Vom Wetter lassen wir uns nicht unterkriegen…!

imageSo in etwa war das Motto der vergangenen Woche… Dazu gleich mehr!

Am Dienstag früh trafen wir, Charly, Alex, Melle und ich, uns in Dortmund um vor der Abreise zu Weltcup am Tag darauf noch einmal im Vierer zu trainieren. Doch als wir aus der Bootshalle traten schien der Himmel unsere geplante letzte Einheit nicht gut zu heißen da es in Strömen goss. Nichts desto trotz ruderten wir gegen das Wetter über dem Dortmund-Ems-Kanal an, denn aus Zucker sind wir sicherlich nicht! Nach Verladen des Bootes auf den Hänger, welchen unser Bootsmeister Marcus Schmitz bereits an diesem Tag Richtung Poznan fuhr, hatte ich den Rest des Tages Zeit mich meinem Studium widmen.

Nachdem wir nun endlich bis zum Herbst etwas Planungssicherheit haben, hatte auch ich mich entschlossen im Juli noch eine Klausur zu schreiben. Bereits im zweiten Master-Fachsemester studiere ich Wirtschaftspsychologie mit dem Schwerpunkt Markt- und Werbepsychologie. Nach einem Praktikum im Sportmarketing kann ich mir sehr gut vorstellen nach Studienende im Bereich Sponsoring tätig zu sein. Um Studium und Rudern optimal kombinieren zu können habe ich mich nach meinem Bachelor an der Uni Mainz für ein Fernstudium an der SRH FernHochschule Riedlingen entschieden. Mittlerweile erweist sich dieses mobile Studium als Glücksgriff da ich so zeitlich und örtlich flexibel lernen kann und mir somit auch die Trainingsaufenthalte am Bundesstützpunkt in Dortmund keine studientechnischen Nachteile bringen. Vielen Dank an dieser Stelle an die fantastische Unterstützung durch meine Studienbetreuerin der Hochschule, Frau Mutter!!

Nun aber zurück zu den Geschehnissen des vergangenen Wochenendes. Am Mittwoch trat also die Reisegruppe Frauenvierer den kleinen Roadtrip nach Poznan an. Dort angekommen, Boot aufgebaut und bereit den Maltasee zu erkunden, sollten wir erneut Opfer des Wetters werden. Nach nur einer Runde schickte uns der Veranstalter aufgrund eines aufkommenden Sturmes vom Wasser…die ersten schnellen Schläge mussten wir also auf den folgenden Tag verschieben. Stattdessen machten wir ein kleines Läufchen durch das wirklich, meinerseits unerwartet, schöne und idyllische kleine Naturschutzgebiet direkt hinter der Regattastrecke.

Über die nächsten Trainingseinheiten entwickelte sich unser Vierer immer besser und wir waren heiß endlich ins Renngeschehen einzugreifen. Voller Vorfreude auf das Bahnverteilungsrennen am Freitag ruderten wir uns morgens wach um dann Mittags die Nachricht zu erhalten… Race cancelled…aufgrund von Unwetter abgesagt. Erneut spielte das Wetter gegen uns, also blieb uns am Samstag im Finale nur „ein Schuss“ um unser Können zu zeigen. Da wir unsere Gegner Weißrussland 1&2, sowie Italien nur bedingt einschätzen konnten waren wir umso mehr auf die Umsetzung unserer eigenen Stärken fokussiert. Am Ende hat die Umsetzung des von unserem Coach Ralf entwickelten Plans super funktioniert…Trotz offensiven Rennangangs übernahm zunächst ein Weißrussisches Boot bis etwa Streckenhälfte die Führung. Danach gab es für uns allerdings kein Halten mehr. Wir wollten gewinnen und griffen die Führenden gezielt an und kamen schlussendlich souverän mit etwa einer guten halben Länge Führung ins Ziel. Nach den Rennen im Achter war es ein wirklich gutes Gefühl mal wieder als erstes die Ziellinie zu überqueren. Trotzdem ist uns bewusst, dass wir bis zur WM, wo wir noch stärkere Gegner erwarten, noch ein gutes Stück Arbeit zu erledigen haben. Und damit fangen wir direkt dieses Wochenende an!

Mit Motivation durch den Sieg in Poznan wollen wir noch viel schneller werden und somit zeigen, dass das Frauen Riemenrudern in Deutschland nach der verpassten Olympiaqualifikation doch nicht so schnell abzuschreiben ist.

Besonders stolz bin ich im übrigen auf unseren Zweier Marchi und Kerstin die in ihrem Hoffnungslauf letztes Wochenende als deutscher Frauen Zweier erstmals seit vielen vielen Jahren die 2000m unter 7 Minuten ruderten! Klasse Sache Mädels!!!

Viel Erfolg auch an unsere U23 Mannschaft die am kommenden Wochenende an den Deutschen U23 Meisterschaften teilnehmen wird. Diese Meisterschaft dient als Nominierungsregatta für die diesjährigen U23 Weltmeisterschaften, welche zusammen mit unserer WM in Rotterdam stattfinden. Wir werden die Rennen am Wochenende verfolgen und sind gespannt wer zusammen mit uns die deutsch Farben in Rotterdam vertreten wird.

Bis dahin wünsche ich allen Blog-Lesern eine schöne Woche. Wir halten euch auch weiterhin auf dem Laufenden.

Eure Lea