Weltcup im sonnigen Frankreich

Nach der Trainingswoche in Ratzeburg mit der gesamten Mannschaft stand in dieser Woche mit dem Ruder-Weltcup ll im französischen Aiguebelette ein weiterer Meilenstein in dieser Saison auf dem Programm.

Um sich nach der anstrengenden Woche in Ratzeburg etwas erholen zu können, wurde das Heimtraining, das jede von uns von Montag bis Mittwoch zu absolvieren hatte, etwas reduziert. Außerdem habe ich für meinen Teil die wertvollen Tage zu Hause, in Berlin, dazu genutzt, an meiner Masterarbeit weiterzuarbeiten, welche ich am Ferdinand-Braun-Institut für Höchstfrequenztechnik schreibe. Dort habe ich einige Simulationen am Computer durchgeführt sowie Literatur studiert.

Bereits am Mittwoch Abend kam Julia aus Rostock zu mir nach Berlin damit wir uns am Donnerstagmorgen gemeinsam auf die Reise nach Frankreich machen konnten.

So setzten wir uns also am Donnerstag um 4:30 Uhr in die schöne Berliner S-Bahn und fuhren gemeinsam zum Flughafen Tegel… zu Julias Freude mit drei mal Umsteigen 😉

Von Tegel ging es dann zunächst nach Frankfurt. Dort trafen wir Anne und Michi aus Halle. Die anderen Mädels und unsere Trainer fuhren mit Kleinbussen bereits ab Mittwoch Abend nach Frankreich, sodass unsere Reisegruppe diesmal etwas kleiner blieb als sonst. Von Frankfurt flogen wir vier dann also weiter nach Lyon. Dort verzögerte sich unsere Weiterreise um vernachlässigbar kurze drei Stunden, da der erhoffte Abholdienst verschollen war, ein herrenloses Gepäckstück den Eingangsbereich des Flughafengebäudes lahm legte und wir in dem Bus, der uns schließlich zum Hotel fuhr, noch fast eine Stunde auf dessen Abfahrt warten mussten.

Am Nachmittag stand dann gleich die erste Trainingseinheit auf der Regattastrecke von Aiguebelette auf dem Plan. Wir waren bei unserer ersten Ausfahrt auf dem uns bisher unbekannten Gewässer fasziniert sowohl von der Schönheit der Berglandschaft um den See herum als auch von der hellblau-türkisen Farbe des Seewassers.

Am Freitag begannen dann die Rennen. Das Team Frauenachter schickte mit Ronja Schütte und Michaela Schmidt sowie Miriam Davids und Constanze Siering zwei Zweier an den Start sowie natürlich einen Achter in der Besetzung Sophie Paul, Anne Becker, Julia Lepke, Alexandra Höffgen, Charlotte Reinhardt, Katrin Reinert, Kerstin Hartmann, Katrin Marchand und Stf. Laura Schwensen. Als Erprobungsmaßnahme wurden die Vorläufe bzw. im Achter das Bahnverteilungsrennen nicht Boot gegen Boot sondern als Einzelzeitfahren durchgeführt. Das war für die meisten von uns eine völlig neue Erfahrung. Im Ergebnis mussten beide Zweier noch am gleichen Tag in den Hoffnungslauf. Für den Achter stand nach einem mäßigen Rennen für das Finale eine Außenbahn fest. Im Hoffnungslauf konnten sich Ronja und Michi für das Halbfinale am Samstag qualifizieren. Miriam und Conny schafften dies leider nicht.

Während der Achter am Samstag kein Rennen hatte und zwei Trainingseinheiten auf dem Wasser absolvierte, bereiteten sich Ronja und Michi auf ihr Halbfinale vor, welches so stark besetzt war, dass es genauso gut auch ein Finale hätte sein können. Die Achter-Mannschaft blieb nach der zweiten Trainingseinheit an der Regattastrecke um den Zweier anzufeuern. Trotz eines beherzten Rennens und vieler Anfeuerungsrufe reichte es für Ronja und Michi mit Platz fünf nicht für den Finaleinzug. Ebenfalls am Samstag fand auch das C-Finale von Miriam und Conny statt, welches sie mit Platz zwei beendeten.

Am Sonntag ruderten zunächst Ronja und Michi ihr B-Finale und erreichten einen 4. Platz. Das Finale im Frauenachter war erst mittags angesetzt. Bei glattem Wasser und strahlendem Sonnenschein wollten wir gegen die starke internationale Konkurrenz zeigen, dass wir der Weltspitze etwas näher gerückt sind. Nach einem guten Start gelang uns dies zunächst auch, doch auf der zweiten Streckenhälfte reichten unsere Kräfte nicht, um dem hohen Tempo der anderen Boote folgen zu können. Wenngleich wir uns sicherlich mehr als Platz 5 erhofft hatten, bleibt festzuhalten, dass wir alle um ein paar Erfahrungen reicher geworden sind. Also heißt es für uns: noch härter trainieren und auf ein Neues in Luzern…

Sophie Paul

Foto: Detlev Seyb, www.rudern.de

Frauenachter wird Fünfter in Aiguebelette

Nach EM-Bronze kam der Frauenachter beim Weltcup in Aiguebelette auf dem fünften Rang ins Ziel. „Die ersten 1.000 Meter sind wir ein gutes Rennen gefahren, auf dem dritten Teilabschnitt konnten wir das Tempo nicht mehr halten“, analysierte Bundestrainer Thomas Affeldt. Denn hier setzten sich die Boote ab, mit denen man mithalten wollte: Großbritannien und China machten den dritten Platz unter sich aus.

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Alexandra Höffgen (Mitte) und Charlotte Reinhardt klatschen sich ab vor dem Rennen. Rechts: Sophie Paul.

„Eine Länge zu viel“
Mit etwas zu viel Abstand fuhr schließlich das deutsche Großboot über die Ziellinie. „Das war eine Länge zu viel“, so Affeldt angesichts des Zwei-Längen-Rückstands auf die Britinnen. Bei den Europameisterschaften vor drei Wochen hatte der Frauenachter um Schlagfrau Kathrin Marchand noch Tuchfühlung zu den führenden Booten, damals war es eine halbe Länge auf Großbritannien. „Nach der Selektionsphase in Ratzeburg waren die Akkus nicht mehr ganz gefüllt. Zudem kam ein bisschen Unerfahrenheit noch dazu. Es war wichtig für uns, auf der Strecke Erfahrung zu sammeln, auf der es im nächsten Jahr um die Olympia-Qualifikation geht“, sagte Affeldt. In Südfrankreich findet im August 2015 für WM und gleichzeitig die Qualifikation zu den Olympischen Spielen in Rio statt – das große Ziel, auf das die junge Frauenachter-Crew hinarbeitet.

Bootsmeister an den Steuerseilen
Einen Trainingsausfall musste der Frauenachter am Samstag verkraften. Steuerfrau Laura Schwensen musste aufgrund von Übelkeit im Hotel bleiben. Für sie übernahm kurzerhand Joachim Borgwardt, Bootsmeister aus Ratzeburg, in zwei Trainingseinheiten die Steuerseile. Am Sonntag ging es bei Laura Schwensen wieder.

Derweil untermauerten in Aiguebelette die US-Ruderinnen ihre Ausnahmestellung und bewiesen eindrucksvoll, dass man auch mit einem Doppelstart zum Sieg fahren kann. Zweieinhalb Stunden nachdem alle acht US-Girls ein hartes Zweier-Finale bestritten hatten, kämpften sie sich zum Sieg im Achter gegen den lange enteilten kanadischen Achter.

Schütte/Schmidt: Zehnte im Zweier
Im Zweier ohne Steuerfrau belegten Ronja Schütte und Michaela Schmidt den insgesamt zehnten Platz. Nachdem sie als Fünfte in einem schweren Halbfinale hinter den Olympiasiegern aus Großbritannien, USA 2, China 1 und Neuseeland das A-Finale verpasst hatten, fuhren sie im B-Finale am Sonntagmorgen auf den vierten Platz. „Bis Samstag lief es ganz gut, mit dem Rennen am Sonntag waren sie nicht zufrieden. Da war auch bei ihnen der Akku etwas leer“, meinte Affeldt. Da die USA gleich den kompletten Achter zusätzlich in vier Zweiern an den Start gebracht hatte, schnitten Schütte/Schmidt in der Nationenwertung letztlich als siebtbestes Boot ab.

Als Zweite im C-Finale und schließlich auf dem 14. Platz beendeten Constanze Siering und Miriam Davids die Weltcup-Regatta auf dem Lac d’Aiguebelette. Der Weltcupsieg in Aiguebelette ging an die britischen Olympiasieger Helen Glover/Heather Stanning, gefolgt von den US-Booten und einem chinesischen Zweier.

Achter, Finale: 1. USA 6:04,77, 2. Kanada 6:05,82, 3. Großbritannien 6:11,39, 4. China 6:11,61, 5. Deutschland (Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann, Katrin Reinert, Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffgen, Julia Lepke, Anne Becker, Sophie Paul, Steuerfrau Laura Schwensen) 6:17,30.

Zweier, B-Finale: 1. Neuseeland 7:10,55 Minuten, 2. Kanada 7:15,16, 3. Irland 7:16,53, 4. Deutschland 1 (Ronja Schütte, Michaela Schmidt) 7:24,64, 5. Großbritannien 2 7:26,55, 6. Frankreich 7:27,64

Zweier, C-Finale: 1. Schweiz 7:29,87, 2. Deutschland 2 (Constanze Siering, Miriam Davids) 7:31,76, 3. China 2 7:43,90.

Endspurt zur Meisterschaft

So langsam wird es ernst was die Mannschaftsbildung für die U23-WM in Varese angeht. Die letzen Wochen haben wir schon zahlreiche Rennen im Zweier, Vierer und Achter absolviert, so auch letztes Wochenende die Internationale Regatta in Ratzeburg (14-15.06), der letzte Testwettkampf vor der Deutschen Meisterschaft in Brandenburg.

Da meine Partnerin Marisa Staelberg krank war und wir den Vierer und Achter an den Trainingswochenenden nicht in der Originalbesetzung trainieren konnten, war ich sehr gespannt was das Wochenende für mich bereithält. An beiden Tagen bin ich im Vierer und im Achter an den Start gegangen, Marisa wurde samstags nur im Vierer eingesetzt und Sonntags durfte sie in beiden Rennen starten, da es ihr dann doch besser als erwartet ging. Das hat uns beide sehr gefreut, da wir den Achter am Sonntag in der voraussichtlichen WM-Besetzung fahren konnten und schon einmal international unser Können unter Beweis stellen durften. Gesetzt wurden die Vierer am Samstag nach Rangliste und am Sonntag wurde nochmal bunt durchgewürfelt was die Besetzung angeht. International hatten wir im Vierer an beiden Tagen keine Konkurrenz, weil Polen alle Kräfte mobilisiert hat und ihren Besten Achter an den Start geschickt hat, indem sie die gemeldeten Vierer und zum Teil Zweier wieder abgemeldet haben.

Erfreulich war die Tatsache, dass wir an beiden Tagen im Achter Polen deutlich hinter uns gelassen haben, allerdings deutet der Abstand zu dem deutschen Frauenachter, die auch Samstags gefahren sind, darauf hin, dass in der U23-WM Vorbereitung noch ein hartes Stück Arbeit auf uns wartet. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf die Herausforderung und blicke optimistisch in Richtung der Deutschen Meisterschaft. Im Großen und Ganzen war die Regatta ein Erfolg und ich habe mich über drei Medaillen freuen können.

Über Ratzeburg zum Weltcup nach Aiguebelette

Über Ratzeburg mit kurzem Zwischenstopp in Dortmund startet Team Frauenachter direkt durch nach Frankreich, wo in Aiguebelette ab Freitag der zweite Ruder-Weltcup dieses Jahres ausgetragen wird. Dort will der in Belgrad mit EM-Bronze dekorierte Frauenachter den jüngst gewonnenen Anschluss an die Weltspitze halten bzw. weiter verkürzen.

Rückblende Ratzeburg: Dort absolvierte das Team Frauenachter einen achttägigen Trainingslehrgang mit integrierten Wettkämpfen. Zunächst wurde am Mittwoch, 11. Juni, die interne Überprüfung im Kleinboot ausgefahren. Dabei fuhren die Ruderinnen auf dem Ratzeburger Küchensee drei Strecken, und zwar stets mit anderen Partnern. Zunächst ging es in den Zweiern wie bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln an den Start. Hier setzten sich wie Ende April in Köln schon Kathrin Marchand und Kerstin Hartmann durch, Anne Becker/Michaela Schmidt (jetzt 2.) und Ronja Schütte/Julia Lepke (3.) tauschten die Plätze. Die weiteren Plätze: Charlotte Reinhardt/Katrin Reinert (4.), Constanze Siering/Alexandra Höffgen (5.), Sophie Paul/Ulrike Törpsch (6.), Miriam Davids/Johanna te Neuss (7.). Nach Partnerwechsel setzten sich auf der zweiten Strecke Kerstin Hartmann/Alexandreas Höffgen durch und auf der dritten Strecke gewannen mit deutlichem Abstand Ronja Schütte/Michaela Schmidt. Sara Davids konnte aufgrund eines Infekts nicht mitfahren und wurde geschont.

Zum Abschluss des Trainingslehrgangs nahmen die Ruderinnen noch an der Internationalen Regatta in Ratzeburg teil. Mit einem deutlichen Erfolg gegen zwei deutsche und einen polnischen U23-Achter stimmte sich der Frauenachter in der Besetzung Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann, Katrin Reinert, Charlotte Reinhardt, Alexandra Höffgen, Sophie Paul, Michaela Becker, Julia Lepke und Steuerfrau Laura Schwensen auf den Weltcup in Aiguebelette ein. Auch der von Trainer Werner Nowak betreute Vierer mit Miriam Davids, Sara Davids, Constanze Siering und Ulrike Törpsch fuhr gegen die U23-Vierer als Erster über die Ziellinie.

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Der mit EM-Bronze dekorierte Frauenachter.

In Aiguebelette wird der Frauenachter im Vergleich zur EM in Belgrad mit nur einer Umbesetzung an den Start gehen. Den Rollsitz von Michaela Schmidt wird Sophie Paul einnehmen. Auch wenn nur fünf Achter gemeldet haben und die Boote bereits fürs Finale qualifiziert sind, hat es das Starterfeld in sich: Der Frauenachter bekommt es mit Weltmeister USA, den WM-Dritten Kanada, Vize-Europameister Großbritannien und China zu tun. „Wir wollen gucken, dass wir den Anschluss halten“, sagte Affeldt. In Belgrad lieferte sich der Frauenachter einen packenden Kampf um die Medaillenplätze mit Großbritannien, der Abstand zu Europameister Rumänien betrug nur eine Länge.

Michaela Schmidt wird im Zweier mit Ronja Schütte starten. „Wir wollen einmal international testen, wo eine unserer schnellsten Zweier-Kombinationen internationale steht“, sagte Bundestrainer Thomas Affeldt. Als Ergänzungszweier werden zudem die Ersatzleute Miriam Davids und Constanze Siering starten. Im Zweier haben insgesamt 16 Boote gemeldet, unter anderen vier US-Zweier aus dem Achter, die womöglich einen Doppelstart planen, zwei britische Zweier und Neuseeland.

Nach den Vorläufen am Freitag, die in einem Einzelzeitfahren ausgefahren werden, wird man eine erste Einschätzung haben. Die Finalläufe sind für Sonntag angesetzt: der Zweier um 11.03 Uhr und der Achter genau drei Stunden später um 14.03 Uhr.

Die Besetzungen:

  • Frauenachter: Kathrin Marchand (RTHC Bayer Leverkusen), Kerstin Hartmann (Ulmer RC Donau), Katrin Reinert (Heilbronner RG „Schwaben“), Charlotte Reinhardt (RV Dorsten), Alexandra Höffgen (Neusser RV), Sophie Paul (SV Energie Berlin), Anne Becker (HRV Böllberg und Nelson), Julia Lepke (Rostocker RC), Laura Schwensen (SV Kappeln)

Zweier ohne Steuerfrau:

  • Zweier 1: Ronja Schütte (Essen-Werdener RC), Michaela Schmidt (HRV Böllberg und Nelson)
  • Zweier 2: Miriam Davids (Crefelder RC), Constanze Siering (RV Emscher Wanne-Eickel-Herten)

Die Startzeiten:

  • Zweier ohne Steuerfrau: Freitag, 20. Juni, ab 9.20 Uhr (Vorläufe); Freitag, 20.Juni, ab 15.20 Uhr (Hoffnungsläufe); Samstag, 21. Juni, ab 13.00 Uhr (Halbfinale); Sonntag, 22. Juni, 11.03 Uhr (Finale)
  • Frauenachter: Freitag, 20. Juni, 13.05 Uhr (Bahnverteilungsrennen); Sonntag, 22. Juni, 14.03 Uhr (Finale)

Erster internationaler Start für dieses Jahr

Morgenlauf zum Wach werden für das Finale.
Morgenlauf zum Wach werden für das Finale.

Hallo ihr Lieben,
in der letzten Woche ist einiges passiert und die fleißigen Verfolger unseres Teams Frauenachter wissen bestimmt auch schon, wie die Woche endet 
Aber nun noch mal von Vorn. Letztes Wochenende musste ich mich ein letztes Mal mit meinem Achter in Dortmund bei den Übungsbelastungen der Stoppuhr stellen, bevor es am Mittwoch auf die Reise nach Belgrad, Serbien ging, wo wir endlich gegen richtige Gegner aus Europa antreten durften. Nach den Belastungen haben wir direkt die Boote verladen da diese mit dem Hänger einen weiten Weg vor sich hatten und schon am Sonntagmittag die Reise anrollten. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an unsere Bootsfahrer Markus Schmitz, Bob Förster, Joachim Borgwardt und Andreas Albrecht für den Bootstransport und auch die Unterstützung direkt vor Ort.
Die Boote waren nun also unterwegs und für uns standen noch einmal drei Tage Erholung zu Hause an, um sich für das kommende Wochenende zu stärken. Ich nutzte die Gelegenheit am Sonntag auf dem Heimweg von Dortmund nach Ulm, um die Junioren aus meinem Heimatverein bei der Heidelberger Regatta zu besuchen und ein wenig Regatta-Tourist zu spielen. Es war schön mal wieder dort zu sein, wo ich vor 10 Jahren selbst eine meiner ersten Regatten gefahren bin.
Am Montag standen für mich noch zwei Vorlesungen an der Uni an. Auf dem Heimweg erreichte mich die Nachricht, dass Ronja krankheitsbedingt leider nicht mit zur EM fahren kann. Das war erst mal ein Schlag, da auch unsere Ersatzfrau erkältet war. Allerdings war relativ schnell klar, dass Alex für Ronja einspringen würde. Da Alex kräftemäßig zu den Stärksten im Team gehört und auch den ganzen Winter immer wieder mit Achter gefahren war, konnte ich somit dem Wochenende trotz Ronjas Ausfall optimistisch entgegensehen.
Am Mittwoch ging es dann um 7 Uhr los Richtung Frankfurt, von wo aus ich gemeinsam mit den Dortmunder Mädels nach Belgrad angereiste. Dort angekommen bezogen wir unsere Zimmer und machten uns auf den Weg zur Strecke, um uns einen ersten Eindruck zu machen.
In den Einheiten vor dem ersten Rennen war die Anspannung deutlich zu merken, denn jede einzelne wollte an dem Wochenende zeigen, was wir die letzen Wochen und Monate geübt hatten.
Über den Zweiten Platz im Vorlauf am Freitag qualifizierten wir uns direkt fürs Finale, allerdings zeigte uns der Vorlauf auch, was wir im Finale noch besser machen sollten. An dem freien Samstag nutzten wir in einer Rudereinheit noch einmal jeden Kilometer, um noch geschlossener zusammen zu rudern. Letztendlich gelang es uns in einem kämpferischen Rennen, die Bronzemedaille zu gewinnen.
Früh am Montagmorgen ging es dann wieder nach Hause und mit voller Motivation und Zuversicht stürzen wir Mädels uns nun in den nächsten Trainingsblock, um uns bis zum zweiten Weltcup in Frankreich noch weiter zu steigern! Seid also gespannt und lasst euch überraschen,
eure Kerstin