Bronze in Luzern

Vom 11.07 bis 13.07 fand in Luzern das Finale des Ruderweltcups statt. Unter den 72 deutschen Athleten, welche sich auf 22 Booten verteilten, waren wir mit 17 Sportlerinnen aus dem Frauenachter Team stark vertreten. An den Start gingen zwei Frauen Vierer ohne Steuerfrau und der Achter. Der erste Vierer wurde mit Miriam Davids, Sophie Paul, Constanze Siering und Ulrike Törpsch besetzt. Im zweiten Vierer waren Constanze Duell, Lea- Kathleen Kühne, Clara Redetzke und Johanna Te Neues im Bug vertreten. Nach einem Bahnverteilungsrennen am Samstag ging es für die Vierer als erstes in die Finalrennen. An der Platzierung hat sich zum Vortag nichts geändert, dennoch war das Finalrennen Rudertechnisch besser gerudert. Leider wurden in der Startphase zu viele Sekunden liegen gelassen, dieser Rückstand konnte im Verlauf der Strecke nicht wieder aufgeholt werden. Im Ziel konnten wir uns alle über die erste Bronzemedaille für das deutsche Team freuen. Der zweite deutsche Vierer belegte den vierten Platz und startet bei den Weltmeisterschaften der Studenten Mitte September in Gravelines (Frankreich).
Am Samstag stand das erste Rennen für den Frauenachter auf dem Plan, welcher mit Kathrin Marchand auf Schlag, Kerstin Hartmann, Ronja Schütte, Charlotte Reinhart, Kathrin Reinert, Michaela Schmidt, Anne Becker und Julia Lepke im Bug besetzt wurde. Durch einen guten Start, der durch viel Kraft und effektiven Umkehrpunkten geprägt war, konnten wir an der 500m Marke bei Rumänien und England mitfahren. Kannada führte das Feld mit 3 Sekunden Vorsprung an. Leider war der Abfall nach der 1000 m Marke zu groß und wir erreichten den 4. Platz im Ziel. Durch dieses Rennen erhielten wir die Bahn zwei im Finale. Direkt neben den Engländern startend, gab es die idealen Bedingungen für ein Bordwand an Bordwand- Match. Nach 24 stündiger Regeneration stand am Sonntag das Finalrennen an. Mit Trainer und Steuerfrau Laura Schwensen wurde besprochen, den Abfall auf der dritten Teilstrecke zu reduzieren. Die Mannschaft war sich einig und konnte mit geringer Nervosität ins Rennen gehen. Als die Startampel auf dem Rotsee die Farbe von Rot auf Grün wechselte, ging es endlich los. Unser Start war geschlossen und kraftvoll. Bei leichten Gegenwindbedingungen sind wir sauber aus der Startbrücke heraus gerudert. Die 1000 m Marke war von 10 Druckschlägen geprägt und das dritte Teilstück wurde souverän eingeleitet. Die 500m Marke vorm Ziel wurde von drei Achtern im Abstand von nur einer Sekunde durchschritten, darunter auch der deutsche Frauenachter. Bug an Bug näherten wir uns mit England und Rumänien dem Ziel, ich bin mir sicher, dass dies eine Gänsehaut bei den Regattabesuchern auf der Tribüne auslöste. Leider war es nicht möglich, die hohe Geschwindigkeit der andern Achter mit zu fahren und wir verloren 4 Sekunden zu den Medaillengewinnern auf dem letzten Streckenabschnitt. Kannada erreichte als erster die Ziellinie, gefolgt von Rumänien, England, Deutschland, Holland und Australien. Durch diese Rennen haben wir viel an Erfahrung gewonnen. Nun wissen wir, woran ab Freitag auf dem Kanal in Dortmund gearbeitet werden muss. Mit viel Motivation und Ehrgeiz werden wir in diesem Trainingslager trainieren. Denn wir haben gemerkt, wie es sich anfühlt am Renngeschehen auf internationalen Niveau beteiligt zu sein und wollen noch weiter erfolgreiche Rennen rudern.

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Foto: Oliver Quickert