April, April, … der macht Winter!

Hallo zusammen!

Man könnte fast denken, dass wir wieder im Wintertraining sind, denn sowohl das Wetter, als auch unser Training passt perfekt zu dieser Jahreszeit.

Nach dem vierten Platz in Varese wussten wir woran wir arbeiten müssen und haben uns auch direkt wieder in die Arbeit gestürzt. Da wir ja noch 4 Monate Zeit haben bis wir topfit sein müssen, können wir auch noch gut die Grundlagen trainieren. Also Kraft, Rad, viel rudern, Ergo, Belastungen in den niedrigen Frequenzen – und all das mit Schnee (!), Wind und Regen. Eben wie im Winter.

20160422_133017Trampas filmt uns regelmäßig im Training, damit wir unsere Zusammenarbeit auch in Zeitlupe analysieren können und mehr ein Gefühl dafür bekommen, wie das, was wir im Boot spüren überhaupt aussieht.
20160422_081730Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr für uns ganz klar auf dem rudern, aber man darf ja den Weitblick nicht vergessen und da ich im April 2017 mein Examen im
Medizinstudium anstrebe, muss ich dieses Sommersemester noch den Neurologie-Kurs belegen und die Klausur dazu bestehen. Sonst wird das im April nichts. Deshalb durfte ich diese Woche auch ins Krankenhaus, um bei Patienten den Patellrsehnenreflex zu überprüfen und diverse Kopfschmerzen zu befunden. Es ist aber ganz schön sich ab und an mal wieder vor Augen zu führen, dass sich nicht die ganze Welt ums rudern dreht und zur Ablenkung hilft es auch.

In diesem Sinne hoffe ich, dass euch das Wetter keine Kopfschmerzen bereitet 😉

Eure Marchi

 

Deutsche Kleinbootmeisterschaften – Endlich wieder Regattafeeling!

Die Saison ist zwar schon vor gut zwei Wochen losgegangen, aber mal ehrlich – die 6km sind eine unnötige Qual. Worum es wirklich geht, sind 2000m! Genau auf dieser Distanz mussten wir uns am Wochenende (15. – 17.4.16) bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften (DKM) in Köln beweisen. Da die A-Seniorinnen beim Welt Cup in Varese waren (siehe Artikel „Welt Cup Varese“), kamen die meisten Boote aus dem U23-Bereich.

Da Köln vom Ruderleistungszentrum nicht allzu weit weg ist, waren wir bereits ein Wochenende früher an der Regattastrecke am Fühlinger See und haben dort trainiert. Genauer gesagt sind wir Belastungen gefahren,um in den Regattamodus zu kommen. Wir waren leider alle noch etwas träge, da wir ja erst eine Woche davor die Langstrecke in Leipzig gefahren waren. Das steckte uns zum Teil noch in den Knochen. Zum anderen werden 2000m frequenter und spritziger gefahren als 6000m Langstreckendistanz – das Training musste also angepasst werden, was eine anstrengende Umstellung ist. Aber auch eine Umstellung, die Spaß macht! Anders als in den Jahren zuvor, haben wir nur samstags und nicht ein ganzes Wochenende in Köln trainiert – dafür war der Abstand zwischen der Langstrecke und der DKM zu gering. Irgendwann müssen wir auch mal ein Päuschen machen. Die Belastungen jedenfalls haben uns alle wach gerüttelt und heißt gemacht auf die Regatta!

Die Strecke in Köln kann eine sehr schöne und faire sein – wenn es den Wind nicht gäbe. Der kam am Regattawochenende so ziemlich von überall, eine sehr unangenehme Angelegenheit. Umso unangenehmer für uneingefahrene Zweier, wie wir sie sind: Alle Dortmunder U23-Frauen-Zweier wurden im Winter neu zusammen gesetzt. Die Kombinationen Anna und Pia so wie Sophie und Caro konnten zusätzlich durch Krankheiten nicht optimal trainieren. Ein riesiger Föhn über der Strecke macht es da nicht besser…

Lisa und Julia im Vorlauf - das allererste Rennen der Regatta!
Lisa und Julia im Vorlauf – das allererste Rennen der Regatta!

Die Rennen verliefen dem enstsprechend durchwachsen. Anna und Pia können mit ihrem 8. Platz sicherlich zufrieden sein: Die beiden haben sich von Rennen zu Rennen gesteigert. Pia riemt auch erst seit ein paar Monaten, da ist ein insgesamt 7. Platz unter den reinen U23-Zweiern ein top Ergebnis! Sophie und Caro konnten sich ins A-Finale rudern. Dort mussten sie leider alle Boote ziehen lassen. Anica und Franziska konnten den Wettkampf nicht wie ünlich beginnen: Anica hatte mit einer Abiturprüfung länger zu schaffen gehabt als gedacht. So musste das Duo den Vorlauf sausen lassen. Glücklicherweise durften sie den Hoffnungslauf trotzdem mitfahren und haben sich dort ins C-Fianale gerudert. Lisa und ich haben es  ins A-Finale geschafft. Das Finalrennen warunser bestes Rennen der Regatta! Für eine Medaille hat es am Ende nicht gereicht. Ärgerlich, zumal wir als Langstreckensieger an den Start gegangen sind und auch im Rennen anfangs noch auf einem Medaillenrang lagen. Mit einem 4. Platz können wir uns nichts kaufen – die Platzierung an sich ist aber gut, auch in Hinblick auf die Nominierung für die U23 WM.

Der nächste Schritt ist ein Trainingswochenende im Achter gefolgt von einem Trainingswochenende im Vierer. Warum das ganze Großbootgefahre? In drei Wochen starten wir bei der Internationalen Regatta in Gent!

Bis dahin – haltet die Ohren steif,

Eure Julia

 

Welt Cup Varese

Der erste Vergleich mit der internationalen Konkurrenz im olympischen Jahr.

Zu Beginn der Woche standen noch zwei Tage Heimtraining an. Diese nutzen  wir zur Regeneration nach dem Streckenfahren in Köln.

Am Mittwoch ging es dann nun endlich los. Alle stiegen in den Flieger und trafen sich in Varese(Italien). Dort angekommen stand alles unter dem  Motto:  „April, April, der macht was er will.“ Denn zum Abladen und Anbauen der Boote fing es in Strömen an zu regnen. Zum Glück hielt es nicht altzulange an und wir hatten zum Rudern nur noch das Wasser von unten.

Der Donnerstag diente allen noch als Trainingstag. Früh eine Einheit und nachmittags eine Einheit. Varese zeigte sich von seiner schönsten Seite. Strahlend blauer Himmel, glattes Wasser und eine wahnsinnige Aussicht auf die Berge. Da macht das Training gleich doppelt so viel Spaß.

Freitag ging es für Marchi und Kerstin im Zweier das erste Mal an den Start, während der Achter noch einen Tag zum trainieren hatte. Die Gegner waren Russland 1, Polen, Serbien 2, Irland und Russland 2.

Das Startsignal ging von rot auf grün und die Saison der beiden war eröffnet. Sie konnten sich gleich zu Beginn des Rennens  an die Spitze setzen und gaben ihre Führung bis zur Ziellinie nicht mehr ab – der Auftakt war geglückt.

Samstag war es dann auch für den Achter soweit. Das Bahnverteilungsrennen stand an. Mit an der Startlinie waren Canada, Russland und die Niederlande.

Attention Row.

Unsere vielen Strecken die wir in den Trainingslagern geübt haben, um am Start direkt mitfahren zu können, sollten sich bezahlt machen. Wir gingen als zweite über die 500m und fuhren danach auf Augenhöhe mit Canada und Russland weiter bis zur 1000m-Marke. Nur die Niederlande konnten sich ein wenig vom Feld absetzen.

Die zweite Streckenhälfte nutzten Russland und Canada besser und blieben auf Geschwindigkeit und fuhren uns somit davon. Auch unser Endspurt reichte nicht mehr aus, um an das Feld heran zu kommen. Das Rennen gewann Russland vor Niederlande, Canada und Deutschland.

Für den Zweier ging es um 13:00 das zweite Mal an den Start. Die Gegner waren in diesem Halbfinale Niederlande, Polen, Ialien1, Spanien, Canada.

Die Italienerinnen erwischten den besten Start und gingen als erstes über die 500m, dicht gefolgt vom Deutschen Duo. Diese Reihenfolge sollte sich auch bis zur 1000m Marke nicht ändern.

Nun kamen auch die Spanierinnen  immer besser in Schwung und schoben sich langsam an die beiden führenden Boote heran. Sie setzten sich bis zur 1500m Marke vor das deutsche Boot.

Doch es sollte nochmal heiß hergehen bis zur Ziellinie. Die Spanierinnen hatten die höchste Geschwindigkeit und flogen auch noch an Italien vorbei. Marchi und Kerstin taten es ihnen gleich und somit hieß das Ergebnis Spanien vor Deutschland und Italien.

 

Am Sonntag standen die Finalrennen an.

Den Anfang machten Marchi und Kerstin um 10:03. Die Teams aus Russland (1),Spanien, Südafrika, Italien (2) und Italien (1) hatten es ebenfalls ins Finale geschafft.

Unser Deutsches Duo kam solide ins Rennen, merkten aber ziemlich zeitig, dass es ein schwieriges werden wird. Sie kamen nicht so recht in Schwung. Besser gelungen ist das Südafrika, die das Rennen von Beginn an dominerten, gefolgt von Italien und Spanien. Auch im weiteren Verlauf gelang es Marchi und Kerstin nicht den Abstand zu den führenden Booten zu verringern. Im Ziel fehlten Ihnen 2 Sekunden  zum dritten Platz, Südafrika gewann vor Italien und Spanien.

Marchis Resümee zu diesen Wochenende: „Es war ok. Eine Medaille wäre gut gewesen. Ich denke Italien und Spanien sind schon etwas mehr im Wettkampf Modus, weil die beiden sich noch qualifizieren müssen. Sie sind  bereits  vor 2 Wochen eine Regatta gefahren. Bei uns hat einfach noch etwas die Wettkampfroutine gefehlt und im Finale haben wir zwischen 300-1000m einfach zu viel liegen lassen. Italien ist ein starkes Rennen gefahren, jedoch hat das Halbfinale gezeigt das sie und Spanien in Reichweite sind.“

Für den Achter ging es um 12:48 um die Wette.

Leider geling es uns von Anfang an nicht bei den anderen Nationen mitzufahren. Die Geschwindigkeit fehlte. Trotzdem versuchten wir nicht aufzugeben und unser Rennen stur weiterzufahren  und es so gut wie möglich für zu beenden. Denn auch uns fehlt die Wettkampfroutine in dieser Achterbesetzung. Wir müssen jedes Rennen nutzen, um uns weiter zu entwickeln.

Das Rennen gewann die Niederlande vor Canada und Russland.

Mein Resümee zu diesem Wochenende ist, dass es vom Ergebnis her natürlich nicht befriedigend ist. Jedoch gibt es positive Ansätze, wie das Bahnverteilungsrennen am Samstag gezeigt hat. Darauf müssen wir aufbauen und es so verinnerlichen, dass wir es zu jeden Zeitpunkt abrufen können. Wir haben uns gut als Mannschaft entwickelt und ich bin der festen Überzeugung, dass  bis zur Nachquai in Luzern in 5 Wochen noch einiges möglich ist.

Bis bald, eure Dani

 

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Unser Hotel in Varano Borghi – ein wunderschönes altes Anwesen!

Erster World Cup in Varese

An diesem Wochenende findet im italienischen Varese der erste World Cup der olympischen Saison statt. Das Team Frauenachter geht im Zweier ohne sowie im Achter an den Start. Während den Zweier ein großes Meldefeld von 16 Booten erwartet, muss sich der Achter nur 3 Gegnern stellen. Nach dem Stand der WM des letzten Jahres mit dem das Zweier-Duo Hartmann/Marchand drittschnellste Nation in Varese ist, möchten die beiden an diese Leistung anknüpfen. Für den Achter ist mit dem niederländischen Boot ein Gegner am Start, der genauso wie das deutsche Team um eines der letzten beiden Olympiatickets kämpft.

Alle Rennen sind im livestream auf  http://www.worldrowing.com/events/2016-world-rowing-cup-i/ zu verfolgen.

Infos zu den Rennen:

Zweier ohne (W2-):

  • Vorlauf: 15. April, 9:30
  • Halbfinale: 16. April, 13:00
  • Finale: 17. April, 10:03

Achter mit Steuerfrau (W8+):

  • Bahnverteilungsrennen: 16. April, 11:05
  • Finale: 17. April, 12:48

Die Saison kann beginnen

Hallo ihr Lieben,
Der Frühling ist da und die neue Saison steht in den Startlöchern, da kribbelt es uns richtig in den Fingern, Armen und Beinen. Während sich unsere U23 Frauen auf die anstehenden Kleinbootmeisterschaften vorbereiten, geht es für uns nächste Woche nach Varese zum ersten World Cup. Traditionell organisiert der Stützpunkt Dortmund am Wochenende vor den Kleinbootmeisterschaften ein gemeinsames Streckenfahren für Skuller und Riemer aus der Region. Es werden am Samstag 500m, 1000m und am Sonntag 1500 oder 2000m gefahren. Dies dient dazu den Körper auf die hohen Frequenzen und die Belastung einzustellen, sowie zu testen, ob die Abstimmung schon passt und wo vielleicht noch Reserven liegen.

Bevor wir selber an den Start gehen, schauen wir den anderen bei der Arbeit zu
Bevor wir selber an den Start gehen, schauen wir den anderen bei der Arbeit zu

Der Zweier hat sich bei den Strecken der U23 Mädels mit eingeklinkt und Ralf hat für uns einen Vierer mit Steuermann als Gegner organisiert. Da Charly diese Woche krank war, ist Stella eingesprungen. Frauke hat das Wochenende genutzt, um ihr Allroundtalent unter Beweis zu stellen, denn am Donnerstag zur ersten Einheit konnte Stella nicht da sein und so hat Frauke ihre gewohnte Seite (Backbord) verlassen und ist auf Steuerbord ins Trainingswochenende gestartet. Samstag hat sie dann die Riemen gegen Skulls getauscht und ist im Einer die Strecken gefahren.

Zweier
Kerstin und Marschi (1. Boot von oben) mit den U23 Mädels
Frauke
Frauke (im weißen Boot) stellt sich den Skullerinnen

Uns hat das Wochenende viel Spaß gemacht und wir freuen uns jetzt schon auf die kommende Woche, wenn es in Varese (Italien) an den Start geht.  Allen anderen wünschen wir viel Erfolg bei der Kleinbootmeisterschaft kommende Woche.
Ich möchte mich im Namen aller bei den fleißigen Helfern am Start, im Ziel und am Laktatsteg bedanken, sowie ein Dankeschön an unsere Gegner aus dem Vierer mit aussprechen.
Ich wünsche euch noch ein schönes Restwochenende, genießt die Sonne 🙂
Liebe Grüße
Ronja