Hartmann/Marchand offiziel für Rio nominiert

Der Deutsche Oympische Sportbund (DOSB) hat gestern weitere Athleten offiziell für die olympischen Spiele im Sommer in Rio de Janeiro nominiert. Mit dabei: Der Frauen Zweier-ohne mit Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand.

Das Duo bereitet sich derzeit im Trainingslager im österreichischen Weißensee auf Olympia vor, danach geht es mit dem kompletten Nationalteam  in das letzte Trainingslager vor der Anreise nach Rio in Ratzeburg.

DOSB nominiert weitere 143 Athletinnen und Athleten für Rio

Ein Wochenende mit bombiger Stimmung

Auf den U23 – Jahrgangsmeisterschaften in Hamburg haben sich am Wochenende die Riemerinnen noch einmal versammelt. Nachdem vor ein paar Wochen noch der Austragungsort kurzfristig geändert werden musste (die eigentliche Strecke in Essen ist zu sehr mit Algen bewachsen), spielte die Natur allen Beteiligten auch in Hamburg einen Streich. Aber von Anfang an:

Bereits am Mittwoch und Donnerstag trafen wir uns bei strahlendem Sonnenschein für vorbereitende Trainingseinheiten an der Regattastrecke. In der folgenden Nacht zum Freitag war dann schon ein sehr tiefer Schlaf gefragt um bei der Geräuschkulisse erholsam durchzuschlafen. Diese Unwetter machten leider auch den Start in den ersten Renntag etwas holprig. Wer Glück hatte war früh genug mit seinem Training fertig bevor die Strecke aus Sicherheitsgründen das erste Mal gesperrt werden musste. So gab es dann auch kleinere Verzögerungen vor den ersten Starts in die Bahnverteilungsrennen im Zweier ohne und Vierer ohne. Besonders das Bahnverteilungsrennen im Vierer ohne versprach schon ein sehr spannendes Finalrennen am nächsten Tag, da bei dem „Antesten“ keiner so wirklich deutlich die Nase vorne hatte. Das erste Rennen des Samstags war der Zweier ohne Steuerfrau. Hier lieferten sich Frauke Hacker und Leah Labudde (Rostock/ Greifswald) ein bis auf die Ziellinie sehr spannendes Rennen mit Annemieke Schanze und Bea Bliemel (Ratzeburg/ Bessel-Minden). Am Ende hatten Frauke und Leah den Bugball knapp vorne und sicherten sich den Titel. Als dritte kamen hier Pia Greiten und Anna Brendel (Osnabrück/ Bessel-Minden) ins Ziel. Etwas später ging es dann auch im Vierer ohne Steuerfrau um den Titel Deutsche Jahrgangsmeisterin. In einem spannenden Rennen schenkten sich die ersten fünf Boote vom Start bis ins Ziel keinen Meter und waren am Ende nicht viel mehr als eine Länge auseinander. Laura Prieß, Elisaveta Sokolkova, Sophie Oksche und Carolin Dold waren dabei knapp vor Ida Kruse, Bea Bliemel und Annemieke und Calina Schanze im Ziel. Dritte wurden Svenja Leemhuis, Julia Barz, Dorothee Beckendorff und Charlotte Wesselmann.

Oben der siegreiche 4-, darunter mein 4- mit mir im Bug
Oben der siegreiche 4-, darunter mein 4- mit mir im Bug

Im letzten Rennen gingen nach Schwierigkeiten beim Meldevorgang leider nur zwei statt drei Achtern an den Start. Mit einer Länge Vorsprung gewann hier nach einem ebenfalls spannenden Rennen die Renngemeinschaft mit Laura Pries, Friederike Reißig, Sina Kühne, Alyssa Meyer, Stella Bleich, Elisaveta Sokolkova, Sophie Oksche, Carolin Dold und Steuerfrau Larina Hillemann vor Isabell Taeuber, Julia Barz, Pia Greiten, Anna Brendel, Frauke Lange, Janka Kirstein, Leah Labudde, Frauke Hacker und Steuerfrau Lara Mücke.

Die beiden Achter im Ziel
Die beiden Achter im Ziel

Der Abschluss war nun ähnlich stürmisch wie der Rest des Tages. Bis zuletzt befanden sich die meisten nicht nur im Matsch der Regattawiese, sondern auch im Ungewissen darüber wer für die U23-WM in Rotterdam nominiert wird. Dies ist im Moment der siegende Achter plus die drei ersten Zweier. Es bleibt also sehr spannend wer noch nominierte wird und wie am Ende die genaue Besetzung der Boote zur U23-WM Ende August aussieht.

Jetzt freue ich mich auf ein paar Tage zu Hause bevor das Achtertraining für Rotterdam wieder losgeht.

Viele Grüße aus dem U23 Achter

Friederike

 

Fotos: rudern.de

Ausblick: Deutsche Junioren-/Jahrgangsmeisterschaften U17 und U23

Vom kommenden Donnerstag bis Sonntag (23.-26.06.) finden in Hamburg neben den Deutschen Juniorenmeisterschaften die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der U17 und U23 statt. Ursprünglich sollten die Nachwuchs-Titelkämpfe in Essen auf dem Baldeneysee stattfinden, der jedoch von einer massiven Verkrautung befallen ist, und somit für ihre Austragung nicht mehr in Frage kommt. Die Hansestadt sprang jedoch kurzfristig ein und bietet insgesamt 616 gemeldeten Booten und ihren Athlet/innen unter anderem die Chance sich für den Saisonhöhepunkt, die U19- und U23-Weltmeisterschaften in Rotterdam/Niederlande (21.-28.08.), zu qualifizieren. Die Titelkämpfe beginnen am Donnerstag mit den Vorläufen, gehen am Freitag über die Hoffnungsläufe über die Semi-Finals und erste Endläufe bis zu den großen Finals am Sonntag.  Für den U23- Frauen Riemenbereich geht es wiederum im Zweier Ohne, Vierer Ohne und Achter zur Sache.

Frauen Zweier Ohne

Da für das Rennen des Frauen Zweier Ohne nur 4 Boote gemeldet sind, findet am Freitag um 11:10Uhr ein Bahnverteilungsrennen satt, das Finale wiederum startet am Samstag um 11:03Uhr. Frauke Hacker (Rostock)/ Leah Labudde (Greifswald), die seit Herbst immer wieder gute Leistungen zeigen, werden unter anderem von Anna Brendel (Minden)/Pia Greiten (Osnabrück) herausgefordert und müssen sich erneut beweisen. Der Sieger des Finals wird den DRV in dieser Bootsklasse auf den U23- Weltmeisterschaften in Rotterdam Ende August vertreten.

Frauen Vierer Ohne

Auch im Vierer-Ohne finden nur ein Bahnverteilungsrennen sowie ein Finale statt. Der Start des Bahnverteilungsrennens ist am Freitag um 14:00Uhr, der des Finals am Samstag um 13:52Uhr. Hier müssen sich die Anwärterinnen auf den U23-Achter sowie die auf den Vierer-Ohne unter Beweis stellen und ihrer möglichen Favoritenrolle gerecht werden. Die an den Start gehenden Kombinationen ergeben sich aus den Ranglisten im Kleinboot sowie aus den Ergebnissen der Internationalen Regatta in Ratzeburg. Ob Sophie Oksche (Ingolstadt)/Carolin Dold (Greifswald)/ Laura Prieß (Rostock)/ Elisaveta Sokolkova (Lauingen) den Angriffen von unter anderem Friederike Reißig (Mainz)/Sina Kühne (Dresden)/Alyssa Meyer (Berlin)/Stella Bleich (Potsdam) stand halten können ist mit Spannung zu erwarten.

Frauen Achter

Nach getaner Arbeit im Vierer Ohne kommt es zum Finalen Showdown im Achter. Start ist am Sonntag um 17:05. Allen Riemerinnen wird die Chance gegeben sich im Großboot unter Beweis zu stellen und es bleibt spannend, ob sich der gesetzte Achter dieses Mal im ersten- und einzigen- Rennen durchsetzen kann.

Am Samstag und Sonntag gibt es einen Live-Stream auf dem von 8:45 bis 17:45 unter folgendem Link die Rennen verfolgt werden können:

http://sportdeutschland.tv/rudern/deutsche-juniorenmeisterschaften-hamburg

Die Liveergebnisse lassen sich unter diesem Link finden:

http://www.stoebehh.de/Hamburg/Ergebnisse.htm

Wir freuen uns auf spannende Titelkämpfe!

Der dritte Weltcup steht vor der Tür

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So wie im Trainingslager, nur die Positionen sind vertauscht

Nach der Qualifikationsregatta in Luzern war ich lange erkältet und musste eine Trainingspause einlegen. Erst in dieser Woche bin ich wieder richtig ins Training eingestiegen. Die verpasste Quali rückt immer weiter in den Hintergrund, auch wenn ich immer noch traurig bin, dass die olympische Saison für uns schon so früh vorbei ist und wir nicht mit nach Rio fahren dürfen.

Aber ich freue mich auch auf den Vierer, den wir schon am nächsten Wochenende auf dem dritten Weltcup in Poznan fahren wollen. Da der Weltcup die einzige Möglichkeit ist noch eine Regatta vor der WM zu fahren, haben wir diese Woche intensiv genutzt, um unseren Vierer einzufahren. Mit drei Gegenmeldungen (Weißrussland 1&2, Italien) kommt das Rennen auch zum Glück zustande und wir können gegen mögliche WM Gegner fahren.
Auf der Steuerbordseite haben wir mehrere Möglichkeiten ausprobiert, weil Clara die Chance bekommen hat sich für den Vierer zu qualifizieren. Am Freitag hat sich Ralf, nach mehreren Trainingseinheiten, dazu entschieden mit Lea auf Schlag, Melli, mir und Charly im Bug den Vierer zum Weltcup zu fahren, da die Kombination momentan die schnellere ist.

Samstag und Sonntag standen für uns die ersten Strecken auf dem Trainingsplan. Das Bootsgefühl im Vierer ist ganz anders als im Achter und dementsprechend muss ich mich noch ein bisschen wieder daran gewöhnen. Aber es hat mir viel Spaß gemacht und wir gehen die nächste Woche mit einem ganz guten Gefühl an. Nach den vielen Vierereinheiten in dieser Woche hatten wir am Sonntag nach der ersten Einheit und den gesamten Montag trainingsfrei. Die Erholungszeit vor der Regatta tut mir auf jeden Fall gut und am Dienstag treffen wir uns schon wieder zum Vierertraining.

Neben dem Training war ich die letzten zwei Wochen wieder deutlich öfter in der Uni und nutze die Zeit neben dem Training für mein Studium. Vor der Quali hatten wir so viele Trainingslager und Lehrgänge, dass die Uni etwas zu kurz gekommen ist. Ich versuche für den Rest des Sommersemesters wieder ein bisschen reinzukommen und das ein oder andere Modul abzuschließen. Ich genieße auf jeden Fall auch die (ruderfreie) Zeit mit meinen Kommilitonen.

Liebe Grüße eure Alex