Welt-Cup Posen, 7.-9.Mai


09.05.04

Unseren ersten internationalen Auftritt hätten wir geschafft, und zwar gleich mit einem Sieg! Die Gegnerschaft in Posen war nicht allzu groß, eher gesagt winzig, denn es wollten nur drei Boote gegen uns rudern: Die Rumänen und zwei aus Weissrussland. Die Rumänen waren aber in Mailand hinter uns Vizeweltmeister geworden und ich rechnete doch sehr damit, dass sie nun auf eine Revanche geradezu brannten...!

...nun ja, wie gesagt, dass kleine Meldefeld verlangte uns keinen Vorlauf ab, also hatten wir vorher noch ein bisschen Zeit, vor allem um zu trainieren! Ausserdem nutzten wir auch ausgiebig die Gelegenheit, uns in der Innenstadt und Altstadt von Poznan herumzutreiben, denn unser Hotel lag in direkter Nähe. Die Unterkunft und das Essen war übrigens super! Auch wenn immer wieder die Anekdoten von der Junior-WM 1995 erzählt wurden, wo jeder zweite Ruderer aufgrund ungeniessbaren Essens unter Extrem-Durchfall gelitten hatte, heute war davon nichts mehr zu spüren!
Als wir am Samstag endlich zum Rennen hochruderten, bescherte uns ein schöner Schiebewind so einige Wellen. Wir schafften es zum Glück trotzdem, unsere Riemen festzuhalten und schlugen die Rumäninnen an beiden Tagen deutlich!! Ich selbst muss sagen, dass mich der große Abstand zu ihnen doch überraschte, aber andererseits rechne ich ganz fest damit, dass sie sich wie in jedem Jahr noch gewaltig steigern werden! Zum Glück können wir dagegen halten, dass wir auch längst noch nicht optimal gerudert sind und das Rennen ausserdem direkt aus dem Training fuhren.
Gespannt dürfen wir ja auch noch auf die USA, Kanada, Australien etc. sein!!

Der Zweier ohne litt ebenfalls zwar unter einem Mangel an Meldungen, so dass sie genau wie wir keinen Vorlauf, sondern nur ein (Bahnverteilungs-)rennen am Samstag und ein Finale am Sonntag hatten. Sandra und Maren haben sich hier richtig gut behauptet! In beiden Rennen führten sie sogar lange vor den Weltmeistern (GBR) und Vizeweltmeistern (ROM), um am Ende dritter zu werden. Respekt!!

...tja, und nun, Sonntag abend, sitzen wir (die Riemen-Frauen und die Riemen-Männer- Mannschaft) im Reisebus nach Berlin, tuckern mit 70 km/h über die Landstraße, überlegen uns, seit wievielen Stunden MiMü wohl schon in Hannover ist und werden den Zug am Ostbahnhof wohl nicht mehr erreichen. Na dann, Gute Nacht!






Von: Elke


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