Tünnes & Schäl und die Meisterschaft

Diese Woche begann sehr ruhig. Während der Osterfeiertage konnten wir uns alle von dem anstrengenden Vortest erholen und Zeit mit Freunden und Familie verbringen. Da ich ein echt kölsches Mädel bin ließ ich es mir nicht nehmen zusammen mit Conny meiner Heimatstadt mal wieder einen Besuch abzustatten und ihr auch die Namensgeber meines Bootes zu zeigen. Wer Tünnes & Schäl nicht kennt – sie sind zwei Figuren aus dem Hänneschen Puppentheater, vergleichbar mit Dick & Doof. 

Erholung hin, Erholung her. Training stand trotzdem an und da Kerstin die Woche in Ulm war musste ich unter der Woche ein paar Runden im Einer drehen, was aber bei schönstem Ruderwetter nun wirklich keine Qual war.

Auch im Krankenhaus wollte ich mich diese Woche blicken lassen. Im Rahmen meines Medizinstudiums muss ich zur zeit Praktika auf verschiedenen Stationen machen und diese Woche stand der Bereich HNO an. Nachdem ich Donnerstag also meinen Kommilitonen in die Nase und die Ohren geguckt hatte und keine manifesten Krankheiten entdecken konnte, machte ich mich beruhigt wieder auf den Weg nach Köln – Deutsche Kleinbootmeisterschaft!

Für mich eine besondere Meisterschaft, da ich in Köln nicht nur rudern gelernt habe, sondern hier auch 2008 meinen ersten deutschen Meistertitel erringen konnte (im JF A 4-/8+).
Die letzten Trainingseinheiten im Zweier gaben Kerstin und mir ein gutes Gefühl und so gingen wir zuversichtlich und freudig an den Start. Vom Vorlauf über das Halbfinale konnten wir uns technisch nochmal deutlich steigern und so stand am Sonntag früh das A-Finale an. Mein Verein war zahlreich vertreten und hat so laut geschrien, dass wir zum einen gewonnen haben, ich mich zum anderen aber auch frage, ob ich den ein oder anderen vielleicht nächste Woche mit einer Stimmbandparese im Krankenhaus auf der HNO-Station sehe? 😉 Danke für die Anfeuerungsrufe an dieser Stelle!

Glücklich am Siegersteg
Foto: Oliver Quickert, www.rudern.de

In einem guten Rennen haben Kerstin und ich es also geschafft unserer Favoritenrolle gerecht zu werden und sind in Tünnes & Schäl in Köln deutscher Meister im Zweier geworden. Schöner hätte ich es mir nicht vorstellen können. Überglücklich genossen wir die Siegerehrung und den Rest des Tages – ich ließ ihn mit meinen Eltern zusammen im Brauhaus bei einem Kölsch ausklingen und freue mich nun auf das Achtertraining und die kommende Saison!

Bis dahin, Marchi

Marchand/Hartmann: Deutsche Meister im Zweier

In souveräner Manier zum Titelgewinn: Kathrin Marchand und Kerstin Hartmann wurden in Köln mit zweieinhalb Längen Vorsprung vor Julia Lepke/Ronja Schütte Deutsche Kleinbootmeister. Bronze gewannen Anne Becker/Michaela Schmidt vor den Zwillingen Sara und Miriam Davids. Dies ist exakt das gleiche Ergebnis auf den vorderen vier Plätzen wie bei der Langstrecke in Leipzig vor drei Wochen.DSC_5741

„Das war sehr schön, auf meiner Heimstrecke gewonnen zu haben“, sagte Marchand, schließlich hat die geborene Kölnerin auf dem Fühlinger See das Rudern erlernt. Für Hartmann ist es der bereits fünfte DM-Titel im Zweier. Nach vier Meisterschaften mit ihrer langjährigen Partnerin Marlene Sinnig, die jetzt zum Skullen wechselte, hat sie es auf Anhieb mit einer neuen Partnerin wieder geschafft – und das, obwohl Marchand/Hartmann erst seit fünf Wochen zusammen im Boot sitzen.

„Mit den ersten vier Plätzen bin ich zufrieden. Hier sind wir stabil. Danach gab es aber leider einen Abfall“, sagte Bundestrainer Thomas Affeldt. Und auch Ausfälle, denn Alexandra Höffgen und Charlotte Reinhardt mussten nacheinander krankheitsbedingt abmelden. Ihre Zweierpartner Katrin Reinert und Constanze Siering setzten sich spontan zusammen ins Boot und wurden als Sieger des B-Finals Siebte.

Insgesamt kann das Team Frauenachter zuversichtlich nach vorne blicken, kamen doch drei reine U23-Zweier unter den Top 8 ins Ziel. Neben den Davids-Zwillingen gelang dies Elisaveta Sokolkova/Marisa Staelberg als weitere Finalisten und letztlich Sechste sowie Svenja Leemhuis/Sophie Oksche (8.). Jetzt bereitet sich das Team Frauenachter mit zwei Trainingswochenenden in Dortmund auf die Internationale Wedau-Regatta (17./18. Mai) vor.

Ergebnisse, Deutsche Kleinbootmeisterschaften in Köln, Zweier ohne Steuermann, A-Finale:
1. Kathrin Marchand / Kerstin Hartmann (RTHC Bayer Leverkusen / Ulmer RC „Donau“) 7:22,05,
2. Ronja Schütte / Julia Lepke (Essen Werdener RC / Rostocker RC) 7:25,65,
3. Anne Becker / Michaela Schmidt (HRV Böllberg Nelson) 7:27,40,
4. Miriam Davids / Sara Davids (Crefelder RC) 7:28,75,
5. Sophie Paul / Ulrike Törpsch (SV Energie Berlin / Pirnaer RV) 7:33,10,
6. Elisaveta Sokolkova / Marisa Staelberg (Lauinger RSC Donau / Crefelder RC) 7:38,55,

Weitere Plätze nach dem B-Finale:
7. Constanze Siering / Katrin Reinert (RV „Emscher“ Wanne-Eickel-Herten / Heilbronner RG „Schwaben“) 7:37,00,
8. Svenja Leemhuis / Sophie Oksche (Stuttgarter RG / Donau-RG Ingolstadt) 7:37,55,
9. Johanna te Neues / Frauke Hacker (Crefelder RC / ORC Rostock) 7:38,45

Kleinboot-DM in Köln zum Abschluss der Frühjahrsselektion

Die nationale Ausscheidung biegt auf die Zielgerade. Am Wochenende wird bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln der erste Titel des Jahres im Frauen-Zweier verliehen. Neben der Platzierung schaut Bundestrainer Thomas Affeldt mit großem Interesse insbesondere auch auf die Zeiten im Vergleich zu den anderen Bootsklassen. „Ich erhoffe mir, dass unsere stärksten Zweier wie zuletzt schon bei der Langstrecke und beim Ergometertest in Leipzig auch über die 2.000 Meter auf dem Wasser im Verhältnis zu den anderen, international erfolgreichen Disziplinen der vergangenen Jahre gut liegen.“

Schließlich trifft sich am Fühlinger See in Köln zum Abschluss der Frühjahrsausscheidung die gesamte deutsche Ruderelite: Riemen-Ruderer(innen), Skuller(innen), Leichtgewichte in verschiedenen Altersklassen. Wie es Tradition ist, fangen die Riemenruderinnen mit dem Frauen-Zweier an. Zum Favoritenkreis zählen hier Kathrin Marchand/Kerstin Hartmann, die Sieger der Leipzig-Langstrecke, Ronja Schütte/Julia Lepke und Anne Becker/Michaela Schmidt. Den Angriff auf die vorderen Plätze kann auch von den U23-Zweiern Miriam Davids/Sara Davids und Elisaveta Sokolkova/Marisa Staelberg erwartet werden.

Auch die Olympia-erfahrenen Katrin Reinert (mit Charlotte Reinhardt) und Constanze Siering (mit Alexandra Höffgen) wollen es mit ihren jüngeren Partnerinnen ebenso wissen wie Sophie Paul/Ulrike Törpsch. Insgesamt haben 19 Zweier für Köln gemeldet, darunter mit Frauke Hacker/Johanna te Neues auch eine ganz neue, frische Kombination. Beide fuhren vor drei Wochen bei der Langstrecke in Leipzig noch im Einer. Sie alle wollen sich empfehlen für einen der begehrten Plätze im Frauenachter und Zweier ohne, die bei der EM in Belgrad (30. Mai bis 1. Juni) an den Start geschickt werden.

Einen ersten Eindruck über die Verfassung der Ruderinnen wird es am Freitag ab 15.30 Uhr in den Vorläufen geben. Am Samstag folgen die Hoffnungsläufe (ab 11 Uhr) und die Halbfinal-Rennen (ab 16.30 Uhr), ehe es am Sonntag ab 10.35 Uhr zu den mit Spannung erwarteten Finalrennen kommen wird.

Die Zweier-Besetzungen des Frauen-Riemen-Kaders für die Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Köln:

  • Kathrin Marchand / Kerstin Hartmann (RTHC Bayer Leverkusen / Ulmer RC „Donau“)
  • Ronja Schütte / Julia Lepke (Essen Werdener RC / Rostocker RC)
  • Anne Becker / Michaela Schmidt (HRV Böllberg Nelson)
  • Miriam Davids / Sara Davids (Crefelder RC)
  • Elisaveta Sokolkova / Marisa Staelberg (Lauinger RSC Donau / Crefelder RC)
  • Constanze Siering / Alexandra Höffgen (RV „Emscher“ Wanne-Eickel-Herten / Neusser RV)
  • Charlotte Reinhardt / Katrin Reinert (RV Dorsten / Heilbronner RG „Schwaben“)
  • Sophie Paul / Ulrike Törpsch (SV Energie Berlin / Pirnaer RV)
  • Johanna te Neues / Frauke Hacker (Crefelder RC / ORC Rostock)

Die Spannung steigt, es geht auf die Renndistanz!

Nach dem Saisonauftakt in Leipzig steigt die Vorfreude auf die erste Regatta über 2000m in diesem Jahr am kommenden Wochenende in Köln, die gleichzeitig auch die Deutsche Kleinbootmeisterschaft ist.

Letzte Woche wurde noch einmal ordentlich trainiert und am vergangenen Wochenende ging es nach Köln zum Training, um die Strecke für nächste Woche zu testen. Es wurden einige Strecken gefahren, um für dieses Wochenende optimal vorbereitet zu sein. Sara und ich haben in den letzten Wochen gut trainiert und uns sehr gefreut, dass der Osterhase uns am vergangenen Wochenende nicht vergessen hatte, sondern uns auch in Köln besucht hat.

In der Uni kommt das Semester so langsam ins Laufen und erste Referate meinerseits müssen bald gehalten werden, aber bis es soweit ist wird sich jetzt erst mal auf das kommende Wochenende konzentriert. Die Spannung steigt langsam, denn es geht endlich auf die Renndistanz.

Deshalb ist diese Woche auch Erholung angesagt, d.h. es geht in die Regenerationsphase mit einer Einheit am Tag.

Also wer hier meinen Eintrag liest kann am Wochenende gerne nach Köln zum Fühlinger See kommen und spannende Rennen sehen! Wir würden uns alle über eine volle Tribüne freuen.

Liebe Grüße,

Miriam

Eine ganz normale Traingswoche

Nach einem anstrengenden Wochenende stand am Montag erstmal Trainingsfrei auf dem Plan. Einfach mal erholen und durchatmen nach dem Ergotest und der Langstrecke.

Am Dienstag war wieder ein ganz normaler Trainingstag mit 2 langen EXA Einheiten, also nichts Spektakuläres.

Die nächsten Tage bestanden ausschließlich aus Ausdauertraining.

Am Donnerstag haben wir das Training nach Leipzig verlegt. Ein Stufentest war angesetzt. Also hieß es auf ins IAT und fünf mal vier Minuten mit Atemmaske auf dem Ergo hinter sich bringen.

IMG_3946Das Wochenende nahte und Freitagnachmittag sind Michi und ich Messboot im Zweier gefahren. Die Messbootfahrt sollte zur Kontrolle dienen, ob Stemmbretteinstellungen und Längen stimmen. Es sollte uns noch mal Sicherheit geben.

Mit langen und intensiven Einheiten ging das Wochenende schnell vorbei.

Heute ist Sonntag und die Woche ist geschafft. Früh standen noch ein paar Strecken auf dem Plan und der Nachmittag war frei, somit konnte ich ein bisschen Zeit mit meiner Familie, meinem Freund und meinen Freunden verbringen.

Damit kann ich wieder ein Häkchen an eine erfolgreiche Trainingswoche machen.

In diesem Sinne, noch einen schönen Sonntag.

Liebe Grüße aus Halle

Anne:)