Das letzte Korn

„Volle –rolle – ab!“ tönt die Stimme von Steuerfrau Larina aus den drei kleinen schwarzen Boxen an Bord des Frauenachters. Nach dieser Ansage wissen alle 8 Frauen ihre 16 Beine und Arme gemeinsam mit den 80 Fingern was sie leisten müssen, um den Achter auf dem Wasser zu bewegen. An den Händen die durch Blasen und Hornhaut gekennzeichnet sind, spürt jeder die Kraft, aber vor allem die 12 Tage Trainingslager, welche schon hinter uns liegen. Schmerzen die durch Reibungen zwischen Riemen und der Hand entstehen, werden durch Freude auf die Saison in Vergessenheit gedrängt. Die Motivation an Bord steigt und der Achter nimmt Fahrt auf. Das Training wird geprägt von Fahrzeiten und technischen Hilfestellungen aus dem Trainerboot, der Steuerfrau und der Mannschaft. Gemeinsam arbeiten wir an unseren bekannten Fehlern. Nach guten 90 Minuten ist die erste Trainingseinheit des Tages geschafft. Es folgen Athletikeinheiten wie Lauf, Rad oder Krafttraining bis es am Nachmittag wieder „ zur Achterzeit „ schlägt.
Am Abend verbringen wir gemeinsam die Zeit beim Essen und diskutieren gerne über Themen aus Politik, Wirtschaft und philosophieren über Dinge, welche uns gerade einfallen. Natürlich darf das jährliche Pizzaessen in Italien nicht fehlen , aus diesem Grund probierten wir eine noch unbekannte Pizzeria aus.
Am Samstag gab es einen Grund zum feiern, denn Ronja konnte wie so viele Jahre schon ihren Geburtstag in Sabaudia verbringen. Mit lockeren Glückwünschen und bekannten Freund Gennaro wurde ihr Ehrentag versüßt und gefeiert.
Es folgt eine weitere Trainingswoche in Sabaudia, denn wir trainieren und kämpfen weiter, bis das letzte Korn im Speicher verbraucht wurde und die Zielhupe Ende Mai in den Alpen von Luzern erloschen ist.
In diesem Sinne wünsch ich euch einen schönen Sonntag und sandkörnige Grüße aus Sabaudia.
Michaela Schmidt

Pizza
Pizza
Alles Gute
Alles Gute
Unser Geburtstagskind
Unser Geburtstagskind
Gennaro und Ronja
Gennaro und Ronja
Sabaudia
Sabaudia
Die Sandkörner
Die Sandkörner