Welt Cup Varese

Der erste Vergleich mit der internationalen Konkurrenz im olympischen Jahr.

Zu Beginn der Woche standen noch zwei Tage Heimtraining an. Diese nutzen  wir zur Regeneration nach dem Streckenfahren in Köln.

Am Mittwoch ging es dann nun endlich los. Alle stiegen in den Flieger und trafen sich in Varese(Italien). Dort angekommen stand alles unter dem  Motto:  „April, April, der macht was er will.“ Denn zum Abladen und Anbauen der Boote fing es in Strömen an zu regnen. Zum Glück hielt es nicht altzulange an und wir hatten zum Rudern nur noch das Wasser von unten.

Der Donnerstag diente allen noch als Trainingstag. Früh eine Einheit und nachmittags eine Einheit. Varese zeigte sich von seiner schönsten Seite. Strahlend blauer Himmel, glattes Wasser und eine wahnsinnige Aussicht auf die Berge. Da macht das Training gleich doppelt so viel Spaß.

Freitag ging es für Marchi und Kerstin im Zweier das erste Mal an den Start, während der Achter noch einen Tag zum trainieren hatte. Die Gegner waren Russland 1, Polen, Serbien 2, Irland und Russland 2.

Das Startsignal ging von rot auf grün und die Saison der beiden war eröffnet. Sie konnten sich gleich zu Beginn des Rennens  an die Spitze setzen und gaben ihre Führung bis zur Ziellinie nicht mehr ab – der Auftakt war geglückt.

Samstag war es dann auch für den Achter soweit. Das Bahnverteilungsrennen stand an. Mit an der Startlinie waren Canada, Russland und die Niederlande.

Attention Row.

Unsere vielen Strecken die wir in den Trainingslagern geübt haben, um am Start direkt mitfahren zu können, sollten sich bezahlt machen. Wir gingen als zweite über die 500m und fuhren danach auf Augenhöhe mit Canada und Russland weiter bis zur 1000m-Marke. Nur die Niederlande konnten sich ein wenig vom Feld absetzen.

Die zweite Streckenhälfte nutzten Russland und Canada besser und blieben auf Geschwindigkeit und fuhren uns somit davon. Auch unser Endspurt reichte nicht mehr aus, um an das Feld heran zu kommen. Das Rennen gewann Russland vor Niederlande, Canada und Deutschland.

Für den Zweier ging es um 13:00 das zweite Mal an den Start. Die Gegner waren in diesem Halbfinale Niederlande, Polen, Ialien1, Spanien, Canada.

Die Italienerinnen erwischten den besten Start und gingen als erstes über die 500m, dicht gefolgt vom Deutschen Duo. Diese Reihenfolge sollte sich auch bis zur 1000m Marke nicht ändern.

Nun kamen auch die Spanierinnen  immer besser in Schwung und schoben sich langsam an die beiden führenden Boote heran. Sie setzten sich bis zur 1500m Marke vor das deutsche Boot.

Doch es sollte nochmal heiß hergehen bis zur Ziellinie. Die Spanierinnen hatten die höchste Geschwindigkeit und flogen auch noch an Italien vorbei. Marchi und Kerstin taten es ihnen gleich und somit hieß das Ergebnis Spanien vor Deutschland und Italien.

 

Am Sonntag standen die Finalrennen an.

Den Anfang machten Marchi und Kerstin um 10:03. Die Teams aus Russland (1),Spanien, Südafrika, Italien (2) und Italien (1) hatten es ebenfalls ins Finale geschafft.

Unser Deutsches Duo kam solide ins Rennen, merkten aber ziemlich zeitig, dass es ein schwieriges werden wird. Sie kamen nicht so recht in Schwung. Besser gelungen ist das Südafrika, die das Rennen von Beginn an dominerten, gefolgt von Italien und Spanien. Auch im weiteren Verlauf gelang es Marchi und Kerstin nicht den Abstand zu den führenden Booten zu verringern. Im Ziel fehlten Ihnen 2 Sekunden  zum dritten Platz, Südafrika gewann vor Italien und Spanien.

Marchis Resümee zu diesen Wochenende: „Es war ok. Eine Medaille wäre gut gewesen. Ich denke Italien und Spanien sind schon etwas mehr im Wettkampf Modus, weil die beiden sich noch qualifizieren müssen. Sie sind  bereits  vor 2 Wochen eine Regatta gefahren. Bei uns hat einfach noch etwas die Wettkampfroutine gefehlt und im Finale haben wir zwischen 300-1000m einfach zu viel liegen lassen. Italien ist ein starkes Rennen gefahren, jedoch hat das Halbfinale gezeigt das sie und Spanien in Reichweite sind.“

Für den Achter ging es um 12:48 um die Wette.

Leider geling es uns von Anfang an nicht bei den anderen Nationen mitzufahren. Die Geschwindigkeit fehlte. Trotzdem versuchten wir nicht aufzugeben und unser Rennen stur weiterzufahren  und es so gut wie möglich für zu beenden. Denn auch uns fehlt die Wettkampfroutine in dieser Achterbesetzung. Wir müssen jedes Rennen nutzen, um uns weiter zu entwickeln.

Das Rennen gewann die Niederlande vor Canada und Russland.

Mein Resümee zu diesem Wochenende ist, dass es vom Ergebnis her natürlich nicht befriedigend ist. Jedoch gibt es positive Ansätze, wie das Bahnverteilungsrennen am Samstag gezeigt hat. Darauf müssen wir aufbauen und es so verinnerlichen, dass wir es zu jeden Zeitpunkt abrufen können. Wir haben uns gut als Mannschaft entwickelt und ich bin der festen Überzeugung, dass  bis zur Nachquai in Luzern in 5 Wochen noch einiges möglich ist.

Bis bald, eure Dani

 

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Unser Hotel in Varano Borghi – ein wunderschönes altes Anwesen!