Ein Wochenende mit bombiger Stimmung

Auf den U23 – Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg haben sich am Wochenende die Riemerinnen noch einmal versammelt. Nachdem vor ein paar Wochen noch der Austragungsort kurzfristig geändert werden musste (die eigentliche Strecke in Essen ist zu sehr mit Algen bewachsen), spielte die Natur allen Beteiligten auch in Hamburg einen Streich. Aber von Anfang an:

Bereits am Mittwoch und Donnerstag trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein für vorbereitende Trainingseinheiten an der Regattastrecke. In der folgenden Nacht zum Freitag war dann schon ein sehr tiefer Schlaf gefragt um bei der Geräuschkulisse erholsam durchzuschlafen. Diese Unwetter machten leider auch den Start in den ersten Renntag etwas holprig. Wer Glück hatte war früh genug mit seinem Training fertig bevor die Strecke aus Sicherheitsgründen das erste Mal gesperrt werden musste. So gab es dann auch kleinere Verzögerungen vor den ersten Starts in die Bahnverteilungsrennen im Zweier ohne und Vierer ohne. Besonders das Bahnverteilungsrennen im Vierer ohne versprach schon ein sehr spannendes Finalrennen am nächsten Tag, da bei dem „Antesten“ keiner so wirklich deutlich die Nase vorne hatte. Das erste Rennen des Samstags war der Zweier ohne Steuerfrau. Hier lieferten sich Frauke Hacker und Leah Labudde (Rostock/ Greifswald) ein bis auf die Ziellinie sehr spannendes Rennen mit Annemieke Schanze und Bea Bliemel (Ratzeburg/ Bessel-Minden). Am Ende hatten Frauke und Leah den Bugball knapp vorne und sicherten sich den Titel. Als dritte kamen hier Pia Greiten und Anna Brendel (Osnabrück/ Bessel-Minden) ins Ziel. Etwas später ging es dann auch im Vierer ohne Steuerfrau um den Titel Deutsche Jahrgangsmeisterin. In einem spannenden Rennen schenkten sich die ersten fünf Boote vom Start bis ins Ziel keinen Meter und waren am Ende nicht viel mehr als eine Länge auseinander. Laura Prieß, Elisaveta Sokolkova, Sophie Oksche und Carolin Dold waren dabei knapp vor Ida Kruse, Bea Bliemel und Annemieke und Calina Schanze im Ziel. Dritte wurden Svenja Leemhuis, Julia Barz, Dorothee Beckendorff und Charlotte Wesselmann.

Oben der siegreiche 4-, darunter mein 4- mit mir im Bug
Oben der siegreiche 4-, darunter mein 4- mit mir im Bug

Im letzten Rennen gingen nach Schwierigkeiten beim Meldevorgang leider nur zwei statt drei Achtern an den Start. Mit einer Länge Vorsprung gewann hier nach einem ebenfalls spannenden Rennen die Renngemeinschaft mit Laura Pries, Friederike Reißig, Sina Kühne, Alyssa Meyer, Stella Bleich, Elisaveta Sokolkova, Sophie Oksche, Carolin Dold und Steuerfrau Larina Hillemann vor Isabell Taeuber, Julia Barz, Pia Greiten, Anna Brendel, Frauke Lange, Janka Kirstein, Leah Labudde, Frauke Hacker und Steuerfrau Lara Mücke.

Die beiden Achter im Ziel
Die beiden Achter im Ziel

Der Abschluss war nun ähnlich stürmisch wie der Rest des Tages. Bis zuletzt befanden sich die meisten nicht nur im Matsch der Regattawiese, sondern auch im Ungewissen darüber wer für die U23-WM in Rotterdam nominiert wird. Dies ist im Moment der siegende Achter plus die drei ersten Zweier. Es bleibt also sehr spannend wer noch nominierte wird und wie am Ende die genaue Besetzung der Boote zur U23-WM Ende August aussieht.

Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage zu Hause bevor das Achtertraining für Rotterdam wieder losgeht.

Viele Grüße aus dem U23 Achter

Friederike

 

Fotos: rudern.de