Frauenachter ernüchtert: Sechster im Hoffnungslauf

Platz sechs im Hoffnungslauf – mehr war für den Frauenachter nicht drin. Damit ist eingetroffen, was zu befürchten war. Das weibliche Großboot verpasste den Einzug in den Endlauf und damit die Chance, das Olympia-Ticket auf direktem Weg zu ergattern. Die Frauen müssen auf die zweite Chance in der Nachqualifikation im kommenden Jahr setzen. Denn nur fünf der sechs Finalisten schaffen es bei der WM in Aiguebelette auf direktem Weg nach Rio 2016.

Im Ziel lag der Frauenachter eine Länge auf Australien und China zurück.
Im Ziel lag der Frauenachter mit einer Bootslänge auf Australien und China zurück.

Das Großboot geriet wie schon im Vorlauf früh in Rückstand. Den Kampf um die begehrten Finalplätze machten schließlich Großbritannien, Russland und Rumänien unter sich aus. Nicht gut ins Rennen kamen neben dem deutschen Frauenachter auch Australien und China. „Auf den ersten 500 Metern handeln wir uns den entscheidenden Rückstand ein“, meinte Trainer Thomas Affeldt. Im Ziel waren es schließlich über neun Sekunden auf das britische Siegerboot sowie eine Länge auf die fünftplatzierten Australierinnen. „Nun gilt es, die Wunden zu lecken. Und im kleinen Finale wollen wir versuchen, China und Australien einen Fight zu liefern“, so Affeldt.

Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul im Bahnverteilungsrennen
Der Vierer mit Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul im Bahnverteilungsrennen.

Heute erst ist der Vierer ohne Steuerfrau in die WM eingestiegen, da in dieser Bootsklasse nur fünf Boote gemeldet haben. Constanze Duell, Constanze Siering, Katrin Reinert und Sophie Paul belegten im Bahnverteilungsrennen den vierten Platz hinter den USA, Großbritannien und China. Das Boot aus Irland wurde Fünfter. Das war ein erster Vorgeschmack auf das Finale am Freitag. Nach den Ergebnissen vom heutigen ersten Vergleich sind China und Irland zu schlagen, um eine Medaille gewinnen zu können.

Kerstin Hartmann und Kathrin Marchand treffen im morgigen Zweier-Halbfinale (Start: 10.00 Uhr) auf Frankreich, Kanada, die Niederlande, die USA und Südafrika. Die ersten drei Boote erreichen das Finale.