Archiv der Kategorie: Training

Und täglich grüßt das Murmeltier…

IMG-20160319-WA0004Ein Trainingslager, welches auf die anstehende Saison vorbereiten soll, läuft doch immer wieder gleich ab. Dieses Mal ist für uns nur der Ort neu.
Ein Tag sieht wie folgt aus:

6:40 Uhr Aufstehen
– Dies ist in einem 4-Bett-Zimmer eine logistische Herausforderung, doch nach ein paar Tagen hat sich das gut eingespielt.
7:00 Uhr Frühstück
– Für eine Jugendherberge gibt es eine wirklich große und vor allem gesunde Auswahl…
7:45 Uhr 1. Trainingseinheit 90-100 Minuten
– Bei 0°C ist es um diese Uhrzeit noch echt kalt zum Rudern. Aber es wird einem doch erstaunlich schnell warm. Wenn die Sonne scheint, steigt die Temperatur auch zügig an.

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Der Kraftraum wirkt zwar etwas improvisiert, aber wir können unseren Kraftplan dennoch gut umsetzen.

10:45 Uhr 2. Trainingseinheit 60 Minuten
– Diese besteht entweder aus Rumpfstabilisation und Dehnung oder wir rudern etwas, wenn wir morgens Krafttraining gemacht haben.
12:00 Uhr Mittagessen mit anschließender Mittagsruhe
– An so ein Mittagsschläfchen kann man sich schon gewöhnen.
15:30 Uhr 3. Trainingseinheit

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Bei unserer letzten Einheit sind wir sogar an der Freiheitsstatue vorbei gekommen.

Entweder geht es nochmal für 90 Minuten aufs Wasser oder es steht eine Ausdauereinheit in Form von Radtraining auf dem Plan. In 2 Stunden auf dem Rad kann man schon eine weite Strecke schaffen. Da wir die Gegend um Breisach noch nicht kennen, ist dies eine gute Gelegenheit (sich auch) etwas die Landschaft zu erkunden.
– Jeden 3. Nachmittag haben wir frei. An den Tagen wird sich Breisach, Colmar (Frankreich) oder Freiburg angeschaut. Etwas Kultur muss ja auch sein.

 
18:00 Uhr Abendessen

Den restlichen Abend wird sich dann die Zeit mit Lernen, Fernsehen (im Gemeinschaftsraum), Karten spielen oder lesen vertrieben, bevor es dann ca. 22:00 Uhr ins Bett geht, denn am nächsten Tag klingelt der Wecker wieder um 6:40 Uhr.

Am Sonntagvormittag hat uns der Breisacher Ruderverein zu einem Brunch eingeladen. Bei gemütlichen zusammensitzen konnten wir uns mit ein paar Vereinsmitgliedern unterhalten, die uns auf unserem weiteren Weg viel Erfolg wünschen und uns schon einen DSC_0003kleinen Osterhasen überreicht haben.
Auf diesem Weg bedanken wir uns auch nochmal recht herzlich bei dem Breisacher Ruderverein für die nette Gastfreundschaft und das Bereitstellen der verschiedenen Räumlichkeiten.

Eure Julia

Advent ist, wenn der Muskel brennt

Getreu diesem Motto starteten wir eine neue Trainingswoche in Sevilla. Bei fast schon sommerlichem Wetter haben wir die letzten Einheiten dort genutzt, um uns nochmal im Achter zu messen. Angefangen mit langen Ausdauer-Einheiten, in denen wir mit zwei Achtern „zusammen“ trainieren sollten, endeten wir jedes Mal in eine gefühlte 20km-lange Belastung bei Schlagzahl 20. Ganz schön anstrengend. Aber es hat Spaß gemacht mit beiden Achtern auf hohem Niveau zu trainieren und uns gezeigt, was unser Standard sein kann und auch werden muss. Zum Abschluss des Trainingslagers sind wir noch 2x 1000m gegeneinander gefahren und „fertig war die Laube“ wie unser Trainer Trampas zu sagen pflegt.

Bei der Rückreise – wie sollte es anders sein – erwartete uns wieder eine Überraschung. Diesmal aber nicht Iberia oder Vuelling geschuldet, sondern auf Grund eines DRV-internen Fehlers. Kurz gesagt – in unserer Flugliste stand eine falsche Abflugszeit und wir verpassten unseren Flieger um geschmeidige 2 Stunden. Da wir aber noch schnell andere Flüge buchen konnten, kamen wir trotz alledem pünktlich in Düsseldorf an und konnten uns auf zu Hause freuen.

Der Gegner schläft nicht und wer rastet, der rostet

IMG-20151220-WA0003Deshalb haben Kerstin und ich die Abwesenheit der Boote, die sich noch auf dem Weg nach Dortmund befanden, genutzt, um uns wieder auf das Zweierfahren einzustimmen und sind auf Slides geörgt. Das ist mal eine schöne Abwechslung zum stumpfen ergofahren, zumal man sich auf Slides tatsächlich wie im Boot fühlt, nur dass es nicht wackelt. Zum Ergo fahren kam intensivstes Krafttraining, bei dem wir es uns immer nicht nehmen lassen mehr Gewicht zu  nehmen als die andere. Wenn das nicht mehr geht, dann müssen größere Hantelscheiben genommen werden, die dann zumindest nach mehr Gewicht aussehen… 😉

Die letzten Tage bis Weihnachten werden wir auch noch gemeinsam trainieren und da meine Kommilitonen schon gen Heimat gereist sind bleibt mir nichts anderes, als die Zeit für mein Studium zu nutzen, was in Sevilla etwas auf der Strecke geblieben ist. Die Erholung kommt dann an den Weihnachtstagen, die ich mit meiner Familie in Leverkusen verbringen werde. Da gehört ein Besuch im Ballett „Der Nussknacker“ genauso zum Programm wie das alljährliche Wiedersehen mit meinen Schulfreunden.

Also euch allen einen frohen 4. Advent ohne dass irgendwas brennt 😉

Eure Marchi

Das Titelbild stammt von Tobias Schad

Umorientiert

Nach dem Weltcup-Finale in Luzern, bei dem wir im Achter leider wieder nicht das Finale erreichen konnten, blieben uns allen erstmal ein paar Tage zum erholen, was sowohl körperlich als auch mental von Nöten war. Getreu dem Motto ‚Et kütt wie et kütt‘ (Es kommt wie es kommt) nahm ich erstmal ein bisschen Abstand von der ganzen Geschichte und erholte mich in meiner Heimatstadt Köln.

Donnerstag war dann aber auch schon Anreise für unser Trainingslager in Dortmund und in diesen Tagen wurde auch beschlossen, dass die Priorität für die WM auf den Zweier ohne gelegt wird, damit wir diesen für Rio qualifizieren und uns so nächstes Jahr mehr darauf konzentrieren können den Achter durchzubekommen – vorausgesetzt der Zweier erreicht mindestens den elften Platz auf der WM.

Wer den Zweier fährt stand am Anfang des Trainingslagers noch nicht fest. Man entschied sich dafür, die beiden deutschen Meister von 2014 und 2015 gegeneinander 2000m fahren zu lassen – konkret das heißt Schütte/Schmidt gegen Marchand/Hartmann. Das sollte Mittwoch in Köln stattfinden, gefolgt von einem zweiten Rennen in dem wir über Kreuz fahren sollten, also Hartmann mit Schütte und ich mit Michi Schmidt. Für uns vier hieß es dann ein paar Tage Konzentration auf den Zweier, während die anderen ihre Kilometer weiterhin im Achter machten.

Ich freute mich, dass ich die Chance bekam nach diesem verkorksten Winter und den vielen Tiefs und Hochs, das Ausscheidungsrennen zu bestreiten. Kerstin und ich sind seit einem Jahr nicht zusammen im 2- gerudert, aber nach ein paar Kilometern hatten wir uns immerhin so weit eingefummelt, dass wir das Gefühl hatten 2000m unbeschadet zu überstehen. Mit viel Kampfgeist konnten wir das erste Rennen dann für uns entscheiden – das zweite ging für mich schlechter aus, denn die Kombination Schütte/Hartmann überzeugte. Dennoch gibt man der Kombination mit Kerstin und mir jetzt die Chance den Zweier zu fahren und somit hoffentlich auch zu qualifizieren.

Für mich wird es das erste Mal sein, dass ich international im Zweier antrete. Bisher bin ich immer im Vierer oder Achter gestartet. Umso motivierter bin ich, Vollgas zu geben und das bestmögliche Ergebnis zu erreichen. Mit Kerstin habe ich ja eine sehr erfahrene Bugfrau und auch unser Trainer Trampas hat schon diverse Zweier schnell gemacht.

Zur Zeit ackern wir uns also im Kraftraum, auf dem Wasser, auf dem Rad und bei jeder Gymnastik (wie im Video zu sehen 😉 ) ab, um wieder ein bisschen Form aufzubauen und dann Anfang September in Aiguebelette topfit an den Start zu gehen.

Also bis bald,

Eure Marchi

Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften im U23 Achter

Nach der Selektionsregatta in Ratzeburg am 06.06/07.06 stand fest, dass ich für die U23 WM in Plovdiv im Frauen Achter an den Start gehen werde. Da das Trainingslager und die WM genau in die Klausurenphase fallen, werde ich alle Prüfungen zu Beginn des nächsten Semesters nachschreiben. Deshalb musste ich mich diese Woche in der Uni um mögliche Alternativtermine kümmern. Ich bin sehr gespannt gewesen auf den Freitag, da es unsere erste Einheit im neu formierten Achter war. Auch der U23 Frauen Vierer hat sich zum gemeinsamen Training hier in Dortmund eingefunden. Unser Ziel war es uns auf die Deutschen Meisterschaften nächste Woche in Köln vorzubereiten und schon vor dem anstehenden Trainingslager eine gute Basis zu legen, auf der wir dann später intensiv aufbauen können.

Bereits freitags konnten wir uns gut zusammenfinden und ich war überrascht, da ich mir den Einstieg ins Wochenende schwieriger vorgestellt hätte.

Am Samstag standen erneut zwei intensive Rudereinheiten und eine Gymnastikeinheit genauso wie am Freitag an. Nachmittags sind wir schon die ersten Strecken gefahren, bei denen wir uns von er ersten bis zur letzten gut steigern konnten. Das hat die Mannschaft echt motiviert und Mut auf die anstehenden Aufgaben gemacht. Mit einem guten Gefühl konnten wir getrost anlegen und haben anschließend den Abend in der besten Eisdiele Dortmunds (bei Angelo) ausklingen lassen.

Sonntags hieß es für mich, früh aufzustehen, da wir unser Training vor der Kanalsperrung um 8:30 Uhr wegen eines Triathlons, absolviert haben mussten. Die Belastung ist uns leider nicht ganz so geglückt wie am Vortag. Deshalb haben wir im Anschluss an die Strecke die Problempunkte ausführlich analysiert und wissen woran wir die nächsten Tage und Wochen zu arbeiten haben.

Nun bin ich gespannt auf die Deutschen Meisterschaften in Köln, bei denen ich im Vierer und im Achter starten werde. Bei beiden Rennen wird der Ausgang sehr spannend werden und ich freue mich darauf mich mit der internen Konkurrenz zu matchen bevor es anschließend ins Trainingslager nach Ratzeburg geht.

Training, Ergo, Zweier

ZweiertrainingDie letzte Woche war für uns die letzteintensive Trainingswoche, bevor es nun in die Regenerations- und Wettkampfphase geht.

Da im Moment Semesterferien sind und ich keine Famulaturen machen muss, kann ich mich voll und ganz auf das Training einlassen. Davon stand auch eine ganze Menge an. Da wir in Leipzig erst über das Ergo rutschen dürfen und dann im Zweier antreten, haben wir auch beides vorbereitet. Mittwoch mit Ergostrecken und Sonntag mit einer längeren Belastung im Zweier. Jetzt sind wir bestmöglichst vorbereitet auf den ersten Wettkampf nach dem Winter!

Auch ohne Uni gibt es allerdings genug schöne Dinge, die man in seiner Freizeit machen kann. Ich nutze die Semesterferien immer, um mich mehr mit meinen ‚außer-Ruder-Freunden‘ zu treffen, die sonst leider viel zu oft hinten anstehen müssen.

Das Highlight in dieser dann doch sehr anstrengenden Woche war allerdings der Sonntag. Thomas hatte Einsehen mit uns und uns nach dem zweiten Frühstück freigegeben, so dass ich die Gelegenheit nutzte und mich direkt in den Zug gesetzt habe um meinen Freund in Köln zu besuchen. Gemeinsam waren wir dann im Schokoladenmuseum und haben vollbepackt mit Pralinen einen Spaziergang an den Krahnenhäuser vorbei entlang am Rhein gemacht. Solche Sonntage sind ja leider auch viel zu schön und viel zu selten.

Fast erholte Grüße

Eure Marchi