Sieg im B-Finale – Frauenachter wird WM-Siebter

Versöhnlicher Abschluss für den Frauenachter bei der WM in Amsterdam: Das Team um Schlagfrau Kathrin Marchand gewann das B-Finale deutlich gegen die gastgebenden Holländerinnen. Nach Platz drei im Hoffnungslauf und dem verpassten A-Finale sprach Bundestrainer Thomas Affeldt nach dem guten Abschlussrennen von einem „kleinen Befreiungsschlag für den Kopf“.

Der Frauenachter gewinnt das B-Finale in Amsterdam.
Der Frauenachter gewinnt das B-Finale in Amsterdam.

Im Duell mit dem holländischen Achter fanden Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann, Ronja Schütte, Charlotte Reinhardt, Julia Lepke, Michaela Schmidt, Anne Becker, Katrin Reinert und Laura Schwensen mit dem ersten Zwischensprint bei 600 Metern in einem guten Rhythmus. Nach der Streckenhälfte fuhr es entscheidend davon und erarbeitete sich eine Länge Vorsprung, die bis zur Ziellinie hielt. „Da haben wir ihnen den Schneid abgekauft“, so Affeldt. Trotz der Unterstützung der Zuschauer an der ausverkauften Strecke an der Bosbaan kamen die Holländerinnen nicht mehr ran. Affeldt: „Wir waren entschlossen und dominant. Wir haben nicht einen Meter mehr abgegeben.“

Laura Schwensen bedankt ich für die Anfeuerung der Zuschauer.
Laura Schwensen bedankt ich für die Anfeuerung der Zuschauer.

Mit dem guten Abschluss kann der Frauenachter zuversichtlich auf das langfristige Ziel blicken: die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. „Von allen Nationen haben wir den größten Sprung nach vorn gemacht. Das B-Finale war nach einer insgesamt guten Saison noch einmal ein Signal, auch für die jüngeren, die dahinter stehen. Die Ruderinnen sind motiviert weiterzumachen“, sagte Affeldt.

Der Vierer ohne Steuerfrau mit Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering wurde letztlich WM-Neunter. Im B-Finale belegten sie hinter den Niederlanden und Italien den dritten Platz. Sophie Paul und Ulrike Törpsch gewannen zum Abschluss das C-Finale und wurden WM-13.

Frauenachter verpasst A-Finale bei der WM

Die Enttäuschung stand den Ruderinnen ins Gesicht geschrieben. Der Frauenachter hat bei der Ruder-WM in Amsterdam das Finale als Dritter im Hoffnungslauf verpasst. Der rumänische und der britische Achter waren letztlich zu stark für das junge deutsche Team. Eine Länge betrug der Rückstand, als die Crew über die Ziellinie auf der Bosbaan fuhr.

Dabei hielt der deutsche Frauenachter auf der ersten Streckenhälfte gut mit und blieb zu den beiden anderen Teams auf Tuchfühlung. „Sie haben alles probiert und kämpferisch alles gegeben“, sagte Trainer Thomas Affeldt. Als Großbritannien und Rumänien das Tempo anzogen, vergrößerte sich allerdings der Rückstand auf eine Länge. So war es dann auch im Ziel. „Die anderen haben einen dynamischeren Schlag. Wir sind vorwärts gekommen, aber fürs Finale noch nicht weit genug“, meinte Affeldt

Zum Abschluss der Saison bekommt es der Frauenachter nun im B-Finale am Sonntag (11.03 Uhr) mit dem holländischen Achter zu tun, der trotz der lautstarken Anfeuerung der Zuschauer an der Bosbaan im zweiten Hoffnungslauf hinter China und Russland auch nur Dritter wurde. Gegner sind dann zudem Australien, Weißrussland und Frankreich. „Das wird nicht leicht gegen Holland vor deren heimischer Kulisse, aber die Herausforderung wollen wir noch mal annehmen“, so Affeldt.

Frauenachter will über Hoffnungslauf ins WM-Finale

Das lange Warten hat ein Ende, jetzt geht es Schlag auf Schlag: Nach über sechswöchiger Wettkampfpause ist der Frauenachter am vierten Tag von Amsterdam als letztes deutsches Boot ins WM-Geschehen eingestiegen. Im Vorlauf belegte die Crew den vierten Platz hinter den USA, Großbritannien und China. Das „wichtigste Rennen bei der WM“ (Charlotte Reinhardt) folgt aber schon morgen: Über den Hoffnungslauf will das junge Team in den Endlauf fahren. „Das Finale ist unser großes Ziel“, so Reinhardt.

Der Frauenachter nimmt bei der WM Fahrt auf.
Der Frauenachter nimmt bei der WM Fahrt auf.

Zufrieden mit dem WM-Auftakt war Trainer Thomas Affeldt: „Wir haben den Rückstand auf die Achter aus Großbritannien und China verkürzt. Das zeigt mir, dass wir uns über die Trainingslager verbessert haben.“ Den Angriff des holländischen Achters, der sich bei der Streckenmitte kurzzeitig mit einem Luftkasten vorgelegt hatte, konnte die deutsche Mannschaft kontern. „Es zeichnet die Mannschaft aus, dass sie die Nerven behält und sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen lässt“, meinte Affeldt.

Strahlt Zuversicht aus: Ronja Schütte mit Kerstin Hartmann.
Strahlt Zuversicht aus: Ronja Schütte mit Kerstin Hartmann.

Im Hoffnungslauf bekommen es Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann, Ronja Schütte, Charlotte Reinhardt, Julia Lepke, Michaela Schmidt, Anne Becker, Katrin Reinert und Laura Schwensen mit Großbritannien, Rumänien, Weißrussland und Frankreich zu tun. Um das Finale zu erreichen, müssen sie mindestens Zweiter werden. Affeldt: „Die Mannschaft hat noch Steigerungspotenzial. Das Finale ist im Rahmen des Möglichen. Dazu müssen wir aber eine Mannschaft schlagen, gegen die wir bislang noch nicht gewonnen haben – Großbritannien oder Rumänien.“

Der Vierer ohne Steuerfrau
Der Vierer ohne Steuerfrau

Das Finale verpasst hat der Vierer ohne Steuerfrau. Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering kamen im Hoffnungslauf nicht über Platz vier hinaus. Es siegte der kanadische Vierer vor der Ukraine und den Niederlanden. Damit bleibt dem deutschen Quartett nur das B-Finale, in dem es am Freitag auf Holland, Italien und Irland trifft.

Frauenachter-Vorlauf auf Mittwoch verschoben

Konzentriert trugen die Ruderinnen aus dem Frauenachter ihre Riemen zum Ablegesteg. Wenige Minuten später kamen sie genauso bepackt wieder zurück. Die Rennen auf der Bosbaan in Amsterdam wurden gut eine halbe Stunde vor dem Vorlauf abgesagt. Der WM-Start des Frauenachter wurde um einen Tag verschoben. Der seitliche Gegenwind war der Fairness-Kommission der FISA zu stark geworden, so dass sie keinen fairen Ablauf der Rennen mehr gewährleistet sah. Das Rennen wurde neu angesetzt und findet jetzt am morgigen Mittwoch um 13:46 Uhr statt.

Törpsch/Paul verpassen das Halbfinale

Sophie Paul und Ulrike Törpsch im Zweier
Sophie Paul und Ulrike Törpsch im Zweier

Gerudert wurde heute aber schon vorher. Platz vier im Hoffnungslauf für den Zweier ohne Steuerfrau reichte aber nicht zum erhofften Weiterkommen: Sophie Paul und Ulrike Törpsch verpassten knapp den Einzug ins Halbfinale. Im rein mit europäischen Booten besetzten Hoffnungslauf kamen sie hinter den Zweiern aus Russland, Serbien und der Ukraine ins Ziel. Letztlich fehlten drei Sekunden auf die drittplatzierten Ukrainerinnen. „Der Start war okay, aber bei 1.000 Metern war der Knackpunkt. Da waren die Ukrainerinnen stärker. Die Lücke wurde zu groß, diese konnten wir hinten raus nicht mehr schließen“, sagte Ulrike Törpsch.

Damit bleibt Paul/Törpsch nur der C-Endlauf, in dem am Donnerstag erneut auf Italien und Frankreich treffen und um die Plätze 13 bis 15 fahren. „Da werden wir vorne fahren“, meinte Törpsch, die 2011 auf der Amsterdamer Bosbaan U23-Weltmeisterin im Doppelvierer geworden war. Generell ist sie froh, mit ihrer Partnerin für die nächste Saison WM-Erfahrung sammeln zu können: „Es macht hier mega Spaß zu rudern, auch wenn die Bedingungen schwierig sind.“

Vierer im Vorlauf auf Platz fünf

Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering im Vierer
Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering im Vierer

Zuvor war der Vierer ohne Steuerfrau nicht über den fünften Platz im Vorlauf hinausgekommen. Im Fünf-Boote-Feld lief für Miriam Davids, Sara Davids, Alexandra Höffgen und Constanze Siering schon bei den ersten Schlägen nichts zusammen. „Das war kein richtiges Rennen. Wir haben uns bemüht, aber uns fehlte das aggressive, bissige Schieben. Es fehlte einfach der letzte Biss“, sagte Siering, deren Crew zu keinem Zeitpunkt ins Rennen fand und weit abgeschlagen hinter den USA, China, den Niederlanden und der Ukraine ins Ziel kam.

Jetzt muss das Quartett schnell den Schalter umlegen und die Köpfe frei bekommen. Denn schon am Mittwoch um 16.48 Uhr haben die vier Ruderinnen die zweite und letzten Chance, das Finale zu erreichen. Im Hoffnungslauf treffen sie auf die Niederlande, Kanada, Italien, die Ukraine und Irland. Nur die Plätze eins und zwei qualifizieren sich noch für den Endlauf am Freitag. „Wir wollen alles geben, aber es wird verdammt schwer“, sagte Siering.

Endlich geht’s los

Die Weltmeisterschaften in Amsterdam haben begonnen und das Team Frauenachter ist mit 14 Athletinnen dabei.

Wir haben die letzten Wochen hart und intensiv zusammen trainiert und wollen nun endlich zeigen was wir drauf haben.

Um die Bosbaan ausgiebig zu testen, sind wir am Mittwoch schon angereist.  Das Wetter ist sehr wechselhaft, mit viel  Regen und Wind, aber wir lassen uns nicht unterkriegen.

Unseren  kleinen Krankheitsfall konnten wir mit  männlicher Unterstützung an Board gut überbrücken. Ein riesen DANKESCHÖN an Malte Daberkow, der sich kurzfristig mit uns ins Boot gesetzt hat und seine Aufgabe im Achter gut gemeistert hat;)

Für Julia Lepke und mich ist die Bosbaan eine Vertraute Umgebung, denn wir  waren beide schon zur Junior WM 2006 und zur U23 WM 2011 hier mit am Start. Das Trio wird nun mit einem Start bei der A-WM vervollständigt.

Wir sind fit und bereit für harte, spannende und erfolgreiche Rennen.

Wir freuen uns auf tatkräftige Unterstützung von Familie, Freunden und unseren treuen FansJ

Also, ab nun heißt es Daumen drücken und mitfiebern für den Zweier, Vierer und Achter!!!

 

Liebe Grüße aus Amsterdam

Anne

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