Nach der Saison ist vor der Saison

Hallo zusammen,

Seit der WM sind nun drei Wochen vergangen, in denen wir Mädels aus dem Team Frauenachter die vergangene Saison verarbeiten und neue Kräfte sammeln konnten. Ich habe die Tage genutzt um meine Familie in Ulm zu besuchen und außerruderische Freundschaften zu pflegen. Außerdem war ich mit meinem Freund in den slowenischen Alpen wandern und den darauf folgenden Muskelkater kurierte ich am Mittelmeer aus 🙂 Klingt erst mal alles nach einer entspannten Zeit, was es letztlich auch war.
Allerdings ist es ganz nicht so leicht, das Thema Rudern nach der WM von heut auf morgen zu Seite zu schieben, wenn es einen davor 11 Monate ununterbrochen beschäftigt hat.
Mit dem 8. Platz waren Kathrin und ich nach unserem ersten internationalen Wettkampf zwar erst mal relativ zufrieden, bedeutet er immerhin einen Quotenplatz für den deutschen Frauenzweier bei den Spielen in Rio, nichts desto trotz war die gesamte Saison sehr frustrierend, da unser eigentliches Ziel ja war, den Frauenachter voran zu bringen und für Olympia zu qualifizieren. Dementsprechend waren die ersten Tage getrübt durch die Gedanken, was schief gelaufen ist, warum es nicht gereicht hat und vor allem: wie kann der kommende Winter genutzt werden um doch neben dem Zweier neun weiteren Frauen die Chance zu geben, an den olympischen Spielen teilzunehmen?
Nach ein paar Tagen gelang es mir aber, den Kopf frei zu bekommen und die ruderfreie Zeit zu nutzen.

Nun steht die kommende olympische Saison vor der Tür und ab morgen wird der Fokus wieder aufs Rudern gelenkt!
Nächstes offizielles Kräftemessen wird die Langstrecke im Zweier und der Ergotest Ende November in Dortmund sein!

Bis dahin,

Eure Kerstin