Frauenachter muss um Finalplatz kämpfen - Hartmann/Sinnig im Halbfinale
WM-Platz fünf und damit die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London ist das Ziel. Doch im Vorlauf auf dem Bleder See musste der Frauenachter einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Vierter hinter Olympiasieger und Weltmeister USA, Großbritannien und der Ukraine war nicht das, was sich das Team vorgestellt hat. „Die Ukraine wollten wir schon im Griff haben, das haben wir nicht geschafft“, stellte Bundestrainer Christian Viedt fest.
"Mittwoch die richtige Antwort"
Der Abstand zum favorisierten Vorlaufsieger USA war mit über 13 Sekunden groß, aber auch die Britinnen (sieben Sekunden) waren deutlich schneller. Zudem sorgten zwei Sekunden Rückstand auf den Ukraine-Achter, der sich gegenüber dem Weltcup in Luzern noch verstärkt hat, für Ernüchterung für die Mannschaft, die so zuversichtlich nach Bled gereist war. Dennoch blickt Trainer Viedt zuversichtlich nach vorne: „Wir wissen, dass die Aufgaben schwer werden. Ich bin aber sicher, dass wir am Mittwoch die richtige Antwort sehen werden.“ Dann muss der Frauenachter im Hoffnungslauf mindestens Vierter werden, um den Finaleinzug zu schaffen und die Chance auf die direkt Olympiaqualifikation zu wahren.
Hartmann/Sinnig im Halbfinale
Das ist auch das primäre Ziel von Kerstin Hartmann und Marlene Sinnig im Zweier ohne Steuermann. Doch der Weg ist schwieriger als gedacht, war der WM-Start des Duos doch absolut missglückt. Denn Marlene Sinnig musste am Sonntag im Vorlauf wegen Rückenproblemen passen und wurde von Katrin Reinert aus dem Frauenachter vertreten. Im Hoffnungslauf ging’s dann wieder und mit einen relativ sicheren dritten Platz hinter Rumänien und Italien machten Hartmann/Sinnig den Einzug ins Halbfinale am Mittwoch perfekt. „Mir fällt ein kleiner Stein vom Herzen, dass wir das Halbfinale erreicht haben. Ich hatte im Rennen überhaupt keine Schmerzen. Großer Dank an unseren Arzt Uli Kau und an Thorsten Ammann“, sagte Sinnig.
"Olympia-Qualifikation in trockene Tücher packen
Hatten Hartmann/Sinnig nach einer guten Vorbereitung mit einem Podestplatz bei der WM geliebäugelt, haben sie das Ziel leicht revidiert. „Eine Medaille ist utopisch. Jetzt geht es erst einmal um die Olympia-Qualifikation, die wollen wir in trockene Tücher packen. Das wird eine große Herausforderung“, sagte Kerstin Hartmann, die für den Olympia-Startplatz mit ihrer wiedergenesenen Partnerin bei der WM Platz acht belegen muss.
Von: Carsten Oberhagemann


