ins Trainingswochenende gestartet. Samstag hat sie dann die Riemen gegen Skulls getauscht und ist im Einer die Strecken gefahren.

Zweier
Kerstin und Marschi (1. Boot von oben) mit den U23 Mädels
Frauke
Frauke (im weißen Boot) stellt sich den Skullerinnen

Uns hat das Wochenende viel Spaß gemacht und wir freuen uns jetzt schon auf die kommende Woche, wenn es in Varese (Italien) an den Start geht.  Allen anderen wünschen wir viel Erfolg bei der Kleinbootmeisterschaft kommende Woche.
Ich möchte mich im Namen aller bei den fleißigen Helfern am Start, im Ziel und am Laktatsteg bedanken, sowie ein Dankeschön an unsere Gegner aus dem Vierer mit aussprechen.
Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende, genießt die Sonne 🙂
Liebe Grüße
Ronja

Ergotest und Langstrecke in Leipzig

Am vergangenen Wochenende fand in Leipzig die DRV-Langstrecke inklusive offiziellem Ergotest statt. Auch der U23-Nachwuchs des Frauen-Riemen-Bereichs war am Start und bewies sich auf dem Ergo sowie auf dem Wasser im Zweier ohne.

Die erste Etappe des Wettkampfes waren die simulierten 2000m auf dem Ruderergometer am Samstag. Hierbei fielen zahlreiche neue persönliche Bestwerte. Die schnellsten Zeiten fuhren Christin Schröder vom Sportverein Energie Berlin, dicht gefolgt von Sina Kühne vom Dresdner Ruderverein und Sophie Oksche vom  Donau-Ruderclub Ingolstadt.

Am nächsten Morgen sollte der erste Zweier schon um 9 Uhr auf dem Kanal in Leipzig Burghausen starten. Über die 6000m, für die ein Frauen-Zweier knapp 24min braucht, gingen 11 Boote an den Start. Als schnellstes Boot setzte sich die Kombination aus Julia Barz (Kettwiger Rudergesellschaft) und Elisaveta Sokolkova (Lauinger Ruder- und Surfclub) durch. Den zweiten Platz belegten Anne Becker (Hallesche Ruder-Vereinigung) und Clara Redetzki (Tübinger Ruderverein „Fidelia“), das einzige Boot aus der offenen Altersklasse. Der dritte Platz ging an den krankheitsbedingt kurzfristig zusammengesetzten Zweier mit Anna-Maria Brendel (Bessel Ruderclub Minden) und Sophie Oksche (Donau Ruderclub Ingolstadt).

In den kommenden zwei Wochen werden sich die Mannschaften intensiv im Zweier vorbereiten, da vom 15.-17.4. die Kleinbootmeisterschaft in Köln stattfindet. Diese ist ein wichtiger Wettkampf in Hinblick auf die Bildung der Nationalmannschaft für die U23 WM Ende August in Rotterdam.

 

Erster Leistungsnachweis in Leipzig

Die Rudersaison ist eröffnet! Mit der Frühjahrslangstrecke vergangenes Wochenende leitet der Deutsche Ruderverband (DRV

) traditionell die Wettkampfsaison ein. Am Samstag wird traditionell ein 2000m-Ergometertest gefahren: Hier wird die pure Kraft und Ausdauer der Sportler getestet. Sonntags geht es dann noch in den Kleinbooten – also im Zweier Ohne – auf die 6000m-Langstreckendistanz. Weil sich die A-Seniorinnen auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten, nutzen nur die B-Seniorinnen (U23) diese Überprüfung.

In den letzten Tagen vor diesem Wochenende sind wir noch kurze Einheiten auf dem Wasser und dem Ergometer gerudert. Da es am Stützpunkt einige krankheitsbedingte Ausfälle gab, bin ich für die Langstrecke einen eher spontanen Zweier mit Anna Brendel gefahren. Die eher überschaubaren Kilometer, die wir noch in Dortmund auf dem Kanal absolviert hatten, halfen uns trotzdem in einen akzeptablen Ruderschlag zu finden. Die Einheiten auf dem Ergometer sind mir relativ leicht von der Hand gegangen, wodurch ich ein gutes Gefühl für den 2000m-Test hatte. Dazu hat auch eine Vorbelastung beigetragen, die am Dienstag vor dem Regattawochenende auf dem Trainingsplan stand. Um etwas Ablenkung vom bevorstehenden Wochenende zu haben, habe ich mittwochs meine Kommilitonen zu einem Essen bei mir in der WG eingeladen. Am Donnerstag sind Anna und ich die letzte Einheit gerudert und haben dann das Boot verladen. Freitags stand dann nur noch eine kurze Ergometereinheit an. Nach dem Mittagessen am Stützpunkt ging es dann gesättigt und mit guter Laune direkt nach Leipzig. Den Anreisetag haben wir bei einem Italiener ausklingen lassen, wobei man die Anspannung vor dem entscheidenden Ergotest am Tag darauf den Sportlern anmerkte.

Der Ergotest wurde dieses Jahr in der Sportfakultät der Universität Leipzig gefahren. Normalerwiese steht dafür eine einfache Sporthalle zur Verfügung, in der das Warm-Up und der Ergotest in einer Halle stattfinden – sehr zu unserem Leid. Die Sportfakultät bietet genug Platz, um alles zu trennen, was uns sehr entgegen kommt. Trotzdem: Die neuen Örtlichkeiten mussten wir erstmal finden… Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den Eingang dann doch und konnten uns auf den Wettkampf vorbereiten. Für mich verlief der Test ziemlich gut: Ich konnte eine neue persönliche Bestzeit aufstellen! Wie es bei solchen Wettkämpfen ist, wurde von uns allen einiges abverlangt. Leider sind Manche hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Deshalb ging es mit gemischten Gefühlen zur Unterkunft zurück, wo wir die Mittagszeit für eine kurze Erholungspause nutzten. Am Nachmittag sind wir zur Regattastrecke gefahren, um ein letztes Mal vor dem Rennen im Zweier aufs Wasser zu gehen. Auch der Wettergott schien glücklich, dass wir den ungeliebten Ergometertest hinter uns gebracht hatten: Er beglückwünschte uns mit strahlendem Sonnenschein und wenig Wind. Diese Wetterbedingungen sollten sich auch am Sonntag fortsetzten. Ein Highlight dieses Tages war das Abendessen in der Leipziger Innenstadt. Ich besuchte mit Anna, Lisa, Julia und deren Bekannten einen kleinen Burgerladen – cooles Ambiente und leckeres Essen.

 

Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt
Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt

Am Sonntag begann der Tag an der Regattastrecke mit einem kleinen Bootscheck, wobei Anna und ich unsere Dollen schmierten. Ich selbst war sehr gespannt, wie wir uns als neue Kombination im Vergleich zu den anderen Booten einordnen würden. Insgesamt sind elf Frauenzweier die 6000m Renndistanz gefahren. Im Ziel angekommen, war ich dann einfach nur noch froh, eines der für mich schlimmsten Wochenenden hinter mich gebracht zu haben. Erfreulicherweise kamen wir sogar auf den 3. Platz. Auf dem zweiten Rang ordneten sich Clara Redetzki und Anne Becker als einzige A-Kombination ein. Doch am schnellsten waren dieses Wochenende Julia Barz und Lisa Sokolkova unterwegs. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Siegerehrung SF 2- A/B
Siegerehrung SF 2- A/B

Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im U23 Achter

Nach der Selektionsregatta in Ratzeburg am 06.06/07.06 stand fest, dass ich für die U23 WM in Plovdiv im Frauen Achter an den Start gehen werde. Da das Trainingslager und die WM genau in die Klausurenphase fallen, werde ich alle Prüfungen zu Beginn des nächsten Semesters nachschreiben. Deshalb musste ich mich diese Woche in der Uni um mögliche Alternativtermine kümmern. Ich bin sehr gespannt gewesen auf den Freitag, da es unsere erste Einheit im neu formierten Achter war. Auch der U23 Frauen Vierer hat sich zum gemeinsamen Training hier in Dortmund eingefunden. Unser Ziel war es uns auf die Deutschen Meisterschaften nächste Woche in Köln vorzubereiten und schon vor dem anstehenden Trainingslager eine gute Basis zu legen, auf der wir dann später intensiv aufbauen können.

Bereits freitags konnten wir uns gut zusammenfinden und ich war überrascht, da ich mir den Einstieg ins Wochenende schwieriger vorgestellt hätte.

Am Samstag standen erneut zwei intensive Rudereinheiten und eine Gymnastikeinheit genauso wie am Freitag an. Nachmittags sind wir schon die ersten Strecken gefahren, bei denen wir uns von er ersten bis zur letzten gut steigern konnten. Das hat die Mannschaft echt motiviert und Mut auf die anstehenden Aufgaben gemacht. Mit einem guten Gefühl konnten wir getrost anlegen und haben anschließend den Abend in der besten Eisdiele Dortmunds (bei Angelo) ausklingen lassen.

Sonntags hieß es für mich, früh aufzustehen, da wir unser Training vor der Kanalsperrung um 8:30 Uhr wegen eines Triathlons, absolviert haben mussten. Die Belastung ist uns leider nicht ganz so geglückt wie am Vortag. Deshalb haben wir im Anschluss an die Strecke die Problempunkte ausführlich analysiert und wissen woran wir die nächsten Tage und Wochen zu arbeiten haben.

Nun bin ich gespannt auf die Deutschen Meisterschaften in Köln, bei denen ich im Vierer und im Achter starten werde. Bei beiden Rennen wird der Ausgang sehr spannend werden und ich freue mich darauf mich mit der internen Konkurrenz zu matchen bevor es anschließend ins Trainingslager nach Ratzeburg geht.

Zurück in Dortmund mit U23 WM Bronze und viel Pasta im Bauch

 

U23 Bronze
(Foto: rudern.de)

Am Montag sind Alex und ich von der U23 WM wieder gekommen, da der Flieger früh abgehoben hat, waren wir auch dementsprechend müde. Die WM in Varese endete für uns mit einem sehr knappen Rennen. Lange kämpften wir mit dem australischen Achter um den dritten Platz, auf der Ziellinie lag unserer Achterspitze vor der mit den gelben Einteilern. Die Bedingungen auf der Regattastrecke waren gut, es gab zwar einige Gewitter mit Regenschauern, aber dadurch kühlte es immer wieder ab und es waren angenehme Temperaturen zum Rudern.

Italien ohne Pasta kann man sich nicht vorstellen, so gab es auch in der Woche, in der wir dort waren, mittags und abends Pasta mit Tomatensauce oder Pesto. Den Nudelvorrat haben wir damit für das ganze Jahr aufgefüllt. 😉

Aber auch das Eis haben wir in Italien probiert. Von unserm Hotel waren es nur 200m zu Fuß zu einer leckeren Eisdiele, die wir das ein oder andere Mal abends mit der ganzen Mannschaft besuchten. Die Stimmung war super und so kommen wir mit einigen schönen Erinnerungen nach Dortmund zurück.

Mit Bronze im U23 Achter in der Tasche steigen wir nun zu den anderen Frauen ins Trainingslager in Dortmund ein. Ungefähr eine Woche sind wir noch in Dortmund, bevor es zum Training nach Ratzeburg geht. Jetzt werden noch einige Trainingseinheiten absolviert und viele Kilometer gerudert.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Sommer!

Liebe Grüße,

Sara