Die Mannschaft steht

Im Trainingslager im italienischen Sabaudia hat das Team Frauenachter einen Achter gebildet, der Ende Mai seine Chance nutzen möchte, sich für die olympischen Spiele in Rio nachzuqualifizieren. Nach zahlreichen Belastungen mit wechselnden Besetzungen haben sich folgende Athletinnen durchgesetzt und sind für den Frauenachter vorgesehen:

  • Alexandra Höffgen (Schlag, Neusser RV)
  • Melanie Hansen (Mainzer RV)
  • Lea-Katlen Kühne (Mainzer RV)
  • Charlotte Reinhardt (RV Dorsten)
  • Daniela Schultze (RC Potsdam)
  • Julia Wärmer (Rostocker RC)
  • Ronja Schütte (Essen-Werdener RC)
  • Michaela Schmidt (Hallescher RV Böllberg)
  • Larina Hillemann (Steuerfrau, Lübecker RG)

Ersatz:

  • Frauke Hacker (ORC Rostock)
  • Stella Bleich (RC Potsdam)

Gemeinsam mit dem für Olympia vorgesehenen Zweier Hartmann/Marchand reist das Team morgen wieder nach Deutschland, um sich dann in knapp 10 Tagen erneut zum gemeinsamen Lehrgang und anschließendem zweiwöchigen Trainingslager in Breisach zu treffen. Dort wird das Team dann am nötigen Feinschliff für die Saison arbeiten, die schon im April mit dem ersten Weltcup in Varese beginnt.

Abschlussbelastung im Achter
Abschlussbelastung im Achter

 

Das letzte Korn

„Volle –rolle – ab!“ tönt die Stimme von Steuerfrau Larina aus den drei kleinen schwarzen Boxen an Bord des Frauenachters. Nach dieser Ansage wissen alle 8 Frauen ihre 16 Beine und Arme gemeinsam mit den 80 Fingern was sie leisten müssen, um den Achter auf dem Wasser zu bewegen. An den Händen die durch Blasen und Hornhaut gekennzeichnet sind, spürt jeder die Kraft, aber vor allem die 12 Tage Trainingslager, welche schon hinter uns liegen. Schmerzen die durch Reibungen zwischen Riemen und der Hand entstehen, werden durch Freude auf die Saison in Vergessenheit gedrängt. Die Motivation an Bord steigt und der Achter nimmt Fahrt auf. Das Training wird geprägt von Fahrzeiten und technischen Hilfestellungen aus dem Trainerboot, der Steuerfrau und der Mannschaft. Gemeinsam arbeiten wir an unseren bekannten Fehlern. Nach guten 90 Minuten ist die erste Trainingseinheit des Tages geschafft. Es folgen Athletikeinheiten wie Lauf, Rad oder Krafttraining bis es am Nachmittag wieder „ zur Achterzeit „ schlägt.
Am Abend verbringen wir gemeinsam die Zeit beim Essen und diskutieren gerne über Themen aus Politik, Wirtschaft und philosophieren über Dinge, welche uns gerade einfallen. Natürlich darf das jährliche Pizzaessen in Italien nicht fehlen , aus diesem Grund probierten wir eine noch unbekannte Pizzeria aus.
Am Samstag gab es einen Grund zum feiern, denn Ronja konnte wie so viele Jahre schon ihren Geburtstag in Sabaudia verbringen. Mit lockeren Glückwünschen und bekannten Freund Gennaro wurde ihr Ehrentag versüßt und gefeiert.
Es folgt eine weitere Trainingswoche in Sabaudia, denn wir trainieren und kämpfen weiter, bis das letzte Korn im Speicher verbraucht wurde und die Zielhupe Ende Mai in den Alpen von Luzern erloschen ist.
In diesem Sinne wünsch ich euch einen schönen Sonntag und sandkörnige Grüße aus Sabaudia.
Michaela Schmidt

Pizza
Pizza
Alles Gute
Alles Gute
Unser Geburtstagskind
Unser Geburtstagskind
Gennaro und Ronja
Gennaro und Ronja
Sabaudia
Sabaudia
Die Sandkörner
Die Sandkörner

 

Trainingslager in Sabaudia

Hallo zusammen!

Viele Grüße aus Sabaudia (ca. 100km südlich von Rom)! Seit dem 9. Februar trainieren wir hier hauptsächlich im Achter und Zweier, außerdem soll hier der Achter für die Saison gebildet werden.

Heute gibt’s einen etwas anderen Blog von mir, nämlich hauptsächlich Fotos vom Trainingslager. Aber da wir knapp 3 Wochen hier sind, werdet ihr in den nächsten beiden Wochen aus unserem Blog noch mehr über das Trainingslager erfahren!

Viele Grüße

Eure Charly

 

Tests zur Bildung der Nationalmannschaft / Hartmann und Marchand fahren im Zweier zu Olympia

In den vergangenen zwei Wochen stellte sich das Team Frauenachter mehreren Test, sowohl auf dem Ruderergometer an Land als auch im Zweier auf dem Wasser.

 

Ergotest

Am 29. Januar stand für alle zum Kreis gehörenden Athletinnen der Ergotest über die simulierten 2000m in Dortmund an. Hierbei fielen 7 neue persönliche Bestwerte, die schnellsten Zeiten fuhren Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffgen und Michaela Schmidt. Mit größtenteils zufriedenstellenden Tests wurde die nächsten zwei Tage gemeinsam im Achter trainiert.

Interne Rangliste im Zweier

Am folgenden Wochenende mussten sich alle Athletinnen im Zweier beweisen. Dazu war der Fühlinger See in Köln zuvor für das Team Frauenachter reserviert worden.  In 2 Vorläufen und 2 Finalläufen platzierten sich die 6 Zweier, das siebte Boot musste leider krankheitsbedingt abmelden. Den ersten Platz belegte die bekannte Kombination Kerstin Hartmann/Kathrin Marchand aus Ulm und Leverkusen. Mit diesem Sieg ist das Duo als deutscher Zweier für die olympischen Spiele in Rio de Janeiro im August nominiert.  Der zweite Platz ging an Ronja Schütte und Michaela Schmidt aus Essen Werden und Halle, der dritte Platz an Lea-Katleen Kühne und Melanie Hansen aus Mainz. Aus diesen vier Athletinnen und den weiteren Zweiern Becker/Wärmer, Reinhardt/Höffgen und Bleich/Schultze sowie Frauke Hacker wird nun im Trainingslager in Sabaudia der Achter gebildet. Dieser hat Ende Mai in Luzern noch einmal die Chance sich für Olympia zu qualifizieren.

Seit dem 9. Februar befindet sich das Team im Trainingslager im italienischen Sabaudia.

Gesundheit hat Priorität!

Hallo,

diese Woche war eine sehr ereignisreiche und aufschlussreiche Woche. Nach überstandenem Ergotest und ein paar Rudereinheiten im Achter hieß es für uns die Konzentration auf den Zweier zu legen. Am Samstag fand die Zweierüberprüfung in Köln statt. Hierbei ging es um das Ausfahren des schnellsten Zweiers, welcher bei Olympia Deutschland vertreten wird, und um einen Platz für die weitere Achterbildung. Doch soweit sollte es für mich nicht kommen. Am Montag konnten Frauke und ich endlich wieder in Rostock auf die Warnow gehen, nach mehreren Wochen Eisschicht darauf.  Doch schon ab Dienstag musste ich mich wieder mit dem Ergometer anfreunden. Frauke hatte es leider gesundheitlich sehr umgehauen und auch ich hatte noch mit Husten zu kämpfen. Aus diesen Gründen konnten wir am Samstag nicht am Wettkampf teilnehmen. Gesundheit geht vor! Wir waren beide sehr enttäuscht und mussten eingestehen, dass es die richtige Entscheidung ist Zuhause zu bleiben. So kurierte Frauke sich aus und ich schrubbte Kilometer auf dem Ergometer und war aktiv im Kraftraum.

Der Ausscheid fand nun also ohne uns statt. Sechs Boote gingen an den Start. Zuerst gab es zwei Läufe mit jeweils drei Booten. Im ersten Lauf gewannen Hartmann/Marchand , die sicher als Favoriten galten, im zweiten Lauf siegten Schütte/Schmidt. Jeweils die ersten beiden Boote kamen ins Finale. Die dritten Plätze fuhren das B-Finale aus. Im A-Finale siegten Hartmann/Marchand deutlich vor den anderen Booten und werden Deutschland somit in Rio bei Olympia vertreten. Glückwunsch ;).                           Zweiter wurden Schütte/Schmidt und dritter Kühne/Hansen. Freude und Erleichterung bei den Teams und Trainern. Für diese sechs Boote + Frauke geht es am Dienstag ins Trainingslager nach Sabaudia. Dort wird die Achterbildung fortlaufen.

Ich gehöre leider nicht mehr der Mannschaft an und werde somit wieder im U23-Bereich starten. Ich konnte viele Erfahrungen sammeln und von den für mich großen  Mädels viel lernen und mir abgucken 🙂 Ich werde weiterhin alles verfolgen und den Mädels die Daumen für die Olympiaqualifikation drücken.

Eure Leah