Vorlauf in Belgrad: Mit Anlauf ins Finale

Um 12:40 Uhr schalteten die Ampeln für den Frauen-Achter auf Grün. Bereits im Vorlauf mussten sich die neun Athletinnen den amtierenden Europameisterinnen aus Rumänien stellen.

In einem spannenden Rennen gab das deutsche Team von Anfang an alles und brachte das Boot gleich nach dem Start auf Position Zwei. Der Rumänische Achter führte das Feld von Beginn des Rennens an und ließ sich diese Führung auch bis ins Ziel nicht mehr nehmen. Doch der Frauen-Achter bewies Biss, ließ die Ukrainerinnen ebenfalls nicht vorbeiziehen und bauten den Vorsprung auf ganze 08,17 Sekunden aus. Mit einer Zeit von 06:09:21 Minuten zogen sie gemeinsam mit den Rumäninnen ins A-Finale am Sonntag ein und ersparten sich einen kräftezehrenden Hoffnungslauf.  Ebenfalls für das A-Finale haben sich die Großboote aus Großbritannien und den Niederlanden bereits Qualifiziert. Die weiteren Teilnehmer werden am Samstag um den Einzug ins Finale kämpfen.

Für die Zwillinge Sara und Miriam Davids ging es nach dem Vorlauf, in dem sie Platz 5 mit 7:32:40 Min. erreichten zunächst in den Hoffnungslauf.

Besetzung des Frauen-Achters:

Julia Lepke (Rostocker Ruder-Club von 1885 e.V.), Katrin Reinert (Heilbronner Rudergesellschaft „Schwaben“ v. 1978 e.V.), Michaela Schmidt (HRV Böllberg v. 1884 u. Nelson v. 1874 e.V.), Anne Becker (HRV Böllberg v. 1884 u. Nelson v. 1874 e.V.), Charlotte Reinhardt (Ruderverein Dorsten e.V.), Alexandra Höffgen (Neusser Ruderverein e.V.), Kerstin Hartmann (Ulmer Ruder-Club „Donau“ e.V.), Kathrin Marchand (RTHC Bayer Leverkusen); Laura Schwensen (Sportverein Kappeln von 1876 e.V)

Zweier ohne Steuerfrau:

Sara und Miriam Davids (beide Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.)

Vorlauf Achter:

Rumänien:              06:03:51 Min.; Deutschland:           06:09:21 Min.; Ukraine:                 06:17:38 Min.; Weißrussland:          06:19:95 Min., Italien:                   06:22:69 Min.,

Auf dem Weg nach Belgrad: Europameisterschaft in Serbien

Am Mittwoch in der Frühe machte sich das Team Frauenachter auf die Reise nach Belgrad. In der Serbischen Hauptstadt startet die internationale Weltcup-Saison auf dem „Ada Ciganlija“ vom 30. Mai bis zum 01. Juni 2014.

Die Vorläufe des Achter um Schlagfrau Kathrin Marchand beginnen am Freitag um 13.30 Uhr. Insgesamt gehen neun Großboote ins Rennen um die Medaillen. Heiße Favoriten für den Europameister-Titel sind die Niederlande, Rumänien und Großbritannien. Aber auch der Deutsche Frauenachter will zeigen was ihn ihm steckt. „Auch wenn wir mit Ronja Schütte (Essen-Werdener Ruder-Club von 1896 e.V.) und Ulrike Törpsch(Pirnaer Ruderverein 1872 e.V.) gleich zwei krankheitsbedingte Ausfälle verkraften müssen, werden wir versuchen den Anschluss an die europäischen Spitzenbooten herzustellen“, erklärte Thomas Affeldt, Trainier des Teams Frauenachter.

Für das Deutsche Frauenteam gehen Julia Lepke (Rostocker Ruder-Club von 1885 e.V.), Katrin Reinert (Heilbronner Rudergesellschaft „Schwaben“ v. 1978 e.V.), Michaela Schmidt (HRV Böllberg v. 1884 u. Nelson v. 1874 e.V.), Anne Becker (HRV Böllberg v. 1884 u. Nelson v. 1874 e.V.), Charlotte Reinhardt (Ruderverein Dorsten e.V.), Alexandra Höffgen (Neusser Ruderverein e.V.), Kerstin Hartmann (Ulmer Ruder-Club „Donau“ e.V.), Kathrin Marchand (RTHC Bayer Leverkusen) und Laura Schwensen (Sportverein Kappeln von 1876 e.V.) im Achter an den Start. Im Zweier ohne Steuerfrau treten Sara und Miriam Davids (beide Crefelder Ruder-Club 1883 e.V.) an.

Am Sonntag um 9:58 Uhr startet für die Großboote im Frauen-Riemenbereich das B-Finale. Das A-Finale findet am Sonntag um 13:48 Uhr statt. Für Sara und Miriam Davids starten die Vorläufe am Freitag um 12:42 Uhr und 12:48 Uhr sowie die Finalrennen am Sonntag um 8:58 Uhr und 11:18 Uhr.

Frau am Steuer

1,60 Meter klein und 50 Kilogramm leicht – und doch gab sie am 22. Mai 2014 bei der offiziellen Deutschland-Achter Vorstellung den Ton an: Da Martin Sauer – Steuermann des Männer-Achters – wegen seiner juristischen Abschlussprüfungen verhindert war, übernahm Laura Schwensen seinen Platz. Das Leichtgewicht fackelte nicht lange und zeigte den Hünen aus dem Paradeboot, wo es lang geht.

Da man sich vom täglichen Training am Stützpunkt kenne, sei der Bootswechsel kein Problem, eher im Gegenteil: „So ein Platzwechsel ins Männerboot ist spannend. Hier lässt sich viel lernen, da das Bootsgefühl ein ganz anderes ist“, so die Steuerfrau. „Insgesamt rudern die Männer anders als die Frauen. Wir müssen mit viel mehr Gefühl und Dynamik an die Sache rangehen und bringen so das Boot auf Geschwindigkeit, bei den Männern ist mehr Kraft vorhanden, die dann noch präzise eingesetzt werden muss“, lachte Laura Schwensen.

Der Bootstausch war keine Neuheit: Fällt einer der Steuerleute krankheits- oder studienbedingt aus, vertreten sich Laura und Martin gegenseitig. Auch im Trainingslager vor den Olympischen Spielen 2012 war Laura schon als ergänzende Steuerfrau für den Männerbereich und gleichzeitig auch für den Frauenbereich tätig.
Für Laura Schwensen und den Frauenachter geht es am Mittwoch nach Serbien. Dort wird das Team in Belgrad auf 8 Gegner treffen. Favoriten für den Europameistertitel sind Rumänien, Großbritannien und die Niederlande, aber auch das Deutsche Frauenteam will zeigen was in ihm steckt.

Spannender U23- Kleinboottest in Köln

Nachdem das letzte Wochenende in Duisburg erfolgreich beendet wurde, hatten die A-Mädels diese Woche einen Lehrgang um sich auf die EM vorzubereiten. Während die U23er für die 2. Kleinbootüberprüfung in Köln trainiert haben, wo es wieder in den 2- ging. Auch für mich als Steuerfrau ist ein Wochenende mit Zweierrennen spannend und es gibt wichtige Aufgaben zu erledigen, um die Sportlerinnen zu unterstützen.

Diese Woche hatte ich auch wieder viel in der Uni zu tun, da ich am Dienstag eine Abgabe hatte und Mittwoch ging es auf eine Exkursion zu einer Ehemaligen Raketenstation in Hombroich bei Neuss. Donnerstag Nachmittag war dann Abfahrt nach Köln, damit die Mädels dort nochmal trainieren konnten und sich an die Bedingungen dort einstellen können. Freitag morgen ging es dann morgens wieder vom Hotel an die Strecke um eine kleine Runde auf dem Wasser zu drehen, um fit zu werden für den Tag. Um 10:16 Uhr hatten dann Lisa Sokolkova und Marisa Staelberg ihr Rennen und um 10:24 Uhr Anna Brendel und Anne Kroll. Etwa eine halbe Stunde vor den Starts bin ich mit den Mädels zusammen zum Steg gegangen und hab ihnen nochmal viel Glück gewünscht. Danach ging es dann für mich aufs Rad damit ich neben der Strecke her fahren und sie anfeuern kann. Lisa und Marisa gewannen ihren Vorlauf souverän und waren somit im A Finale. Für Anna und Anne lief es leider nicht so gut, sie mussten ihr Rennen nach etwa 300 Metern abbrechen, da Anne erkältungsbedingt nicht mehr richtig Luft bekam und so nicht weiter rudern konnte. Das hieß für Anna und Anne leider das aus an diesem Tag, doch trotzdem freuten sie sich für ihre Kolleginnen Lisa und Marisa.

Nachmittags war dann das Finale, was Lisa und Marisa auch sehr spannend machten. Bis etwa 1000m führte das Boot aus Essen mit Lisa Quattelbaum und Leonie Neuhaus das Feld an und Marisa und Lisa dahinter. Schlag für Schlag schoben sie sich an den beiden vorbei. Bei 1500m gab auf einmal das bis dahin drittplatzierte Boot mit Svenja Leemhuis und Sophie Oksche aus Stuttgart und Ingolstadt nochmal richtig Gas und arbeitete sich vor. Friwi und ich gaben nochmal unser bestes beim Anfeuern und dann fuhren Marisa und Lisa gleichzeitig mit Svenja Leemhuis und Sophie Oksche über die Ziellinie. Jetzt waren natürlich alle gespannt wer nun gewonnen hat. Nach der Auswertung des Zielfotos wurde bekannt gegeben das Marisa und Lisa mit 3 hundertstel gewonnen haben vor Leemhuis/Oksche. Dritter wurden mit 2 Sekunden dahinter das Boot aus Essen mit Quattelbaum/Neuhaus. Vierter wurde Frauke Hacker mit ihrer neuen Partnerin Meike Dütsch. Der fünfte Platz ging an Isabell Taeuber mit Annika Jacobs und der sechste Platz an Laura Prieß mit Friederike Reißig.

Sonnige Aussichten in Duisburg

Hallo zusammen!

Mal wieder viel passiert in der letzten Woche! Über Allem stand die Vorbereitung auf die „internationale“ Regatta in Duisburg, die am Wochenende stattfand, jedoch für uns nicht wirklich international war. Bis auf einen niederländischen U23 Vierer hatten auch im Achter leider keine ausländischen Gegner gemeldet.

IMG_0031

Die Woche begann mit einem trainingsfreien Tag, etwas eher Ungewöhnliches. Ich genieße solche freien Tage vor Wettkämpfen und versuche mich auszuruhen und Kraft für das Wochenende zu sammeln. Dienstag und Mittwoch ging es in die Vierer, die Samstag in Duisburg starten sollten. Donnerstag wurden nochmal die Achterbesetzungen trainiert.

Auch außerhalb des Trainings musste ich mich vergangene Woche sehr viel mit Muskeln beschäftigen: Donnerstag fand
das Muskeltestat im Präpärationskurs in der Uni statt, eine mündliche Prüfung. Der trainingsfreie Tag war also wie fürs Lernen gemacht, genauso wie die Abende nach Training und Uni. Ich wusste, dass ich mich voll auf die Regatta konzentrieren könnte, wenn ich bestehen würde. So war es dann zum Glück auch und nach dem Testat fiel mir ein großer Stein vom Herzen.

Nachdem wir in Duisburg nochmal in die Vierer gestiegen waren, fühlten wir uns gut vorbereitet für das kommende Rennen. Ich durfte mit Kathrin Marchand, Kerstin Hartmann und Katrin Reinert zusammen rudern, was für mich natürlich toll war. Als jüngste und unerfahrenste Ruderin im Boot merkt man, wie sehr man von den älteren profitiert und lernt. Wir sind ein gutes Rennen gefahren, jedoch leider mit ca. einer Länge Rückstand 2. geworden. Der Abstand nach vorne hat uns geärgert, das war etwas viel. Umso mehr motiviert war ich für die kommenden Rennen im Achter.

Ich habe mich riesig darüber gefreut, dass ich am Sonntag im ersten Achter mitfahren durfte. Es war meine Premiere im Frauenachter und dementsprechend war ich sehr aufgeregt. Aber ab dem Startsignal verlief (fast) alles wie nach Plan. Wir gewannen das Rennen mit einem guten Abstand vor dem zweiten Achter und das Rennen hat echt Spaß gemacht.
Nach den Rennen vom Wochenende können wir mit einem guten Gefühl in die Vorbereitung für die Europameisterschaften in Belgrad in der nächsten Woche gehen. Ich freue mich!

Ich wünsche Euch allen eine schöne Woche, bis bald!

Eure Charly

P.S.: In den folgenden Tagen und Wochen werden wir euch nach und nach unser Team anhand von Steckbriefen vorstellen. Es lohnt sich mal reinzuschauen!

IMG_0063