EM in Posen ist ein echter Gradmesser

Die direkte Olympia-Qualifikation bei der WM Anfang September im französischen Aiguebelette ist das große Ziel des Frauenachters. Bei den Europameisterschaften am Wochenende in Posen wird es im Hinblick darauf einen ersten interessanten Aufschluss geben. Der Frauenachter, der im Vorjahr EM-Bronze in Belgrad gewann, trifft auf die kontinentale Konkurrenz aus Rumänien, Großbritannien, Russland, den Niederlanden, Weißrussland und der Ukraine.

Davids/Davids im Zweier

Miriam und Sara Davids
Miriam und Sara Davids

Nach dem zweiten Zweiertest in Köln, bei dem Ronja Schütte/Michaela Schmidt ihre Position als schnellstes nationales Kleinboot vor Kerstin Hartmann/Alexandra Höffgen und Miriam Davids/Sara Davids bestätigten, und der Hügelregatta in Essen hatten die Trainer Thomas Affeldt und Werner Nowak die Boote im Hinblick auf die EM formiert. Die Davids-Zwillinge empfahlen sich für den Zweier und werden in Posen von Trainer Werner Nowak betreut.

Für den Achter wurde ein Kreis von zehn Ruderinnen bestimmt, aus denen sich diese Besetzung ergab: Kerstin Hartmann, Katrin Marchand, Constanze Reinhardt, Ronja Schütte, Michaela Schmidt, Alexandra Höffgen, Julia Wärmer, Katrin Reinert und Laura Schwensen als Steuerfrau. Als Ergänzungsruderinnen sind Stella Bleich und Anne Becker dabei. „Bis zur Nominierungsregatta Mitte Juli in Luzern haben wir noch Zeit uns weiterzuentwickeln und uns detailliert zu formieren“, sagte Trainer Thomas Affeldt und ließ Spielraum für die Besetzungen.

Kerstin Hartmann erstmals Achter-Schlagfrau
Erstmals nimmt Kerstin Hartmann die Position der Schlagfrau im Achter ein, erstmals seit langem wurde das weibliche Großboot auch auf Steuerbord-Schlag umgeriggert. „Wir wollen wieder in Schlagweite der Niederländerinnen kommen“, sagte Affeldt, schließlich musste der deutsche Achter die Holländerinnen vor zwei Wochen auf dem Baldeneysee nach der 1.000-Meter-Marke deutlich ziehen lassen. „Hier fehlte uns auf dem anspruchsvollen Gewässer die ruderische Geschlossenheit“, sagte Affeldt im Rückblick. In Posen hofft er, dass der Frauenachter wie vor Jahresfrist wieder mit den Top-Booten aus Europa über die gesamten 2.000-Meter mithalten kann.

Aus den verbleibenden Kadersportlerinnen wird ein Vierer gebildet, der bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg an den Start gehen wird.

Spannende Woche mit Abwechslung

Nach dem schlechten Ergebnis im Achter in Essen, wurde nochmal getauscht, Positionen verändert und ausgewechselt.
Die Situation war angespannt und jeder wollte einen Platz im Achter zur Europameisterschaft haben. Es gibt aber nur 8 Rollsitze für 10 Sportler.

In einer ähnlichen Situation waren die Vierer. Auch dort wurden auch nochmal fleißig ausprobiert um 2 gute Vierer zu formieren, die dann die bevorstehenden Aufgaben meistern sollen.

Für mich ging es um ein Platz im Achter. Ich war ganz schön angespannt. Um einwenig locker zu werden brauchte ich Abwechslung. Also bin ich mit Michi und Julia ins Kino gegangen, einfach mal abschalten. Aber das Highlight war Squash spielen. Es war richtig spaßig aber auch anstrengend und eine gute Abwechslung zum Trainingsalltag. Gut um den Kopf frei zubekommen.

image

Ich glaub uns sieht man jetzt öfters dort 😉

Ab jetzt ist der Fokus auf der Europameisterschaft (29.05.-31.05.2015) in Poznan.  Für den Zweier, Achter und Ersatzleute heißt es auf zur EM. Die Boote sind verladen und der Flieger wartet schon auf uns.
Die Rennen beginnen am Freitag.
Wir freuen uns auf spannende Rennen und gute Ergebnisse.
Eine schöne Woche noch

Anne

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Attention – Row!

Nach dem gemeinsamen Vierer- und Achtertrainingswochenende am vorletzten Wochenende verbrachte ich die Tage Montag bis Mittwoch zu Hause in Berlin, trainierte fleißig und lernte für meine letzten Prüfungen, die ich in den nächsten Wochen noch absolvieren muss. Am meisten Spaß bereitete mir allerdings das Trainieren der Kindertrainingsgruppe in meinem Verein, was ich immer dann versuche wahrzunehmen, wenn die Zeit es erlaubt. Es ist schön, den Kindern etwas beizubringen und deren Fortschritte zu beobachten.

Am Donnerstag machte ich mich dann mit viel Ungewissheit im Gepäck auf nach Köln, weil am Freitag das interne Streckenfahren mit zwei 2000m-Strecken auf dem Programm stand. Für mich stand von vornherein fest, dass ich die erste Strecke nicht mitfahren würde, da diese alle in ihren Zweierkombinationen von der Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg fahren sollten. Da ich ohne Zweierpartnerin in die Saison gestartet war und in Brandenburg Einer gefahren bin, konnte ich also schlecht teilnehmen 😉 Für die zweite Strecke wurde mir zuvor in Aussicht gestellt, eventuell fahren zu dürfen. Aufgrund der wenigen Trainingskilometer, die ich in diesem Jahr im Zweier absolviert hatte, und der Ungewissheit überhaupt eingesetzt zu werden, war ich die ganze Zugfahrt über ziemlich angespannt. Umso mehr erfreute es mich, dass Christi Himmelfahrt war und viele Familien mit Kindern unterwegs zu ihren Großeltern waren. So auch ein kleines Mädchen, welches mir gegenüber saß und mit Lego spielte. Es erzählte mir ab und an lustige Geschichten zu den Legofiguren, sodass ich ein bisschen abgelenkt war 🙂

Nach einer letzten Trainingseinheit auf dem Fühlinger See in Köln und gemeinsamen Abendessen am Donnerstag, hieß es am Freitag morgen dann ein erstes Mal „Attention – Row“.  Die zehn Zweier ruderten die 2000m in zwei Abteilungen, die von Bundestrainer Thomas Affeldt gesetzt wurden. In der ersten Abteilung siegte die Kombination Michaela Schmidt/Ronja Schütte vor Alexandra Höffgen/Kerstin Hartmann. Die Zweite Abteilung wurde von Sara und Miriam Davids vor Daniela Schultze und Stella Bleich gewonnen.

Nach einer kurzen Verschnaufpause und Beratung des Trainer-Teams wurden die Kombinationen für die zweite Strecke verkündet. Bis auf zwei Besetzungen wurden alle anderen Kombinationen getauscht. Meine Anspannung wandelte sich ziemlich schnell in Aufregung um als ich erfuhr, dass ich die zweite Strecke tatsächlich mitfahren darf.

Gut zwei Stunden nach dem ersten Start hieß es erneut  für zwei Abteilungen „Attention – Row“. Diesmal hießen die schnellsten Duos in der ersten Abteilung Kathrin Marchand/Kerstin Hartmann und Ronja Schütte/Charlotte Reinhardt. In der zweiten Abteilung siegten Sara und Miriam Davids vor Julia Wärmer und Daniela Schultze.

Nach dem Verladen der Boote und einer kurzen Besprechung war der „Rudertag“ beendet. Für Samstag waren in Vorbereitung auf den Start bei der Essener Hügelregatta am Sonntag zwei Trainingseinheiten in Dortmund geplant. Aus diesem Grund fuhren viele von uns von Köln aus (zurück) nach Dortmund. Abends trafen sich einige zu einem kleinen Wizard (Kartenspiel)-Turnier über den Dächern Dortmunds und ließen den sehr anstrengenden Tag in der Abendsonne ausklingen.

Am Samstagmorgen vor dem Training wurden die Besetzungen der Boote für die Hügelregatta verkündet. In Essen sollte der Achter in der Besetzung Wärmer/Reinert/Reinhardt/Becker/Schmidt/Höffgen/Hartmann/Schütte/Stf. Schwensen an den Start gehen. Für den Zweier wurde das Duo Marchand/Bleich vorgesehen. Außerdem wurden zwei Vierer mit den Besetzungen  Redetzki/Törpsch/te Neues/Kühne sowie Paul/Duell/Siering/Schultze gemeldet. Beide Vierer sollten auch gemeinsam den zweiten gemeldeten Achter stellen.

Am Sonntag in Essen starteten zunächst beide Achter. Die Konkurrenz aus den Niederlanden und Großbritannien war stark, sodass sich unser erster Achter entgegen den Erwartungen dem ersten niederländischen Achter deutlich geschlagen geben musste. Unser zweiter Achter wurde Vierter. Im Anschließenden Zweierrennen belegte die frisch zusammengesetze Paarung Marchand/Bleich Platz 3 hinter den Booten aus Großbritannien und den Niederlanden. Das letzte Rennen der Regatta war der Frauen-Vierer. Nach Abmeldungen der gesamten internationalen Konkurrenz starteten beide deutschen Boote gegeneinander. Dabei siegte das Boot mit Schlagfrau Daniela Schultze.

Die Regatta in Essen hat uns allen aufgezeigt, wie viel Arbeit in den nächsten Wochen noch vor uns liegt um die gesteckten Ziele zu erreichen. Auch wenn viele von uns vielleicht sehr nachdenklich nach Hause gefahren sind, war dieses Wettkampfwochenende für mich sehr schön, weil ich endlich wieder Rennen im Riemenboot bestreiten durfte 🙂

Viele Grüße

Sophie

Team Frauenachter formiert sich für den ersten internationalen Vergleich

Die Vorbereitung nähert sich dem Ende, am Wochenende steht für das Team Frauenachter (Foto von der EM 2014 in Belgrad, wo der Frauenachter Bronze gewann) der erste internationale Vergleich an. Bei der Internationalen Hügelregatta in Essen gehen je zwei deutsche Achter, Vierer und Zweier an den Start. Um die begehrten Plätze in den Booten müssen die Damen am Freitag aber noch einmal kämpfen: In Köln wird im Kleinboot getestet, bevor die vorläufige Besetzung der Boote bekannt gegeben wird. „Das wird der letzte Baustein, dann können wir die Formierungsphase abschließen“, sagte Bundestrainer Thomas Affeldt.

Den ersten Weltcup haben die Ruderinnen ausgelassen, sich stattdessen intern mit der nationalen Konkurrenz gemessen. „Wir haben gut und viel trainiert, außerdem sind alle gesund geblieben“, sieht Affeldt das Team stark aufgestellt für den ersten internationalen Vergleich. Wie die Konkurrenz drauf ist, ist im Vorhinein schwer abzuschätzen. Holland und England haben ebenso wie Deutschland zwei Achter gemeldet, jedoch viele neue Namen mit an Bord.

„In den vergangenen beiden Jahren waren wir in der Lage, sie zu schlagen. Das Rennen wird für uns ein guter Maßstab. Danach wissen wir, wo wir stehen“, meinte Affeldt. Bei der Europameisterschaft Ende Mai werden noch ganz andere Gegner auf den Plan rücken, etwa Rumänien oder Russland. Das Ziel des Frauenachters ist es, dort mit der europäischen Spitze mithalten zu können: „Wir wollen noch ein Stückchen mehr als im vergangenen Jahr den Gegnern die Stirn bieten und einen guten Kampf liefern.“

Wer bei den Deutschen in welchem Boot sitzt, wird sich allerdings erst nach den abschließenden Tests am Freitag in Köln zeigen. Alle Athletinnen fahren dort zweimal die 2000-Meter-Strecke, erst in der gleichen Besetzung wie bei der Kleinbootmeisterschaft in Brandenburg, dann mit neuer Zuordnung. „In diesem Jahr haben wir uns etwas mehr Zeit zur Formierung genommen. Wir Trainer hoffen, dass die einen ihre Leistung bestätigen die anderen einen Aufwärtstrend zeigen“, erklärte Affeldt. Bei den Titelkämpfen in Brandenburg setzte sich das Duo Michaela Schmidt und Ronja Schütte gegen Sara und Miriam Davids (Silber) und Anne Becker/Julia Wärmer (Bronze) durch.

Spannung durch Abwechslung

Hallo Zusammen,
die Woche begann für mich entspannt am Schreibtisch. Da wir montags unser Training zeitlich individuell gestalten können, nutzte ich den Tag, um in meinem Studium voran zu kommen. Ich habe diesen Frühling mit einem Master in eEducation an der Fernuni Hagen begonnen. Anfangs war es etwas schwierig, sich ohne Präsenzveranstaltungen für das Lernen zu motivieren. Aber da auch Conny und Katrin R. an der Fernuni studieren und die beiden ihre Motivation am Stützpunkt durch eifriges Lernen verbreiten, ließ ich mich davon anstecken und habe nun auch Freude daran gefunden 🙂 Ab Dienstag stand dann auch wieder das gemeinsame Training auf dem Plan. Zu Beginn der Woche fand ein Trainingsblock in den Kleinbooten statt, da nächste Woche noch mal ein zweites internes Streckenfahren in den Zweiern ansteht. Diesen Block schlossen wir dann am Donnerstag mit Belastungen ab um uns am Wochenende in den Vierern und Achtern zu vergnügen. Auch wenn die Woche noch einmal ganz im Zeichen des Trainings stand, wurde uns doch einiges an Abwechslung geboten 🙂 Für das Vierer- und Achterfahren kamen wieder die Sportlerinnen Lea (Mainz), Sophie P.& Dany& Stella (Berlin) und Meike aus Ulm. Über „Besuch“ aus meiner Heimat Ulm freue ich mich immer besonders.
Es wurden verschiedene Kombinationen ausprobiert, da neben dem Streckenfahren im Zweier nächste Woche auch die internationale Hügelregatta in Essen statt findet, bei der wir uns in Vierern und Achtern messen wollen.
Außerdem hatten wir diese Woche noch einen schönen Grund zum Feiern: Johanna hatte Geburtstag und so wurde die Mittagspause am Freitag zum Kaffeetrinken und Kuchenessen genutzt!

So, jetzt lege ich schnell meine Beine hoch, um mich für die kommende Woche zu erholen und freue mich schon auf spannende Rennen in Essen! Schaut vorbei, wenn sich das Team Frauenachter das erste Mal in der Saison 2015 in Großbooten auf die olympische Distanz begibt!

Schönen Sonntag, eure KerstinVierer

Nach getaner Arbeit zufrieden heimradeln :-)
Nach getaner Arbeit zufrieden heimradeln 🙂