Alle Beiträge von Sophie Oksche

Erster Leistungsnachweis in Leipzig

Die Rudersaison ist eröffnet! Mit der Frühjahrslangstrecke vergangenes Wochenende leitet der Deutsche Ruderverband (DRV

) traditionell die Wettkampfsaison ein. Am Samstag wird traditionell ein 2000m-Ergometertest gefahren: Hier wird die pure Kraft und Ausdauer der Sportler getestet. Sonntags geht es dann noch in den Kleinbooten – also im Zweier Ohne – auf die 6000m-Langstreckendistanz. Weil sich die A-Seniorinnen auf die Olympischen Spiele in Rio vorbereiten, nutzen nur die B-Seniorinnen (U23) diese Überprüfung.

In den letzten Tagen vor diesem Wochenende sind wir noch kurze Einheiten auf dem Wasser und dem Ergometer gerudert. Da es am Stützpunkt einige krankheitsbedingte Ausfälle gab, bin ich für die Langstrecke einen eher spontanen Zweier mit Anna Brendel gefahren. Die eher überschaubaren Kilometer, die wir noch in Dortmund auf dem Kanal absolviert hatten, halfen uns trotzdem in einen akzeptablen Ruderschlag zu finden. Die Einheiten auf dem Ergometer sind mir relativ leicht von der Hand gegangen, wodurch ich ein gutes Gefühl für den 2000m-Test hatte. Dazu hat auch eine Vorbelastung beigetragen, die am Dienstag vor dem Regattawochenende auf dem Trainingsplan stand. Um etwas Ablenkung vom bevorstehenden Wochenende zu haben, habe ich mittwochs meine Kommilitonen zu einem Essen bei mir in der WG eingeladen. Am Donnerstag sind Anna und ich die letzte Einheit gerudert und haben dann das Boot verladen. Freitags stand dann nur noch eine kurze Ergometereinheit an. Nach dem Mittagessen am Stützpunkt ging es dann gesättigt und mit guter Laune direkt nach Leipzig. Den Anreisetag haben wir bei einem Italiener ausklingen lassen, wobei man die Anspannung vor dem entscheidenden Ergotest am Tag darauf den Sportlern anmerkte.

Der Ergotest wurde dieses Jahr in der Sportfakultät der Universität Leipzig gefahren. Normalerwiese steht dafür eine einfache Sporthalle zur Verfügung, in der das Warm-Up und der Ergotest in einer Halle stattfinden – sehr zu unserem Leid. Die Sportfakultät bietet genug Platz, um alles zu trennen, was uns sehr entgegen kommt. Trotzdem: Die neuen Örtlichkeiten mussten wir erstmal finden… Nach anfänglichen Orientierungsschwierigkeiten fanden wir den Eingang dann doch und konnten uns auf den Wettkampf vorbereiten. Für mich verlief der Test ziemlich gut: Ich konnte eine neue persönliche Bestzeit aufstellen! Wie es bei solchen Wettkämpfen ist, wurde von uns allen einiges abverlangt. Leider sind Manche hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Deshalb ging es mit gemischten Gefühlen zur Unterkunft zurück, wo wir die Mittagszeit für eine kurze Erholungspause nutzten. Am Nachmittag sind wir zur Regattastrecke gefahren, um ein letztes Mal vor dem Rennen im Zweier aufs Wasser zu gehen. Auch der Wettergott schien glücklich, dass wir den ungeliebten Ergometertest hinter uns gebracht hatten: Er beglückwünschte uns mit strahlendem Sonnenschein und wenig Wind. Diese Wetterbedingungen sollten sich auch am Sonntag fortsetzten. Ein Highlight dieses Tages war das Abendessen in der Leipziger Innenstadt. Ich besuchte mit Anna, Lisa, Julia und deren Bekannten einen kleinen Burgerladen – cooles Ambiente und leckeres Essen.

 

Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt
Die letzten Meter vor der Zieldurchfahrt

Am Sonntag begann der Tag an der Regattastrecke mit einem kleinen Bootscheck, wobei Anna und ich unsere Dollen schmierten. Ich selbst war sehr gespannt, wie wir uns als neue Kombination im Vergleich zu den anderen Booten einordnen würden. Insgesamt sind elf Frauenzweier die 6000m Renndistanz gefahren. Im Ziel angekommen, war ich dann einfach nur noch froh, eines der für mich schlimmsten Wochenenden hinter mich gebracht zu haben. Erfreulicherweise kamen wir sogar auf den 3. Platz. Auf dem zweiten Rang ordneten sich Clara Redetzki und Anne Becker als einzige A-Kombination ein. Doch am schnellsten waren dieses Wochenende Julia Barz und Lisa Sokolkova unterwegs. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Siegerehrung SF 2- A/B
Siegerehrung SF 2- A/B

Raus aus der Lagune – rein in den Kanal

Seit dem 26.02. ist das Team Frauenachter wieder im Lande. Hinter uns liegen zwei Wochen Trainingslager in Sabaudia – bella Italia! PanoramaDort haben wir einen besonderen Fokus auf unsere Grundlagenfitness gelegt. Das erfolgte durch lange Radeinheiten auf der Küstenstraße entlang des Meeres, Rudereinheiten abwechselnd im Klein- und Großboot in der Lagune Sabaudias und Krafttraining in einem örtlichen Fitnesscenter. Leider waren die letzten Tage teilweise durch Regen und stärkeren Wind geprägt. Deswegen mussten wir manche Einheiten auch auf dem ungeliebten Ergometer absolvieren.

Zur Abschlussbelastung hatte der italienische Wettergott aber ein Einsehen mit uns, sodass wir unsere Strecken in den Kleinbooten bei abnehmenden Wind und Regen fahren konnten. Nichts desto trotz war die Belastung und das gesamte Trainingslager eine gute Übung für die Langstrecke, die uns in ein paar Wochen bevor steht.

Zum Ende des Trainingslagers meisterten wir noch eine Einheit der besonderen Art. Um die Busse für die Heimfahrt mit Fahrrädern, Taschen, Kisten, Gymnastikmatten, Fahrradhelmen und Souvenirs beladen zu können, stellten wir unsere Tetriskenntnisse unter Beweis. Als dann alles verstaut war und auch die Boote verladen waren, ließen wir den letzten Abend gemütlich ausklingen – alle mit der Vorfreude auf Zuhause.

Am Abreisetag wollte uns das Wetter dann doch noch standesgemäß für Italien verabschieden. Bei Sonnenschein, 15°C und T-Shirt-Wetter stiegen wir in unseren Bus zum Flughafen nach Rom.

Freitags war dann auch schon wieder das Abladen des Hängers angesagt, der es sicher über die Alpen geschafft hatte.Boote in Dortmund aufriggern Hierbei stand vor allem das Putzen der Boote im Vordergrund, da das Metall vor Salzresten des Wassers aus Sabaudia geschützt werden musste, damit es nicht zu rosten beginnt.

Der Rest der Woche klang mit etwas reduzierten Einheiten aus. So konnte man in der Wohnung wieder klar Schiff machen, in Ruhe seine Tasche auspacken und auch Zeit mit Freunden/der Familie verbringen.

 

In diesem Sinne verabschiede ich mich

Eure Sophie