Ab über die Alpen…

Hallihallo,

nach dem Testwochenende für den gesamten Frauenriemenbereich, hatten die momentan in Dortmund wohnhaften Sportlerinnen die Möglichkeit an den zwei folgenden Tagen das Training individuell zu absolvieren. So konnte man das Lernen etwas leichter koordinieren, die Zeit gut nutzen, Klausuren in Ruhe schreiben oder einfach noch Energie tanken für das bevorstehende Trainingslager in Italien.

Und am Mittwochmorgen war es dann für einen Großteil unserer Trainingsgruppe so weit. 16 Riemerinnen, Steuerfrau und Betreuerteam machten sich von Düsseldorf bzw. Berlin über die Alpen auf den Weg erst einmal nach Rom und weiter mit dem Bus bis nach Sabaudia.

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leich nach der Ankunft in unserer Unterkunft – ein schickes Hotel mit traumhafter Lage direkt am Meer – drehten wir noch eine Runde auf dem Lago di Sabaudia, um die Reise aus den Knochen zu spülen und wieder beweglicher zu werden.

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Leider hat mich im Laufe des zweiten Tages ein mitgeschleppter Infekt dahingerafft, so dass ich die nächsten zwei Tage ganz gemütlich den Strand zu Fuß und die Küstenstraße auf dem Rad erkundet habe.
Währenddessen hat der Rest der Truppe fleißig Kilometer auf dem Wasser sowie einmal auf der Straße zurückgelegt und die Eisen im Kraftraum gestemmt.

Gemeinsam mit dem Frauen Skull-Team wurden am Samstag die eigentlich für Sonntag angesetzten Belastungen auf Grund von Schlecht-Wetter-Warnungen vorgezogen und zum Teil im Achter und zum Teil wegen eines weiteren Ausfalls in Kleinbooten durchgeführt. Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Strecken meist noch in Überdistanz (d.h. mehr als 2000m) und mit niedrigerer Frequenz (im Vergleich zur Rennfrequenz von circa 34-36 Schlägen pro Minute).

Der angekündigte Regen, der uns in kürzester Zeit nass werden ließ, hielt uns zum Abschluss dieser Woche dann doch nicht davon ab aufs Wasser zugehen und noch weitere Trainingskilometer einmal in den Zweiern und nachmittags im Vierer und Achter zu absolvieren.

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Eure Constanze

In Sabaudia Grundlagen für vorolympische Saison legen

Am heutigen Mittwoch startet das Team Frauenachter ins erste Trainingslager des Jahres 2015. Für zwei Wochen wollen 16 Ruderinnen und Steuerfrau Laura Schwensen im italienischen Sabaudia die Grundlagen für die vorolympische Saison legen, in der es darum geht die beiden Boote, den Achter und den Zweier, direkt für die Olympischen Spiele 2016 in Rio zu qualifizieren.

„Mit dem Trainingslager läuten wir die letzte Trainingsphase vor den nationalen Überprüfungen in Leipzig und Brandenburg ein“, sagte Bundestrainer Thomas Affeldt, der die Entwicklung seines Kaders als „positiv“ bezeichnete. Das hatte sich erst am Wochenende bei einer Maximalkraft-Überprüfung und einem Zehn-Kilometer-Ausdauertest auf dem Ergometer gezeigt. Affeldt zufrieden: „Im Grundlagenbereich ist ordentlich was passiert.“ Der Schwerpunkt in Sabaudia wird auf dem Wassertraining im Zweier und Achter liegen, wobei 210 Ruderkilometer auf dem Wochen-Trainingsplan stehen. Dazu kommen Radfahren, Krafttraining und Gymnastikeinheiten.

Neu in der Trainingsgruppe sind mit Daniela Schulze, die schon 2012 im Olympiaachter saß, und Stella Leich zwei Ruderinnen aus Potsdam. Auch Kathrin Marchand, Schlagfrau des letztjährigen Achters, ist wieder dabei. Sie hat ihre Verletzungen infolge eines Radunfalls auskuriert und ist auch schon wieder erste lange Einheiten gerudert. Überhaupt wurde die Kranken- und Verletztenliste nach einigen Ausfällen zuletzt immer kleiner. Affeldt: „Allmählich stehen wieder alle zur Verfügung.“

Parallel zur Riemengruppe trainiert auch das deutsche Nationalteam der Skullerinnen von Bundestrainer Sven Ueck in Sabaudia. „Das haben wir bewusst so gelegt. So können wir auch mal gegeneinander Sparrings oder Strecken fahren“, meinte Affeldt. Fast zeitgleich bereiten sich zudem die Nachwuchsathletinnen mit U23-Trainer Friedrich-Wilhelm Bücker im Trainingslager in Spanien auf die Saison vor.

Das erste Testwochenende 2015

Hallo ihr Lieben,

Die Woche begann mit einem trainingsfreien Tag, den wir nach dem anstrengenden Trainingsblock der letzten 3 Wochen alle gut gebrauchen konnten. Jeder konnte die Batterien aufladen und den Fokus auf das bevorstehende Testwochenende richten.

Wir durchlaufen in regelmäßigen Abständen Leistungskontrollen, die alle Aspekte unserer momentanen Leistungsfähigkeit und unserer Leistungsentwicklung wiederspiegeln. Am Freitag liessen wir unsere Muskeln spielen und duften zeigen wie viele Kilo wir maximal an verschiedenen Übungen bewegen können. Krafttraining steigert nicht nur unsere individuelle Muskelkraft, sondern schützt uns Sportlerinnen auch vor Verletzungen. Obwohl Rudern eine Sportart mit einem vergleichsweise geringen Verletzungsrisiko ist, müssen wir unseren Körper so stärken, dass er den vielen Kräften die beim Rudern auf uns wirken auch stand hält.

Die vielen vielen Tiefkniebeugen, Züge gegen die Bank, vom Boden auf die Schultern und teilweise sogar über Kopf haben ihre Wirkung gezeigt und wurden bei allen mit Steigerungen der Maximalkraftwerte belohnt. Auch wenn ich persönlich diesen Punkt noch nicht ganz erreicht habe, fühlt man sich ein bisschen wie Superwoman, wenn man das eigene Körpergewicht stemmen oder ziehen kann, die Gewichtscheiben dicker werden und die Hantelstange durch sie in verschiedenen Farben `geschmückt` wird.

Kurz nach dem Mittagessen sausten wir in 2 Achtern über den Kanal und haben uns an der Sonne, die im Gegensatz zu der am Anfang der Woche herrschenden winterlichen Temperaturen und dem Eis auf dem Kanal, erfreut. Nach vielen Stunden im Ergo- oder Kraftraum vergisst man leider schnell, wie gut Sonnenstrahlen tun und wieviel freier man an der frischen Luft atmen kann.

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Normalerweise scheucht uns Silvi jeden Freitag Nachmittag durch die Turnhalle und versucht uns mit Hilfe von Tanzschritten koordinativ zu schulen oder durch trügerisch leicht aussehende Übungen unsere Haltung und Rumpfstabilität zu verbessern. Da die eigentliche Mammutaufgabe in Form eines 10km Ergotests am Samstag noch bevor stand, hatte sie jedoch Nachsicht. Unsere vom Krafttest schmerzenden Muskeln haben wir durch verschiedene Yoga- und Dehnübungen etwas erholen können. Es war eine gute Gelegenheit mental ein bisschen runter zu fahren und den Kopf ein wenig zu entlasten.

In mehreren Gruppen wurden wir am Samstag nach der Vorbelastung in Form einer Stufenkontrolle über die 10km geschickt. Für manche war es das erste Mal, dass sie diesen Test durchlaufen mussten, andere hatten schon letztes Jahr das Vergnügen. Mit dem Wissen, dass die Distanz die fünffache unserer eigentlichen Wettkampfdistanz ist, sah man das ein oder andere angespannte und unsichere Gesicht vor dem Start.

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Wie vor jedem Test galt es allerdings alle Zweifel auszublenden und sich und seinem Körper zu vertrauen. Es ist leicht sich in den Momenten vor dem Startsignal verunsichern zu lassen. Gerade dann ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass man die letzten Monate hart trainiert hat und die Werte der letzten Belastungen und Stufenkontrollen ein positives Ergebnis versprechen. Spätestens wenn das Startsignal fällt, wird man von der Energie und der Atmosphäre, die in dem Ergoraum herrschen, mitgerissen und man ist mittendrin. Über die Distanz ist die richtige Renneinteilung der Schlüssel zum Erfolg. Fängt man zu beherzt an, ist die Gefahr, dass einem die Körner ausgehen, groß. Traut man sich am Anfang zu wenig zu, bleibt das nagende Gefühl, dass man mehr hätte geben können. Fast alle haben die Strecke erfolgreich gemeistert und viele haben ihre Erwartungen übertroffen. Jeder ist um einen Ergotest und eine Erfahrung reicher und hatte die Chance etwas über sich und seine persönlichen Grenzen zu lernen.

Ein anstrengendes Testwochenende ging am Sonntag morgen nach einer langen Ausdauereinheit auf dem Wasser zu Ende. Zum Abschluss hat sich der Winter noch einmal von seiner unschönen Seite gezeigt und hat uns starke eisige Winde und Niederschlag in verschiedenen Formen beschert. Bald geht es ins Trainingslager nach Sabaudia, Italien, wo hoffentlich Sonnenstrahlen und Temperaturen jenseits der 15Grad Marke warten.

 

Eure Clara

 

Ruderer auf der Messe „boot 2015“

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(c) LSB NRW | Foto : Andrea Bowinkelmann

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr habt den Schnee in den letzten Tagen genossen und nicht allzu sehr über ihn geschimpft. 😉
Wir konnten in der letzten Woche gut rudern, das heißt der Kanal war frei von Eis. Es war zwar oft sehr kalt und manchmal ist uns ein eisiger Wind um die Ohren gefegt, aber das sind wir ja gewohnt.

Zudem waren wir, Alexandra, Ronja, Constanze und ich letzte Woche Freitag auf der Messe „boot 2015“ in Düsseldorf. Wir wurden von der Sportstiftung NRW eingeladen unter der Überschrift „Wirtschaftselite trifft Sport“, oder auch Captains Day genannt, teilzunehmen. Wir Sportler, also auch viele andere Sportarten außer Rudern, stellten uns zu Beginn auf der Bühne vor und anschließend hielt Frau Ute Schäfer, Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, eine Rede über Nachwuchsspitzensportler und Schule bzw. berufliche Ausbildung und wie diese beiden Punkte in Übereinstimmung gebracht werden können.

Constanze, Ronja, Miriam und Alexandra bei der boot2015.
Constanze, Ronja, Miriam und Alexandra bei der boot2015.

Danach gab es ein leckeres Essen und anschließend folgten noch Vorträge von Unternehmern die Leistungssportler in ihr Unternehmen integrieren und weiter fördern wollen. Dafür wurden von Verantwortlichen aus Firmen und Leistungssport Strategien zur Karrieregestaltung von Leistungssportlern aus NRW ausgearbeitet.

Nach weiteren interessanten Gesprächen mit Unternehmensvertretern aus der Wirtschaft haben wir noch gemeinsam das Gelände der Messe „boot 2015“ besichtigt.

Da wir die letzten Wochen gut trainiert haben stand an diesem Wochenende auch Heimtraining auf dem Trainingsplan, jedoch waren die meisten am Samstag in Dortmund am Bundesstützpunkt um noch gemeinsam eine Wassereinheit, Kraft und Gymnastik zu absolvieren. Ich bin dann nach dem Training nach Krefeld gefahren, um meine Familie mal wieder zu besuchen. Am Sonntag stand dann noch eine Ergo-Trainingsbelastung auf dem Plan und schon war eine Woche wieder rum. In 9 Tagen geht es dann auch schon wieder los in das nächste Trainingslager nach Sabaudia.
Bis dahin, alles Gute!
Eure Miriam