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Letzte nationale Standortbestimmung in München

Nach einigen Wochenenden mit Training und Regatten in Zweier, Vierer und Achter wurden am vergangenen Wochenende die Boote benannt, die sich ab dem 21. Juni in München einfinden, um bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U23 an den Start zu gehen. (Infos zur DM)

Direkt im Anschluss geht es dann für die Nationalmannschaft, die am Samstag, den 24. Juni, endgültig nominiert wird, ins Vorbereitungstrainingslager nach Ratzeburg, wo den Mannschaften der letzte Feinschliff verliehen wird.

 

Die Zeit vergeht wie im Flug

Kaum zu glauben, aber wahr. Wir haben bereits das letzte Trainingslager vor Saisonbeginn hinter uns gebracht. Auch in der letzten Woche in Breisach wurde fleißig im Achter, Zweier, im Kraftraum oder auf dem Fahrrad trainiert. Trotz zunehmender Trainingslagermüdigkeit konnten wir in den letzten Tagen noch einmal einige hochfrequente Strecken im Achter meistern, sodass sich insgesamt sagen lässt, dass uns auch diese zwei Wochen wieder einmal ein Stück näher an unseren großen Traum heran gebracht haben.
Was war in unserer letzten Trainingslagerwoche in Breisach sonst noch so los?
Nun, wir haben anscheinend im kleinen Ort Breisach für ordentlich Aufsehen gesorgt, weshalb am Dienstag direkt einmal die Lokalzeitung vorbei geschaut hat, um einen kleinen Artikel über uns zu schreiben. Im Anschluss an ein Gruppenfoto ging es für den Achter aufs Fahrrad zu einer zweistündigen Tour durch den Kaiserstuhl, die Zweier schrubbten noch einmal ein paar Kilometer auf dem Wasser und ich nutzte die Zeit auf dem Ergo.
Am Donnerstag war dann unser letzter freier Nachmittag, den die meisten von uns in Breisach zur absoluten Erholung nutzten. Ich hingegen fuhr mit unserer Physio Nadine, Alex und Melle nach Basel. Das war schon ganz witzig, wenn man bedenkt, dass man innerhalb von 5 Stunden in drei unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Frankreich und Schweiz) gewesen ist. Nach einem kleinen Spaziergang durch die Stadt, einem Kaffee am Rheinufer und einem Zwischenstopp im Schokoladenladen ging es dann auch schon wieder zurück in die Jugendherberge, natürlich pünktlich zum Abendessen. 😉
Am Freitag beschlossen die Trainer nach unseren Abschlussstrecken, dass eine weitere Einheit auf dem Wasser bei den doch sehr bescheidenen Bedingungen wohl wenig förderlich wäre. So nutzten wir den Nachmittag, um in Ruhe den Anhänger und den Bus zu verladen. Dank dem ausführlichen Verladeplan von unserem Dortmunder Bootsmeister Markus ging das verhältnismäßig schnell, sodass alle noch genug Zeit hatten, sich für das Abendessen frisch zu machen, was wir gemeinsam mit den Para-Ruderern, die an diesem Nachmittag angereist waren, in einem netten Lokal am Rhein verbrachten. An dieser Stelle auch einmal offiziell viel Erfolg den beiden paralympischen Einerfahrern bei der Nachqualifikation für Rio Ende April!
Am Samstag ging es dann nach einer für mich schlaflosen Nacht schon früh los gen Heimat! Um 5:30 Uhr fuhr ich mit Melle und Nadine los in Richtung Hamburg, wo ich die Ostertage mit meiner Familie verbringe! Während ich also schon mit 40 Grad Fieber im Krankenhaus saß, waren die Dortmunder nach ihrem Zwischenstopp in Eberbach, wo unser neuer Achter und der neue Zweier abgeholt wurden, noch immer unterwegs auf der Autobahn. Somit war der Heimaturlaub für mich wohl die beste Entscheidung und ich hoffe mal, dass ich die Grippe schnell auskuriere und keine von den Mädels angesteckt habe!

Bis dann und frohe Ostern,
Eure Larina